rechts|150px|Olympische Ringe rechts|150px|klasse=skin-invert-image|Eishockey
Die Qualifikation zum olympischen Eishockeyturnier der Herren 2002 wurde zwischen September 1999 und Februar 2001 ausgetragen. Zuvor hatten sich bereits acht der 14 Teilnehmer durch ihre Platzierungen bei den Olympischen Winterspielen 1998 in Nagano und der A-Weltmeisterschaft 1999 direkt qualifiziert und mussten kein weiteres Qualifikationsturnier ausspielen.iihf.com, 2002 Olympic Winter Games, Salt Lake City – Qualification System and Competition Format to the Men's Tournament Die sechs verbleibenden Plätze wurden in einem mehrstufigen System ausgespielt und schließlich von den Nationalmannschaften Deutschlands, Frankreichs, Lettlands, Österreichs, Belarus’ und der Ukraine gewonnen. Die japanische, italienische und kasachische Nationalmannschaft, die bei den Spielen vor vier Jahren noch allesamt vertreten waren, verpassten hingegen die Qualifikation. + Übersicht Turnier Ort Datum Teil-nehmer Zuschauerinsgesamt Spiele ø Qualifikation Gruppe A Oslo 8. Februar 2001 – 11. Februar 2001 4 8.439 6 1.406 Qualifikation Gruppe B Klagenfurt am Wörthersee 8. Februar 2001 – 11. Februar 2001 4 8.700 6 1.450 Vorqualifikation Gruppe 1 Ljubljana 10. Februar 2000 – 13. Februar 2000 4 8.193 6 1.365 Vorqualifikation Gruppe 2 Tallinn 10. Februar 2000 – 13. Februar 2000 4 6 Vorqualifikation Gruppe 3 Danzig 10. Februar 2000 – 13. Februar 2000 4 6 Vorqualifikation Gruppe 4 RødovreOdense 10. Februar 2000 – 13. Februar 2000 4 6 Regionale Vorqualifikation Asien Aomori 5. September 1999 2 1.550 1 1.550 Regionale Vorqualifikation Europa Sofia 11. Dezember 1999 – 12. Dezember 1999 2 2
Direkte Qualifikation Für das Turnier qualifizierten sich die ersten sechs Nationen der Olympischen Winterspiele 1998 in Nagano direkt. Dazu kamen bei der A-Weltmeisterschaft 1999 die beiden bestplatzierten Mannschaften, die nicht bereits durch die Olympischen Winterspiele qualifiziert waren: Rang Land WM-Gruppe 1 A 2 A 3 A 4 A 5 A 6 A 7 A 8 A 9 A 10 A 11 A 12 A 13 A 14 A 15 A 16 A 17 B 18 B 19 B 20 B
Modus Die Nationalmannschaften ab dem neunten Rang der Weltmeisterschaft 1999 spielten zwischen September 1999 und Februar 2001 die sechs verbleibenden Plätze in Qualifikationsturnieren aus. Insgesamt meldeten 22 Länder für die sechs Turniere und zwei Vorqualifikationsduelle.
An den regionalen Vorqualifikationsspielen in Asien und Europa nahmen insgesamt vier Mannschaften teil. Die beiden Sieger der Duelle erreichten die Vorqualifikation, wo sie auf die 14 Mannschaften trafen, die bei den Weltmeisterschaften 1999 die Ränge 13 bis 27 belegt hatten. Die einzige Ausnahme war Japan, das den Weg über die regionale Vorqualifikation in Asien gehen musste. Schlussendlich bestand das Teilnehmerfeld der ersten Runde aus vier A-, den acht B- und vier C-Weltmeisterschaftsteilnehmern, die in vier Gruppen à vier Mannschaften aufgeteilt wurden und eine Einfachrunde absolvierten.
Die vier Gruppensieger der ersten Runde erreichten die finale Qualifikationsrunde und trafen dort auf die vier Mannschaften, die bei der A-Weltmeisterschaft 1999 den neunten bis zwölften Rang belegt hatten. Erneut wurde zwei Vierergruppen eine Einfachrunde gespielt, aus denen sich jeweils die drei Erstplatzierten für das Olympiaturnier qualifizierten.
Regionale Vorqualifikation Die Vorqualifikationsspiele fanden zwischen September und Dezember 1999 sowohl in Europa als auch in Asien statt. Dort wurden die beiden verbliebenen freien Plätze in der ersten Qualifikationsrunde vergeben.
Asien Im Rahmen der Fernost-Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2000 im japanischen Aomori wurde das Spiel zwischen Gastgeber Japan und der Volksrepublik China am 5. September 1999 zusätzlich als Qualifikationsspiel für die erste Qualifikationsrunde der Olympischen Winterspiele gewertet. Dabei setzte sich Japan deutlich mit 5:0 durch und wurde anschließend als fünftbestes der qualifizierten Erstrundenteams in die Gruppe 4 gesetzt. mini|Blick auf den Wintersportpalast in Sofia (rechts)
Europa Da Jugoslawien aufgrund der Kosovo-Krise 1999 von der Weltmeisterschaft ausgeschlossen worden war, die Boykott-Maßnahmen mittlerweile aber wieder aufgehoben worden waren und Kroatien es versäumt hatte, eine Mannschaft für die Qualifikation zu melden, fanden im Vorfeld der ersten Qualifikationsrunde im Dezember 1999 zwei Ausscheidungsspiele zwischen Jugoslawien und Bulgarien, dem schwächsten gemeldeten Team der C-Gruppe, in der bulgarischen Hauptstadt Sofia statt.
