Die CinemaxX Entertainment GmbH & Co. KG ist ein deutsches Kinounternehmen und Tochtergesellschaft von Vue Entertainment.
Unternehmen Die CinemaxX Holdings GmbH wurde als CinemaxX AG im Jahr 1998 gegründet. Das Unternehmen betreibt 29 Kinocenter der Marke CinemaxX in Deutschland, sowie drei weitere im Nachbarland Dänemark (Stand Juli 2012). Es war das erste an der Frankfurter Wertpapierbörse notierte Kinounternehmen. Im Rahmen der Übernahme durch die Vue Beteiligungs GmbH wurde am 25. April 2014 ein Börsen-Delisting durchgeführt. Unternehmensgründer und langjähriger Vorstandsvorsitzender war der hannoversche Kinobetreiber Hans-Joachim Flebbe. In einigen Städten, wie beispielsweise Hannover, spricht man daher manchmal auch von den Flebbe-Kinos.
Nach dem Rückzug von Flebbe in den Aufsichtsrat leitete der bisherige zweite Vorstand für „Personal, Finanzen und IT“, Christian Gisy, als alleiniger Vorstand/Geschäftsführer den Konzern bis Mitte 2008. Am 11. Dezember 2008 wurde Thilo Rieg zum zweiten Vorstand ernannt. Am 21. Januar 2009 schied Flebbe aus dem Aufsichtsrat aus, der gleichzeitig von zwölf auf sechs Mitglieder halbiert wurde.Flebbe nicht mehr im Aufsichtsrat, Hannoversche Allgemeine Zeitung vom 22. Januar 2009, Seite 14, Ressort Wirtschaft Zum 1. Juni 2012 trennte sich die CinemaxX AG vom bisherigen zweiten Vorstand Thilo Rieg in gegenseitigem Einvernehmen. Zum 4. Juli 2012 hat der Aufsichtsrat Christoph Ahmadi zum Vorstand bestellt. Seit Februar 2015 wird das Unternehmen durch Carsten Horn geführt.
Größter Aktionär war der Filmhändler Herbert Kloiber, dessen Tele München Gruppe ab dem 12. August 2009 rund 69 Prozent des größten deutschen Filmtheater-Konzerns besaß und durch eine Kapitalerhöhung im März 2010 seine Anteile auf 72,5 % gesteigert hatte.Kloiber übernimmt Mehrheit an Kinokette Cinemaxx dpa-AFX vom 12. August 2009 Am 10. Juli 2012 wurde bekannt, dass der britische Kinobetreiber Vue Entertainment die CinemaxX AG für etwa 174 Millionen Euro übernehmen möchte. Nach Übernahme von 95 Prozent der Anteile wurde im Oktober 2012 der Squeeze-out der Minderheitsaktionäre beantragtCinemaxX-Aktie: Squeeze-Out-Antrag der Vue Beteiligungs AG, aktiencheck.de, der am 6. Februar 2014 erfolgreich abgeschlossen wurde.
Im Zuge der Übernahme wurde die CinemaxX AG in die CinemaxX Holdings GmbH umgewandelt.
Insgesamt betreibt die CinemaxX Holdings GmbH in Deutschland und Dänemark zurzeit 33 Multiplex-Kinos mit 289 Leinwänden und rund 73.000 Plätzen. Neben den Multiplex-Kinos betreibt die CinemaxX Holdings GmbH noch ein traditionelles Kino, das Holi in Hamburg. Am Cinemaxx in Mannheim ist die CinemaxX Holdings GmbH mit zehn Prozent beteiligt, die übrigen 90 Prozent sind im Besitz der Cineplex-Gruppe. Die CinemaxX Holdings GmbH beschäftigt rund 2000 Mitarbeiter und hat ihren Sitz in Hamburg.
In Darmstadt eröffnete im Frühjahr 2000 ein Cinemaxx-Haus, das noch im selben Jahr von der Kinopolis-Gruppe übernommen wurde, aber noch bis zum Dezember 2013 den Cinemaxx-Schriftzug trug., Darmstädter Echo, abgerufen am 5. Dezember 2013
Geschichte mini|hochkant|Apollokino in Hannover, Limmerstraße mini|Hans-Joachim Flebbe am 15. November 2000 bei der Eröffnung des Cinemaxx Heilbronn Anfänge Im Jahr 1973 stieg Cinemaxx-Unternehmensgründer Hans-Joachim Flebbe in die Kinobranche ein. Als Student fragte er an der Kasse des Apollo-Kinos in Hannover, ob Filmvorschläge angenommen würden. Seine Programmgestaltung brachte dem vormals kriselnden Theater wieder ausverkaufte Vorstellungen.
Im Jahr 1977 eröffnete Flebbe sein erstes eigenes Kino in Hannover am Raschplatz. Bereits ein Jahr später erhielt das Kino am Raschplatz eine Auszeichnung für ein „hervorragendes Jahresprogramm“ vom Bundesministerium des Innern. In den 1980er Jahren übernahm das Unternehmen zahlreiche andere Kinos in Deutschland, darunter das Holi in Hamburg und die Lupe-Kinos in Braunschweig und Berlin.
