mini|Tazaki Sōun Tazaki Sōun (, wirklicher Name Tazaki Un (); geb. 15. November 1815 in Edo (heute: Tokio); gest. 1. September 1898) war ein japanischer Maler der Nanga-Schule während der späten Edo-Zeit und der Meiji-Zeit.
Leben und Werk Tazaki Sōun wurde als Sohn eines einfachen Samurai, der im Dienst der Daimyō von Ashikaga stand, in Edo geboren. Er interessierte sich von klein auf für die Malerei, unterstützte dann vor Meiji-Restauration die kaiserliche Seite und stellte eine Freiwilligen-Truppe unter dem Namen Seishintai () auf. Danach schied er aus den Diensten aus und reiste durchs Land, um die Werke der chinesischen Meister der Song- und Ming-Zeit, wie Liu Sung-nien (1174–1224), Qiu Ying (1494?–1552) und Shen Zhou (1427–1509) zu studieren. Er bildete sich weiter unter Kanai Ushū, Katō Baiō der Maruyama-Shijō-Schule, und unter Haruki Nammei und Tani Bunchō. Auf der Basis dieser Ausbildung entwickelte er seine eigene Variante der Nanga-Malerei. Er wurde 1890 Kunstsachverständiger des kaiserlichen Haushalts (, Teishitsu gikeiin) und Mitglied der Akademie der Künste. Er wurde mit der Ausgestaltung der Decken und Schiebetüren (, Fusuma-e) in einem der kaiserlichen Paläste beauftragt.
Tazakis Arbeiten basieren hauptsächlich auf denen Harukis, zeigen einen Einfluss der chinesischen Malerei, wobei er den Stil der sogenannten Nord-Schule mit dem der Süd-Schule verband. Aber auch Einflüsse der Rimpa-Schule und des Yamato-e sind zu spüren. Eine Bilderserie ist zusammengefasst unter Bukozanga-satsu (). – Zu seinen Schülern gehört Komuro Suiun.
1968 wurde in Ashikaga eine Gedenkmuseum für Tazaki (, Sōun bijutsukan) eröffnet.
Bilder
Literatur Tazawa, Yutaka: Tazaki Sōun. In: Biographical Dictionary of Japanese Art. Kodansha International, 1981. ISBN 0-87011-488-3. Laurance P. Roberts: Sōun. In: A Dictionary of Japanese Artists. Weatherhill, 1976. ISBN 0-8348-0113-2.
Weblinks
Sōun-Kuntmuseum in Ashikaga
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