LimburgHelmut Zimmermann: Limburgstraße. In: Helmut Zimmermann: Die Strassennamen der Landeshauptstadt Hannover. Verlag Hahnsche Buchhandlung, Hannover 1992, ISBN 3-7752-6120-6, S. 161. oder Limborch oder (später) Limbourg war eine seit dem Mittelalter in Hannover bekannte Rats- und Kaufmannsfamilie.Siegfried Müller: Die Bürgerstadt. Von 1241 bis zur Residenznahme 1636. In: Klaus Mlynek, Waldemar R. Röhrbein (Hrsg.): Geschichte der Stadt Hannover. Band 1: Von den Anfängen bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts. Schlütersche Verlagsanstalt und Druckerei, Hannover 1992, ISBN 3-87706-351-9, S. 71–135, hier: S. 74.
Unter den im 15. Jahrhundert in der Stadt bekannten 25 Ratsfamilien zählten die Limburgs zugleich zu den neun im Handel tätigen Kaufmannsfamilien, die alle miteinander verwandt oder verschwägert waren. Dazu zählte das Patriziergeschlecht Volger, die Adelsfamilie von Anderten, Idensen, von Lude, Meiger, Schacht, vom Sode und Türke.
Zu den bekannten Persönlichkeiten der Familie Limburg zählen zwei Bürgermeister von Hannover mit den Amtsperioden 1465–1490: Cord Limburg, Sohn von Hans v. Limburg und Ilsebe v. Tossen (van Tossem), 1429/71 (Tochter von Hinrik VII van Tossem auf Pattensen und NN v. Ahlden) und ⚭ um 1463 mit Gesche von Windheim; die Enkelin Cecilia Schacht ⚭ 1523 Franz Kale 1518–1524: Gerd LimburgDie Spitzen von Rat und Verwaltung seit 1390. In: Klaus Mlynek, Waldemar R. Röhrbein (Hrsg.): Geschichte der Stadt Hannover. Band 2: Vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis in die Gegenwart. Schlütersche Verlagsanstalt und Druckerei, Hannover 1994, ISBN 3-87706-364-0, S. 802f.. Seine Tochter Barbara Limburg ⚭ Diderik von Anderten. Und seine Schwester, Geske Limburg, ⚭ Hans Meyer, Bürgermeister von Hannover 1526–1528 und Bruder von Ernst Meyer ⚭ Anna Limburg (Mutter: Gesche v. Windheim!) (⚭ I. mit Brand Schele und III. in 1489 mit Diderik Schacht, 1491–1497 Bürgermeister von Hannover, und auch [!] in Braunschweig wurde er bald Bürgermeister, und deren Tochter Cecila Schacht ⚭ in 1523 mit Franz KALE: siehe unter Bürgermeister Cord Limburg)
Limburger Chor In der Marktkirche Hannover wurde der nördlich gelegene Nebenchor als „Türckenchor“ bezeichnet, weil dort die Erbbegräbnisse der Familie Türke lagen. Der südliche Nebenchor wurde als Limburgischer Chor bezeichnet, da dort die Erbbegräbnisse der Familie Limburg eingerichtet worden waren.Arnold Nöldeke: Marktkirche. In: Arnold Nöldeke: Die Kunstdenkmäler der Provinz Hannover. hrsg. von der Provinzial-Kommission zur Erforschung und Erhaltung der Denkmäler der Provinz Hannover, Teil 1: Denkmäler des "alten" Stadtgebietes Hannover. Band 1, H. 2, Teil 1, Selbstverlag der Provinzialverwaltung, Schulzes Buchhandlung, Hannover 1932, S. 76–114, hier: S. 84 (Neudruck im Verlag Wenner, Osnabrück 1979, ISBN 3-87898-151-1) (Digitalisat von Teil 1 und 2 über archive.org)
Limburgstraße Die im Jahr 1897 im heutigen Stadtteil Hannover-Mitte angelegte Limburgstraße erinnert an die Ratsfamilie von Limburg.
Siehe auch Liste der Hauptverwaltungsbeamten von Hannover Karl Friedrich Leonhardt: Geschichte der Familie von Limburg-Hetlingen • Herausgegeben von Dr. K. Fr. Leonhardt, in: Hannoversche Geschichtsblätter, Vol. 30, 1927, S. 86: «— 1489 war Anna Limburg zum dritten Male verheiratet [~ I. Brand Schele; ~ II. Ernst Meyer], und zwar mit Diderich Schacht, der ihrem Vater in dem Bürgermeisteramt 1491 folgte und hernach das Amt noch dreimal bis 1497 bekleidete. Später treffen wir Dietrich Schacht, der 1469 in Erfurt studiert hatte, in Braunschweig als Kanzler des Herzogs Heinrich d. Ä. (1503), auch in Braunschweig wurde er bald Bürgermeister.» Helmut Zimmermann (Archivar): Die herkunft der Hannoverschen Bürgermeister von 16. bis zum 18. Jahrhundert, in: Hannoversche Geschichtsblätter 1967, Vol. 21, S. 197ff. - mit Tafel „Auszug aus der Nachkommenschaft des Bürgermeisters Cord Limburg (Die Namen der Bürgermeister in Fettdruck)“.
Einzelnachweise
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