Einstieg ins Multiplex-Geschäft 1989 gründete Hans-Joachim Flebbe gemeinsam mit den Medienunternehmern Rolf Deyhle und Bodo Scriba die Cinemaxx-Gesellschaft. Am 8. März 1991 wurde das erste Cinemaxx in Hannover eröffnet. Noch am 11. Dezember desselben Jahres folgte das Haus in Essen,Licht und Schatten im Cinemaxx, WAZ, Lokalteil Essen, 10. Dezember 2011 das mit seinen 16 Sälen und insgesamt 5300 Plätzen bis heute das größte Multiplex-Kino in Deutschland ist. Schon im Jahr 1992 war das Cinemaxx Hannover das wirtschaftlich erfolgreichste Kino in Deutschland, gefolgt vom Cinemaxx Essen. Auf der Brüsseler Fachmesse Cinema EXPO wurde Flebbe als „Pionier des Jahres 1992“ ausgezeichnet.
Expansion mini|Leuchtreklame am Cinemaxx Hannover-Nikolaistraße (bis 1. August 2013) 1993 wurden das Maxx in München und im Jahr 1995 die Cinemaxx-Kinos in Kiel und Halle eröffnet. Weitere Neueröffnungen im Jahr 1996 waren die Häuser in Magdeburg und Göttingen.
Am 3. Oktober 1996 kam das „Filmfestspielhaus“ Cinemaxx Hamburg-Dammtor hinzu, gelegen südöstlich des gleichnamigen Bahnhofs. Der Saal 1 war mit 969 Sitzplätzen – der für die Werbung großzügig auf 1001 Plätze „virtuell erweitert“ wurde – der größte Saalneubau Deutschlands, nachdem die Kinobranche in den 1970er und 1980er Jahren in entgegengesetzter Richtung auf den Umbau von großen Kinos in Kinocenter mit teilweise winzigen Räumen gesetzt hatte („Schachtelkinos“). Im Lauf der Jahre fanden hier mehrere große Premieren in Anwesenheit vieler Stars statt, so unter anderem von Contact mit Jodie Foster, Eyes Wide Shut mit Tom Cruise und Nicole Kidman, Postman mit Kevin Costner oder 2004 die Deutschlandpremieren von Catwoman und Der Polarexpress.
Im Jahr 1997 baute Cinemaxx fünf weitere Multiplexe in Deutschland, darunter das Cinemaxx Berlin-Colosseum. Im Jahr 1998 folgten Cinemaxxe in Bremen, Regensburg, Mülheim an der Ruhr, Berlin-Hohenschönhausen, Bielefeld und das Filmfestspielhaus Cinemaxx Berlin-Potsdamer Platz, das jährlich auch für die Berlinale genutzt wird. In den Jahren 1999 und 2000 kamen insgesamt weitere zwölf Kinokomplexe hinzu. Die letzten in Deutschland eröffneten Cinemaxx-Kinos waren die in Heilbronn, Wolfsburg, Dresden und Braunschweig (2000), das zweite Cinemaxx-Kino in Hannover (14. Dezember 2000), Stuttgart, Delmenhorst (2001) sowie Halle-Neustadt (2002).
Übernahme der Ufa-Kinos Im Jahr 2000 übernahm die CinemaxX AG durch eine Kapitalbeteiligung und einen Geschäftsbesorgungsvertrag die operative Leitung der Ufa-Kinos. Durch diesen Zusammenschluss entstand mit 623 Leinwänden an 54 Standorten mit rund 30 Millionen Kinobesuchern (1999) Deutschlands zu dieser Zeit größter Kinounternehmensverbund.Fusion zum größten Multiplex-Konzern Deutschlands – Senator Film mit 25 Prozent an Cinemaxx beteiligt, tagesspiegel.de Die Kooperation währte jedoch nur wenige Monate, da nach dem Multiplex-Bauboom bei abnehmenden Besucherzahlen viele Städte überversorgt waren und die Cinemaxx- und Ufa-Theater an einigen Standorten zudem in direkter Konkurrenz standen.Rückschlag für Flebbe, spiegel.de 2003 übernahm der Konkurrent Cinestar die Ufa-Kinos und löste Cinemaxx als Branchenprimus ab.Kieft & Kieft kauft die Ufa-Kette, spiegel.de
2009–2019 Im Sommer 2009 wurde bekannt, dass Cinemaxx bis Ende des Jahres deutschlandweit in 60 Sälen Technik zum Vorführen von 3D-Filmen installieren wird. Dazu investierte die Firma über fünf Millionen Euro. Zum Einsatz kommt Technik von Sony und Real-D unter dem Namen MaxXimum 3D. Die maximale Auflösung soll 4K (bei 3D-Filmen 2K) betragen.