Jugoslawien konnte beide Spiele im 4.600 Zuschauer fassenden Wintersportpalast Sofia mit einem Gesamtresultat von 14:10 für sich entscheiden und erreichte damit die Vorqualifikation, wo es als schlechtestes Team der Setzliste in die Gruppe 1 gruppiert wurde.
Vorqualifikation Die Vorqualifikation fand vom 10. bis 13. Februar 2000 statt. Dabei fungierten die Mannschaften, die die Weltmeisterschaften 1999 auf den Plätzen 13 bis 15 sowie 1 abgeschlossen hatten – Japan hatte sich als 16. der A-Weltmeisterschaft erst über die Asien-Qualifikation für das 16-köpfige Teilnehmerfeld qualifiziert – als Gruppenköpfe. Dies waren Italien, Frankreich, die Ukraine und Dänemark. Als Ausrichter fungierten hingegen Slowenien und Estland mit den Hauptstädten Ljubljana und Tallinn, das polnische Danzig sowie Dänemark mit den Städten Odense und Rødovre. Dänemark war damit als einziger Gruppenkopf auch Ausrichter eines Turniers.
Der jeweilige Sieger jeder Gruppe qualifizierte sich schließlich für die Qualifikationsendrunde.
Gruppe 1 Olympiaqualifikation, Gruppe 1 Anzahl Nationen 4 Qualifikant Austragungsort(e) Ljubljana, Slowenien Eröffnung 10. Februar 2000 Schlusstag 13. Februar 2000 Zuschauer 8.193 (1.365 pro Spiel) Tore 55 (9,17 pro Spiel) Auszeichnungen Topscorer (je 6 Punkte)
Die Spiele der Gruppe 1 wurden in der Hala Tivoli in der slowenischen Hauptstadt Ljubljana, der 4.500 Zuschauer fassenden Heimspielstätte des HDD Olimpija Ljubljana aus der Slovenska hokejska liga, ausgetragen.
In der Gruppe 1 trafen die drei gesetzten Mannschaften aus Italien, Deutschland und Slowenien auf den Qualifikanten aus Jugoslawien. Italien ging dabei – als topgesetzte Mannschaft der ersten Runde aufgrund ihrer Platzierung bei der Weltmeisterschaft im Vorjahr – als klarer Favorit ins Turnier, während Deutschland, deren Nationalteam sich seit der verpassten Qualifikation zur A-Weltmeisterschaft 1999 in der Krise befand, nur Außenseiterchancen eingeräumt wurden. An den ersten beiden Turniertagen gab sich Italien keine Blöße und stand nach deutlichen Siegen über Gastgeber Slowenien und Jugoslawien mit einem Torverhältnis von 20:0 an der Tabellenspitze. Deutschland hatte währenddessen seine Chancen gewahrt und ebenfalls beide Mannschaften besiegt. Aufgrund des schlechteren Torverhältnisses von 19:2 im Vergleich zu den Italienern war im abschließenden Turnierspiel aber ein Sieg im direkten Vergleich nötig, während Italien ein Remis zum Erreichen der zweiten Runde ausreichte. Nach der frühen deutschen Führung konnten die favorisierten Italiener im Schlussdrittel den Ausgleich erzielen und sahen bis acht Sekunden vor Spielende wie der Turniersieger aus, ehe Deutschland acht Sekunden vor der Schlusssirene den Siegtreffer erzielte und sich damit als Gruppenerster für die zweite Runde qualifizierte.
In der Scorerwertung lagen am Turnierende der Italiener Maurizio Mansi und der Slowene Tomaž Vnuk mit je sechs Scorerpunkten in Front, darunter befanden sich bei beiden zwei Tore. Der Deutsche Tino Boos und der Slowene Ivo Jan waren mit jeweils vier Toren, die sie allesamt in einer Partie erzielten, die besten Torschützen des Turniers. Insgesamt besuchten 8.193 Zuschauer die sechs Qualifikationsspiele, was einem Schnitt von 1.365 pro Spiel entspricht. Austragungsort Ljubljana, Slowenien Spielstätte Hala Tivoli Kapazität: 4.500 mini|zentriert|x160px|Fassade der Hala Tivoli
Pl. Sp S U N Tore Punkte 1. 3 3 0 0 21:3 6:0 2. 3 2 0 1 21:2 4:2 3. 3 1 0 2 13:12 2:4 4. 3 0 0 3 0:38 0:6 Abkürzungen: Pl. = Platz, Sp = Spiele, S = Siege, U = Unentschieden, N = Niederlagen Erläuterungen:
Gruppe 2 Olympiaqualifikation, Gruppe 2 Anzahl Nationen 4 Qualifikant Austragungsort(e) Tallinn, Estland Eröffnung 10. Februar 2000 Schlusstag 13. Februar 2000 Tore 49 (8,17 pro Spiel)
Das Qualifikationsturnier der Gruppe 2 fand in der estnischen Hauptstadt Tallinn statt. Dort diente die neu erbaute Haabersti Jäähall mit einer Zuschauerkapazität von 750 Plätzen als Austragungsort der sechs Turnierspiele.
