Adămuș [] (, ) ist eine Gemeinde im Kreis Mureș, in der Region Siebenbürgen in Rumänien.
Der Ort Adămuș ist auch unter der deutschen Bezeichnung Adam bekannt.
Geographische Lage mini|links|Lage der Gemeinde Adămuș im Kreis Mureș Die Gemeinde Adămuș liegt im Kokeltal (Podișul Târnavelor) im Südwesten des Kreises Mureș. Am Fluss Târnava Mică (Kleine Kokel), der Kreisstraße (Drum județean) DJ 107 und der Bahnstrecke Blaj–Târnăveni–Praid befindet sich der Ort Adămuș fünf Kilometer westlich von der Stadt Târnăveni (Sankt Martin) und 44 Kilometer südwestlich von der Kreishauptstadt Târgu Mureș (Neumarkt am Mieresch) entfernt.
Geschichte Der Ort Adămuș wurde urkundlich erstmals 1405 erwähnt. Der Ort wurde von Siebenbürger Sachsen gegründet, die nach Wölz abwanderten, nachdem dieser eine freie Gemeinde des Königsbodens wurde.
Auf eine Besiedlung des Areals der heutigen Gemeinde bis in die Jungsteinzeit deuten archäologische Funde auf dem Areal des eingemeindeten Dorfes Cornești (Zeunen).Repertoriul Arheologic Național (RAN) – Cornești abgerufen am 7. März 2018 (rumänisch). Auch in den restlichen Dörfer der Gemeinde wurden archäologische Funde aus unterschiedlichen Zeitaltern gefunden. Im eingemeindeten Dorf Herepea (Harpien) wurde außer mehreren archäologischen Funden, auch eine Erdburg (bei Cetățuie) einer noch nicht zugeordnetem Zeitalter gefunden.Repertoriul Arheologic Național (RAN) – Herepea abgerufen am 7. März 2018 (rumänisch). Im Königreich Ungarn gehörte die heutige Gemeinde dem Stuhlbezirk Dicsőszentmárton (Târnăveni) in der Gespanschaft Klein-Kokelburg, anschließend dem historischen Kreis Târnava-Mică und ab 1950 dem heutigen Kreis Mureș an.
Bevölkerung Die Bevölkerung der Gemeinde entwickelte sich wie folgt: Volkszählung Ethnie Jahr Bevölkerung Rumänen Ungarn Deutsche andere 1850 5216 2360 2169 15 672 1920 6430 2775 3277 10 368 1966 7785 3934 3556 9 286 2002 5966 2781 2440 9 736 2011 5147 2237 1980 9 921 (Roma 770) 2021 4993 2177 1548 2 1266 (Roma 1050) Seit 1850 wurde auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde die höchste Einwohnerzahl und die der Rumänen und der Magyaren 1966 registriert. Die höchste Einwohnerzahl der Rumäniendeutschen (69) 1880 und die der Roma 2021 ermittelt.Varga E. Árpád: Volkszählungen 1850–2002 in Siebenbürgen bei kia.hu, letzte Aktualisierung 2. November 2008 (PDF; 1,1 MB; ungarisch).
Sehenswürdigkeiten
In Adămuș die unitarische Kirche im 16. Jahrhundert errichtet, steht unter Denkmalschutz.Liste historischer Denkmäler des rumänischen Kulturministeriums, 2015 aktualisiert (PDF; 12,7 MB; rumänisch) Die 1526 erstellte Kassettendecke der Kirche, wurde 1909 in ein ethnografisches Museum in Budapest gebracht. 1624 wurde die Kirche von einem Siebenbürger Sachsen aus Mediaș (Mediasch) restauriert. Im eingemeindeten Dorf Chinciuș (ungarisch Kincses) die Holzkirche Sfinții Arhangheli, im 18. Jahrhundert errichtet, steht unter Denkmalschutz. Im eingemeindeten Dorf Dâmbău (Hügeldorf) die Holzkirche Sfinții Arhangheli,Angaben zur Holzkirche in Dâmbău bei biserici.org, abgerufen am 7. März 2018 (rumänisch) im 18. Jahrhundert errichtet, steht unter Denkmalschutz. Im eingemeindeten Dorf Herepea die römisch-katholische Kirche im 16. Jahrhundert errichtet und im 19. erneuert, die unitarische Kirche im 20. Jahrhundert und die reformierte Kirche Ende des 13. Anfang des 14. Jahrhunderts und dem Glockenturm 1646 errichtet (heute in schlechtem Zustand Angaben zur Kirche in Herepea bei biserici.org, abgerufen am 7. März 2018 (rumänisch)), stehen unter Denkmalschutz.
Weblinks
Adămuș bei ghidulprimariilor.ro
Einzelnachweise
Kategorie:Ersterwähnung 1405