mini|Monika Sommer (2015)
Monika Sommer-Sieghart, auch Monika Sommer, (* 30. November 1974 in LinzderStandard.at: Monika Sommer-Sieghart wird Direktorin. 26. Jänner 2017, abgerufen am 17. März 2018.) ist eine österreichische Historikerin und Kuratorin. Seit Februar 2017 ist sie Gründungsdirektorin des Hauses der Geschichte Österreich (hdgö).
Leben Monika Sommer besuchte das wirtschaftskundliche Realgymnasium an der Schule der Kreuzschwestern Linz.Oberösterreichische Nachrichten: Österreichs Identität auf der Spur. 10. Juni 2017, abgerufen am 6. September 2018. Danach studierte sie Geschichte und Fächerkombination Europäische Ethnologie, Kunstgeschichte und Germanistik in Graz. Ihr Studium schloss sie 1999 an der Universität Graz als Magistra ab.Fremd- oder Selbstbestimmung? : sozialgeschichtliche Aspekte des Alltags in den Barackenlagern in Linz nach dem Zweiten Weltkrieg ; am Fallbeispiel Linz-Ebelsberg. Diplomarbeit 1999, Universität Graz. An der Universität Wien promovierte sie 2003 mit einer Dissertation über die Geschichte des Landesmuseums Joanneum.Museum, Gedächtnis, Identität : museologisch-kulturwissenschaftliche Beiträge zur Geschichte des steiermärkischen Landesmuseums Joanneum. Dissertation. Universität Wien, 2003.
Von 1999 bis 2003 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin der damaligen Kommission für Kulturwissenschaften und Theatergeschichte der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW).Österreichische Akademie der Wissenschaften: Assoziierte wissenschaftliche MitarbeiterInnen: Monika Sommer. Abgerufen am 17. März 2018. 2001 bis 2005 war sie außerdem Lektorin an der Universität Wien, der Universität Klagenfurt und der Webster University Vienna.Forum Alpbach: Monika Sommer-Sieghart. Abgerufen am 17. März 2018.
Von 2003 bis 2013 war sie am Wien Museum tätig, zunächst bis 2008 als Assistentin von Wolfgang Kos, anschließend als Kuratorin. Seit 2006 ist sie Co-Leiterin eines Masterlehrgangs für Ausstellungstheorie und -praxis an der Universität für angewandte Kunst Wien in Museen. Einen Lehrauftrag hatte sie außerdem an der Universität Linz. Im Rahmen von Linz 2009 – Kulturhauptstadt Europas kuratierte sie gemeinsam mit Dagmar Höss und Heidemarie Uhl das Projekt In Situ.Zeitgeschichte findet Stadt, für das Dommuseum Wien und das Tiroler Landesmuseum war sie beratend tätig. Von 2014 bis 2016 war sie Leiterin des Kulturprogramms des Europäischen Forums Alpbach und verantwortete als Kuratorin mehrere Ausstellungsprojekte z. B. im Äußeren Burgtor am Wiener Heldenplatz.. Abgerufen am 17. März 2018.
Anfang 2017 wurde sie von der Generaldirektorin der Österreichischen Nationalbibliothek, Johanna Rachinger, zur Gründungsdirektorin des neu geschaffenen Hauses der Geschichte Österreich (HDGÖ) bestellt, das im November 2018 zum 100. Jahrestag der Ausrufung der Republik in der Neuen Burg am Heldenplatz eröffnete.Österreichische Nationalbibliothek: Monika Sommer-Sieghart ist HGÖ-Direktorin. Pressemeldung vom 26. Jänner 2017, abgerufen am 17. März 2018. Der Vertrag von Monika Sommer als Direktorin des HDGÖ wurde zunächst bis Februar 2022 abgeschlossen. Im November 2021 wurde ihr Vertrag um weitere fünf Jahre verlängert.
Seit November 2025 gehört Monika Sommer dem wissenschaftlichen Beirat des Deutschen Historischen Museums an.
