Das französische Régiment d’Agénois wurde 1692 als erstes von zwei Regimentern dieses Namens aufgestellt. (Das zweite Régiment d’Agénois datiert aus dem Jahre 1776 und wurde 1791 zum 16e régiment d’infanterie.)

Aufstellung und signifikante Änderungen 4. Oktober 1692: Aufstellung des „Régiment d’Agénois“ unter dem Namen dieser Provinz. Es war somit ein Regiment der Krone, Regimentsinhaber war der König selbst. 18. Februar 1749: Auflösung. Die Grenadiere wurden in das Régiment des Grenadiers de France und der Rest in das Régiment de Berry eingegliedert.

Regimentsfahnen Das Regiment führte eine weiße Leibfahne und zwei Ordonnanzfahnen. Bei letzteren gibt es unterschiedliche Angaben. Es existieren zwei bildliche Darstellungen und für die dritte eine ungenaue Beschreibung aus dem Jahre 1739 (jaunes & gris de lin façonnez dans les 4 quarrez, & croix blanches). Durchaus möglich und nicht unüblich war es, dass die Fahnen mit dem Wechsel der Kommandanten ausgetauscht wurden.

Uniformierung Zuletzt trug die Einheit einen weißen Rock mit roten Aufschlägen und silbernen Knöpfen bzw. Borten am Hut. Dazu eine weiße Weste, Hose und Gamaschen.

Mestres de camp/Colonels / Chefs de brigade Mestre de camp war von 1569 bis 1661 und von 1730 bis 1780 die Rangbezeichnung für den Regimentsinhaber und/oder für den mit der Führung des Regiments beauftragten Offizier.

Sollte es sich bei dem Mestre de camp/Colonel um eine Person des Hochadels handeln, die an der Führung des Regiments kein Interesse hatte, so wurde das Kommando dem „Mestre de camp lieutenant“ (oder „Mestre de camp en second“) respektive dem Colonel-lieutenant oder Colonel en second überlassen. 4. Oktober 1692: Antoine Clériadus, comte de Choiseul-Beaupré 2. März 1705: Henri Louis de Choiseul, marquis de Meuse 30. Juli 1712: Victor de Broglie, Sohn von Victor-Maurice, comte de Broglie 17. Oktober 1717: Gilles de Carné, marquis de Trécesson 1. Februar 1719: Louis Auguste de Bourbon-Malauze, marquis de Malauze 1. August 1731: Armand de Bourbon, comte de Malauze (Bruder des Vorgängers) 13. Mai 1744: Louis François, marquis de Monteynard

Gefechtskalender Pfälzischer Erbfolgekrieg

1693 bis 1694: Feldzüge in Deutschland 1695 bis 1697: Feldzüge in Flandern, Gefecht bei Ath Spanischer Erbfolgekrieg

1701: Feldzug in Flandern 1702: bei Nimwegen, Feldzug am Rhein, Schlacht bei Friedlingen 1703: Belagerung der Festung Kehl, Feldzug in Bayern 13. August 1704: Schlacht bei Höchstädt; das 1. Bataillon geriet in Gefangenschaft. 1706: Feldzug in Flandern, Schlacht bei Ramillies 11. Juli 1708: Schlacht bei Oudenaarde 11. September 1709: Schlacht bei Malplaquet 24. Juli 1712: Schlacht bei Denain; der Colonel wurde sehr schwer verwundet. Polnischer Thronfolgekrieg

1734: Feldzug am Rhein, Belagerung von Philippsburg (2. Juni bis 18. Juli) 1735: Gefecht bei Klausen Friedenszeit 1739–1740: Das Regiment war auf Korsika stationiert. Österreichischer Erbfolgekrieg

1742: Feldzug im Kurfürstentum Bayern; Kämpfe bei Braunau, Verteidigung von Deggendorf 1743: Garnison in Bitche 1744: Bis zum Friedensschluss war das Regiment in den Alpen stationiert, danach wurde es aufgelöst.

Literatur Pierre Lemau de la Jaisse: Cinquième abrégé de la carte générale du militaire de France, sur terre et sur mer. Depuis Novembre 1737 jusqu’en Décembre 1738. Gandouin et al., Paris 1739, . M. Pinard: Chronologie historique-militaire. Band 5 () und 8 (). Claude Hérissant, Paris 1762 und 1778. Commandant Labouche: Agénois – Régiment du roi. In: Revue de l’Agenais. Band 46, 1919, S. 185–208, 269–309 ().

Weblinks Général Susane: . Librairie militaire de J. Dumaine, Paris 1976 (s. Agénois, S. 114; Auszug aus Histoire de l’infanterie française; PDF; 4 kB) Lucien Mouillard: Planche d’infanterie française de Régiments sous Louis XV. Website der Praetiriti Fides, Exemplumque Futuri (PFEF) (s. 111 Agénois; Ancien Régime)

Agenois, Regiment de Agenois Agenois Agenois Agenois