Die Playoffs um den Stanley Cup des Jahres 1939 begannen am 21. März 1939 und endeten am 16. April 1939 mit dem 4:1-Sieg der Boston Bruins über die Toronto Maple Leafs. Die Bruins gewannen damit ihren zweiten Titel nach 1929 und bestritten zu gleich ihr erstes Endspiel seit 1930. Zudem hatten sie in Person von Bill Cowley den besten Scorer der Playoffs in ihren Reihen. Für die Maple Leafs hingegen, die mit Gordie Drillon den besten Torschützen dieser post-season stellten, war es die vierte Finalniederlage in den letzten fünf Jahren. Darüber hinaus wurde 1939 der bis heute genutzte Best-of-Seven-Modus eingeführt, sodass ein Team fortan vier statt drei Siege zum Gewinn der Serie benötigte.

Modus Für die Playoffs qualifizierten sich die sechs besten Teams der Liga. Die ersten beiden Mannschaften der Abschlusstabelle spielten in einem ersten Halbfinale direkt einen der beiden Finalteilnehmer aus. Die vier übrigen Teams standen sich in zwei Viertelfinals gegenüber, wobei der Dritte der Setzliste auf den Vierten sowie der Fünfte auf den Sechsten traf. Die Viertelfinals mündeten schließlich im zweiten Halbfinale, das den zweiten Finalteilnehmer ermittelte. Dabei wurde das erste Halbfinale sowie das Stanley-Cup-Finale im Best-of-Seven-Modus ausgetragen, während in den Viertelfinalserien sowie der zweiten Halbfinalserie bereits zwei Siege zum Weiterkommen ausreichten und somit im Best-of-Three-Modus gespielt wurde.

In Serien mit Best-of-Seven-Modus hatte das höher gesetzte Team in den ersten beiden Spielen Heimrecht, die nächsten beiden das gegnerische Team. Sollte bis dahin kein Sieger aus der Runde hervorgegangen sein, wechselte das Heimrecht von Spiel zu Spiel. So hatte die höher gesetzte Mannschaft in den Spielen 1, 2, 5 und 7, also vier der maximal sieben Spiele, einen Heimvorteil. In Serien mit Best-of-Three-Modus wechselte das Heimrecht von Spiel zu Spiel, sodass die höher gesetzte Mannschaft im ersten und im entscheidenden dritten Spiel vor heimischem Publikum spielte. Anzumerken ist jedoch, dass von der dargestellten Verteilung des Heimrechts aus verschiedenen Gründen regelmäßig abgewichen wurde.

Bei Spielen, die nach der regulären Spielzeit von 60 Minuten unentschieden blieben, folgte die Overtime. Sie endete durch das erste erzielte Tor (Sudden Death).

Qualifizierte Teams (1) (2) (3) (4) (5) (6)

Playoff-Baum

Viertelfinale (3) Toronto Maple Leafs – (4) New York Americans

(5) Detroit Red Wings – (6) Canadiens de Montréal

Halbfinale (1) Boston Bruins – (2) New York Rangers

(3) Toronto Maple Leafs – (5) Detroit Red Wings

Stanley-Cup-Finale (1) Boston Bruins – (3) Toronto Maple Leafs

Stanley-Cup-Sieger Stanley-Cup-Sieger75px|Logo der Boston BruinsBoston Bruins Torhüter: Frank Brimsek

Verteidiger: Dit Clapper, Jack Crawford, Flash Hollett, Jack Portland, Eddie Shore

Angreifer: Bobby Bauer, Roy Conacher, Bill Cowley, Woody Dumart, Harry Frost, Ray Getliffe, Red Hamill, Mel Hill, Gord Pettinger, Charlie Sands, Milt Schmidt, Cooney Weiland (C) Cheftrainer & General Manager: Art Ross In diesem Jahr wurden alle Spieler der Bruins, die in der Spielzeit zum Einsatz kamen und noch bei ihnen unter Vertrag standen, auf dem Stanley Cup verewigt. Pat McReavy, Terry Reardon und Jack Shewchuk hatten sich nach heutigen Maßstäben aufgrund zu weniger absolvierter Partien nicht automatisch für eine Berücksichtigung qualifiziert und werden offiziell nicht mehr zum Siegerteam gezählt.

Beste Scorer Abkürzungen: GP = Spiele, G = Tore, A = Assists, Pts = Punkte, PIM = Strafminuten; Fett: Bestwert Spieler Team GP G A Pts PIM Bill Cowley Boston 12 3 11 14 2 Gordie Drillon Toronto 10 7 6 13 4 Roy Conacher Boston 12 6 5 11 12 Mel Hill Boston 12 6 3 9 12 Syl Apps Toronto 10 2 6 8 2 Charlie Conacher Detroit 5 2 5 7 2 Erwin Chamberlain Toronto 10 2 5 7 4 Nick Metz Toronto 10 3 3 6 6 Milt Schmidt Boston 12 3 3 6 2 Bobby Bauer Boston 12 3 2 5 0

Beste Torhüter Die kombinierte Tabelle zeigt die drei besten Torhüter in der Kategorie Gegentorschnitt sowie den jeweils Führenden in Shutouts und Siegen.

Abkürzungen: GP = Spiele, Min = Eiszeit (in Minuten), W = Siege, L = Niederlagen, GA = Gegentore, SO = Shutouts, GAA = Gegentorschnitt; Fett: Bestwert; Sortiert nach Gegentorschnitt.Erfasst werden nur Torhüter mit 120 absolvierten Spielminuten. Spieler Team GP Min W L GA SO GAA Frank Brimsek Boston 12 863:46 8 4 18 1 1,25 Bert Gardiner NY Rangers 6 433:43 3 3 12 0 1,66 Turk Broda Toronto 10 616:20 5 5 20 2 1,95

Weblinks Stanley-Cup-Playoffs 1939 auf hockey-reference.com Alle Boxscores der Playoffs auf bigmouthsports.com (PDF-Dokument, 773 kB)

#1939 Kategorie:Eishockeyveranstaltung 1939