Brigitte Oertli (* 10. Juni 1962 in Egg) ist eine ehemalige Schweizer Skirennfahrerin.

Biografie Zu Beginn ihrer Laufbahn triumphierte sie gelegentlich bei Kombinationen und errang weitere 17 Podestplätze, ehe sie in der Saison 1987/88, beginnend mit dem Slalom vom 18. Januar 1988 in Saas-Fee, zwei Einzelrennen zu gewinnen vermochte.

Bei den Olympischen Spielen 1988 in Calgary gewann sie jeweils Silber in der Abfahrt (hinter Marina Kiehl) und in der Alpinen Kombination (hinter Anita Wachter). Bei den Weltmeisterschaften 1989 in Vail (USA) gewann sie in der Alpinen Kombination hinter Tamara McKinney und Vreni Schneider die Bronzemedaille.

Brigitte Oertli war bei neun Weltcuprennen erfolgreich. Sie ist eine der wenigen Athletinnen, die in Abfahrt, Slalom, Riesenslalom, Super-G und in der Alpinen Kombination Podestplätze erreichen konnten. Insgesamt wurde sie viermal Kombinations-Weltcupsiegerin. Sie gewann ausserdem am 22. Dezember 1987 einen nur zum Nationencup zählenden Parallel-Slalom in Bormio.Dreifache Schweizer Siege im Parallelslalom von Bormio. Brigitte Oertli und Zurbriggen souverän. In: Der Bund. 23. Dezember 1987, S. 24.

Nach einer nicht nach Wunsch verlaufenen Saison trat sie 1990 vom aktiven Skirennsport zurück.

Privates Brigitte Oertli lebte seit 2005 mit Hansruedi «Knö» Knöpfli (1966–2021) zusammen, mit dem sie seit 2002 die Swiss Marketing Academy betrieb. Aus einer früheren Beziehung hat Oertli einen Sohn.Ex-Lebenspartner starb mit 54. Todesdrama um Ex-Skistar Brigitte Oertli. In: Blick.ch. 13. Januar 2021.

Erfolge Olympische Spiele Sarajevo 1984: 12. Abfahrt Calgary 1988: 2. Abfahrt, 2. Kombination

Weltmeisterschaften Bormio 1985: 4. Kombination, 5. Slalom, 8. Abfahrt Crans-Montana 1987: 9. Super-G, 11. Riesenslalom, 14. Kombination Vail 1989: 3. Kombination

Weltcupwertungen Brigitte Oertli gewann viermal die Disziplinenwertung in der Kombination.

Saison Gesamt Abfahrt Super-G Riesenslalom Slalom Kombination Platz Punkte Platz Punkte Platz Punkte Platz Punkte Platz Punkte Platz Punkte 1981/82 59. 10 35. 2 – – – – 32. 4 23. 4 1982/83 35. 38 26. 11 – – – – 29. 5 11. 22 1983/84 16. 89 16. 23 – – 26. 11 16. 34 13. 24 1984/85 2. 218 3. 76 – – 17. 36 10. 58 1. 74 1985/86 5. 181 4. 82 – – 35. 6 5. 52 4. 41 1986/87 3. 206 7. 33 4. 49 8. 42 5. 77 1. 25 1987/88 2. 226 2. 119 17. 12 27. 4 12. 41 1. 50 1988/89 19. 60 26. 9 22. 8 – – 27. 7 1. 36 1989/90 40. 35 27. 5 – – – – 28. 5 3. 25

Weltcupsiege Datum Ort Land Disziplin 9. Dezember 1984 Davos Schweiz Kombination 11. Januar 1985 Bad Kleinkirchheim Österreich Kombination 11. Januar 1987 Mellau Österreich Kombination 13. Dezember 1987 Leukerbad Schweiz Kombination 18. Januar 1988 Saas-Fee Schweiz Slalom 24. Januar 1988 Bad Gastein Österreich Kombination 5. März 1988 Aspen USA Abfahrt 15. Januar 1989 Grindelwald Schweiz Kombination 10. Dezember 1989 Steamboat Springs USA Kombination

Weblinks

Einzelnachweise

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