Neben den estnischen Gastgebern nahmen mit Kasachstan und Litauen zwei weitere Nationalmannschaften der B- und C-Weltmeisterschaft aus Osteuropa teil. Hinzu kam mit der Ukraine eine weitere ehemalige Sowjetrepublik, die allerdings der A-Weltmeisterschaft angehörte und somit Favorit auf den Turniersieg war. Gleich am ersten Spieltag untermauerten die Ukraine und Kasachstan ihre Ambitionen und siegten deutlich gegen die beiden baltischen Staaten. Die Hoffnungen Kasachstans erlitten am zweiten Turniertag jedoch einen Rückschlag, als sie überraschend Estland unterlagen. Währenddessen gewann die Ukraine auch ihr zweites Spiel, wodurch die Kasachen letztlich einen Sieg mit vier Toren Differenz im direkten Duell am Schlusstag benötigten. Estland hatte aufgrund des schlechten Torverhältnisses in den Direktduellen keine Chancen mehr auf ein Erreichen der zweiten Runde. Kasachstan besiegte die Ukraine schließlich, der 5:3-Sieg fiel jedoch um zwei Tore zu niedrig aus, wodurch das ukrainische Team die nächste Qualifikationsrunde erreichte. Es wies im Vergleich der drei punktgleichen Mannschaften die beste Tordifferenz auf. Austragungsort Tallinn, Estland Spielstätte Haabersti Jäähall Kapazität: 750 mini|zentriert|x150px|Außenansicht der Haabersti Jäähall
Pl. Sp S U N Tore Punkte 1. 3 2 0 1 11:6 4:2 2. 3 2 0 1 20:9 4:2 3. 3 2 0 1 13:9 4:2 4. 3 0 0 3 5:25 0:6 Abkürzungen: Pl. = Platz, Sp = Spiele, S = Siege, U = Unentschieden, N = Niederlagen Erläuterungen:
Gruppe 3 Olympiaqualifikation, Gruppe 3 Anzahl Nationen 4 Qualifikant Austragungsort(e) Danzig, Polen Eröffnung 10. Februar 2000 Schlusstag 13. Februar 2000 Tore 49 (8,17 pro Spiel)
Das Turnier der Gruppe 3 wurde in der polnischen Küstenstadt Danzig ausgetragen, wo die 5.000 Zuschauer fassende Hala Olivia als Austragungsort der Qualifikationsspiele diente.
An der Qualifikationsgruppe nahm Frankreich als einziger Teilnehmer der A-Weltmeisterschaft teil. Hinzu kamen mit Großbritannien, Polen und Rumänien drei Mannschaften aus der B- und C-Weltmeisterschaft. Die favorisierten Franzosen setzten sich nach den ersten beiden Turniertagen und deutlichen Siegen über Polen und Rumänien an die Tabellenspitze. Dabei profitierten sie auch vom Sieg der polnischen Gastgeber über die mit Außenseiterchancen ins Turnier gegangenen Briten am zweiten Spieltag. Frankreich reichte somit rein rechnerisch ein Unentschieden im direkten Vergleich mit der britischen Mannschaft, gewann aber – wenn auch knapp – mit 5:4 und buchte damit souverän das Ticket für die zweite Qualifikationsrunde im Februar 2001. Austragungsort Danzig, Polen Spielstätte Hala Olivia Kapazität: 5.000 mini|zentriert|x150px|Außenansicht der Hala Olivia
Pl. Sp S U N Tore Punkte 1. 3 3 0 0 19:7 6:0 2. 3 2 0 1 17:9 4:2 3. 3 1 0 2 10:9 2:4 4. 3 0 0 3 3:24 0:6 Abkürzungen: Pl. = Platz, Sp = Spiele, S = Siege, U = Unentschieden, N = Niederlagen Erläuterungen:
Gruppe 4 Olympiaqualifikation, Gruppe 4 Anzahl Nationen 4 Qualifikant Austragungsort(e) Rødovre & Odense, Dänemark Eröffnung 10. Februar 2000 Schlusstag 13. Februar 2000 Tore 45 (7,50 pro Spiel)
Austragungsorte Rødovre & Odense, Dänemark Spielstätten Rødovre Skøjte Arena Kapazität: 3.600 mini|zentriert|x150px|Innenansicht der Rødovre Skøjte Arena Odense Isstadion Kapazität: 3.280 mini|zentriert|x150px|Außenansicht des Odense Isstadion