Der Flugplatz Vogtareuth ist ein Sonderlandeplatz in der oberbayerischen Gemeinde Vogtareuth im Landkreis Rosenheim. Der Betreiber ist die Auer Flugplatz GmbH. Am Platz ansässig sind der Motorfliegerclub Rosenheim e. V., die Flugsportgruppe Bölkow e. V. und die Hagelabwehr Rosenheim.
Geografie Der Flugplatz liegt knapp zwei Kilometer östlich des historischen Ortskernes von Vogtareuth auf einer Höhe von im Flurstück Heubühlmoos. Das östliche Ende des Rollfeldes überbaut auf das Gebiet der Gemeinde Söchtenau hin. Naturräumlich befindet er sich im westlichen Chiemgau im Tal der Achel. Vier Kilometer westlich fließt der Inn.EDNV bei BayernAtlas 25 Kilometer südlich verläuft die Staatsgrenze zu Österreich.
Geschichte Der Flugplatz Vogtareuth wurde am 26. April 1971 mit Herrmann Selbertinger als Betreiber genehmigt. Seit den 1970er-Jahren wird von Vogtareuth aus Hagelabwehr durchgeführt. Herrmann Selbertinger war selbst Pilot bei der Hagelabwehr. In Vogtareuth sind zwei Hagelflugzeuge stationiert. Seit dem 1. Mai 2026 wird der Flugplatz durch die Auer Flugplatz GmbH betrieben.
Flugplatzanlagen Der Flugplatz verfügt über eine 597 m lange und 15 m breite Start- und Landebahn aus Asphalt (Richtung 06/24). Er ist zugelassen für Flugzeuge bis 2000 kg und Hubschrauber bis 5700 kg Höchstabfluggewicht (MTOW), Segelflugzeuge und Motorsegler. Starts und Landungen sind nur nach vorheriger Anmeldung möglich (PPR). Am Flugplatz sind Tankstellen für AvGas 100 LL und Jet A1 vorhanden. Es bestehen ein Wirtschaftsgebäude mit ebenerdigem Flugleitstand, zwei Hangars und ein Vereinsheim.
Über die Flugsportgruppe Bölkow kann eine Segelflugausbildung absolviert werden.
Zwischenfälle Am 24. Mai 1999 wurde bei einem Fehlstart ein Reisemotorsegler Hoffmann H36 schwer beschädigt.BFU-Jahresbericht 1999, 3X074-0/99 (.pdf) Am 14. August 2002 wurde eine von EDNV gestartete Dallach D4 nach drei Flugminuten instabil und stürzte in ein Moorgebiet, wobei der Pilot tödlich verletzt wurde.BFU-Bulletin August 2002, 3X185-0/02 (.pdf) Am 13. August 2012 stürzte eine am Flugplatz Vogtareuth stationierte und gestartete Cessna 172 (D-EIYL) nahe dem norwegischen Trondheim in ein Waldgebiet und zerschellte. Der Pilot und die beiden Fluggäste verloren hierbei ihr Leben.Unfallbericht Cessna 172RG D-EIYL, Aviation Safety Network WikiBase (englisch), abgerufen am 8. Oktober 2020.
Verkehr Gemeinde- und Kreisstraßen erschließen den Flugplatz über die Staatsstraße St 2359 zu der westlich verlaufenden Bundesstraße 15 hin. Der ÖPNV bedient den Flugplatz nicht direkt, jedoch kann in Vogtareuth zu der Buslinie 9415 zugestiegen werden, die nach Rosenheim fährt.
Weblinks Website des Betreibers Video, Flug von Landshut (EDML) nach Vilshofen (EDMV) und über Vogtareuth (EDNV) zurück (Youtubevideo 5:12)
Einzelnachweise
Vogtareuth Vogtareuth Kategorie:Vogtareuth Kategorie:Verkehrsbauwerk im Landkreis Rosenheim Kategorie:Erbaut in den 1970er Jahren Vogtar