Monika Sommer ist Vorstandsmitglied von schnittpunkt. ausstellungstheorie & praxis und Vizepräsidentin des Österreichischen Museumsbundes sowie Mitglied der Militärhistorischen Denkmalkommission des Bundesministeriums für Landesverteidigung. Zudem ist sie seit mehr als 20 Jahren Co-Leiterin des /ecm-Masterstudiums ausstellungstheorie & praxis an der Universität für angewandte Kunst Wien. Monika Sommer ist weiters Mitglied des 15-köpfigen wissenschaftlichen Beirates des in Entstehung begriffenen Haus der Geschichte Nordrhein-Westfalen. 2023 wurde sie neben Oliver Rathkolb, Helmut Wohnout und Georg Marschnig Mitglied im wissenschaftlichen Beirat des Dokumentationsprojektes Via Austriae von ORF III, in dem über vier Jahre, vier Staffeln und 40 Folgen mehr als 1000 Jahre österreichischer Geschichte betrachtet werden soll.
Auszeichnungen und Nominierungen 2001: Wissenschaftspreis der Arbeiterkammer Oberösterreich 2010: Theodor-Körner-Preis – Preis der Stadt Wien für Kuratoren-Tätigkeit. Abgerufen am 17. März 2018. 2019: Nominierung durch die Tageszeitung Die Presse zur Österreicherin des Jahres in der Kategorie Kulturerbediepresse.com - Austria 19. Abgerufen am 6. Oktober 2019. 2021: Preis der Stadt Wien für Volksbildung
Publikationen (Auswahl) mit Moritz Csáky und Jacques Le Rider: Transnationale Gedächtnisorte in Zentraleuropa. Studien-Verlag, Innsbruck/Wien/München/Bozen 2002, ISBN 3-7065-1809-0. mit Michaela Lindinger: Die Augen der Welt auf Wien gerichtet: Gipfel 1961 Chruschtschow-Kennedy. Wien Museum, StudienVerlag, Innsbruck 2005, ISBN 3-7065-4086-X. mit Marcus Gräser und Ursula Prutsch: Imaging Vienna. Innensichten, Außensichten, Stadterzählungen. Turia und Kant, Wien 2006, ISBN 3-85132-436-6. Hieronymus Löschenkohl: Sensationen aus dem alten Wien. Brandstätter Verlag, Wien 2009, ISBN 978-3-85033-314-6. mit Heidemarie Uhl: Mythos Alt-Wien: Spannungsfelder urbaner Identitäten. Wien Museum. StudienVerlag, Innsbruck / Wien / Bozen 2009, ISBN 978-3-7065-4386-6 k mit Charlotte Martinz-Turek: Storyline: Narrationen im Museum. Turia + Kant, Wien 2009, ISBN 978-3-85132-547-8. mit Alexandra Steiner-Strauss: Gustav Klimt und Wien: Spaziergänge zu den Orten seines Wirkens. Metroverlag, Wien 2012, ISBN 978-3-99300-068-4. mit Birgit Johler und Alexandra Steiner: Anna Freud in Wien: ein Rundgang zu Orten der Psychoanalyse. Verlag Turia + Kant, Wien/Berlin 2016, ISBN 978-3-85132-777-9. mit Heidemarie Uhl und Klaus Zeyringer: 100 × Österreich: Neue Essays aus Literatur und Wissenschaft. Kremayr & Scheriau, Wien 2018, ISBN 978-3-218-01131-0. The Voices. Eine temporäre Klanginstallation von Susan Philipsz am Wiener Heldenplatz anlässlich des Gedenkjahres 2018, Wien 2018, ISBN 978-3-01-000043-7. mit Michaela Raggam-Blesch, Heidemarie Uhl: Nur die Geigen sind geblieben. Alma & Arnold Rosé, Wien 2019, ISBN 978-3-01-000046-8. mit Nicole-Melanie Goll, Stefan Benedik, Georg Hoffmann, Brigit Johler, Eva Meran, Heidemarie Uhl: Was ist Österreich? Menschen und Geschichten in 101 Objekten, Wien 2019, ISBN 978-3-01-000047-5.
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Einzelnachweise
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