Zum 1. August 2013 wurde das 1991 als erstes Cinemaxx-Kino überhaupt eröffnete Cinemaxx in der hannoverschen Nikolaistraße geschlossen. Die CinemaxX AG konnte sich nicht mit Hans-Joachim Flebbe, der die Immobilie 2012 gekauft hat, auf eine Verlängerung des Mietvertrages einigen.Aus für das Cinemaxx Nikolaistraße, haz.de Ein Jahr später öffnete das ehemalige Cinemaxx nach Umbauten zu „Deutschlands größtem Premium-Kino“ mit erhöhtem Komfort und wieder unter Flebbes Regie unter dem Namen Astor Grand Cinema, nun in der Stadt in Konkurrenz zum weiter bestehenden Cinemaxx-Kino.
Im Oktober 2018 gab der Mutterkonzern Vue bekannt, auch den Konkurrenten Cinestar zu übernehmen. Voraussetzung des Bundeskartellamtes war u. a. der Verkauf einiger Cinestar-Kinos sowie des Cinemaxx in Mülheim an der Ruhr. Bedingt durch die COVID-19-Pandemie und die damit verbundenen monatelangen Kinoschließungen wurde die Übernahme nicht vollzogen.Verkauf wegen Corona geplatzt: Mülheimer Cinemaxx bleibt, In Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 26. Februar 2021, abgerufen am 16. Juli 2021
Seit 2020 Während der Pandemie nutzte man die Zeit der geschlossenen Kinos und reduzierte in 11 CinemaxX-Häusern die Sitzplätze drastisch und baute stattdessen elektrische Liegesitze – sogenannte Recliner – ein.
Im Januar 2026 wurde bekannt, dass das Unternehmen damit beginnen wolle, das Vue-eigene Premium Large Format EPIC an fünf deutschen Standorten einzuführen. Das Kino in Bielefeld sollte im März desselben Jahres der erste Standort werden, der das neue Format unterstützt. Weitere Umrüstungen an den Standorten Freiburg, Hamburg-Wandsbek, Stuttgart (SI-Centrum) und Berlin sollten bis Juni 2026 folgen. Der ursprüngliche Zeitplan musste im Laufe des Jahres jedoch angepasst werden, wodurch das am 27. August 2026 wiedereröffnete Kino im SI-Centrum in Stuttgart – welches seit Juli 2025 aufgrund eines Wasserschadens geschlossen war – den ersten EPIC-Saal Deutschlands erhielt. Neben dem Umbau eines Saals auf das neue Projektionsformat wurde zudem die Bestuhlung in sämtlichen Sälen erneuert sowie das neue Gastronomiekonzept „Your Way“ mit Selbstbedienung und einem größeren Angebot an Speisen eingeführt.
Cinemaxx im Ausland Auch im Ausland hat die CinemaxX AG Kinos eröffnet. Nach der ersten Eröffnung eines Cinemaxx in Ankara (Türkei) im Jahr 1998 wurden weitere Kinos in Europa eröffnet, in Emmenbrücke in der Schweiz (2000), in Odense, Kopenhagen und Aarhus (alle drei Dänemark) sowie in Barcelona wie auch in anderen Teilen Spaniens.
Abgesehen von den dänischen Kinos wurden die Auslandsbeteiligungen zwischenzeitlich alle wieder verkauft.
Kino-Standorte Nur die aktuell betriebenen Standorte sind aufgelistet (Stand: 19. Januar 2025).
Deutschland Für das eigenständige Cinedom in Köln besteht nur eine Kooperation mit CinemaxX. Ort Eröffnung Säle Sitzplätze Bild Augsburg 9 2427 Berlin-Potsdamer Platz 19 3539 90px Bielefeld 8 2648 90px Bremen 10 3053 90px Dresden 8 1991 70px|Dresden Essen 16 5067Kinosäle Essen 90px Freiburg 9 2210 90px Göttingen 9 1725 90px Halle 10 2250 90px Hamburg-Dammtor 8 2730 90px Hamburg-Harburg 7 1691 90px Hamburg-Wandsbek 5 1411 90px Hannover-Raschplatz 10 2105 Heilbronn 6 573 80px|Heilbronn Kiel 10 3090 90px Krefeld 10 2228 90px Magdeburg 9 2694 90pxMülheim an der Ruhr 11 2999 München 7 1501 Offenbach 7 1650 Oldenburg 8 2000 rahmenlos|90x90px Regensburg 8 2052 90px Sindelfingen 9 1699 Stuttgart an der Liederhalle 6 1526 Stuttgart im SI-Centrum 6 1500 90px Trier 7 1818 90px|Trier Wolfsburg 7 1636 Wuppertal 9 2733 90px Würzburg 7 1846 90px
Ausland Ort Land Eröffnung Säle Sitzplätze Bild Aarhus Dänemark 10. Oktober 2003 11 2011 Kopenhagen Dänemark 6. Oktober 2000 10 3200 Odense Rosengård Bio Dänemark übernommen im Juli 2000 7 977
Sonderveranstaltungen mini|Cinemaxx neben dem Rhein-Ruhr Zentrum