Isn’t It a Pity ( für „Ist es nicht ein Jammer“) ist ein Rocksong, der 1970 vom britischen Musiker George Harrison veröffentlicht wurde. Geschrieben wurde er ebenfalls von Ex-Beatle Harrison.

Das Stück erschien als B-Seite der Single My Sweet Lord und in zwei Versionen auf dem Album All Things Must Pass. Die Single erreichte sowohl in den USA als auch in Deutschland Platz 1.Andreas Rohde: George Harrison solo. Eine musikalische Biographie, S. 25.

Komposition Das Lied steht im -Takt, ist in G-Dur notiertN. N.: George Harrison. The Apple Years 1968–75, S. 160–164. und dauert 7:07 Minuten.Andreas Rohde: George Harrison solo. Eine musikalische Biographie, S. 26. Das Tempo wird mit „Moderately slow“ angegeben.N. N.: George Harrison. The Apple Years 1968–75, S. 160. Bemerkenswert ist das minutenlange Outro des Stücks, das an das von Hey Jude erinnert.John Blaney: George Harrison. Soul Man, S. 118: “The lengthy, repeated coda, borrowed from Hey Jude […]” („Der lange, wiederholte Schlussteil, ausgeliehen von Hey Jude […]“)

Text Harrison sagt in seiner Autobiografie:George Harrison: I Me Mine, S. 166. “Isn’t It a Pity is about whenever a relationship hits a down point […]” („Isn’t It a Pity handelt von dem Moment, immer wenn eine Beziehung einen Tiefpunkt erreicht […]“)

Zu Beginn des Textes begegnet das Bedauern, dass Menschen einander Schmerz zufügen. Dabei scheint die erste Strophe von einer Liebesbeziehung bzw. mehreren Liebesbeziehungen zu handeln: “Isn’t it a pity, isn’t it a shame / How we break each others’s hearts, and / cause each other pain / How we take each other’s love, without / thinking anymore / Forgetting to give back”George Harrison: I Me Mine, S. 168, Verse 1–6 („Ist es nicht ein Jammer, ist es nicht eine Schande / wie wir einander Herzen brechen und / einander Schmerz verursachen / wie wir einander Liebe nehmen, ohne / weiter zu denken / wobei wir vergessen zurückzugeben“). “[…] the song is a personal observation about a failed love affair. However, at the same time, it is about the universal love for, and among, humankind […]”Ian Inglis: The Words and Music of George Harrison, S. 26. („[…] das Lied ist eine persönliche Beobachtung einer gescheiterten Liebesbeziehung. Dennoch handelt es gleichzeitig von der allgemeinen Liebe zu und unter den Menschen […]“).

Diese Allgemeingültigkeit wird in der zweiten Strophe aufgegriffen mit den Worten “not too many people can see we’re / all the same”George Harrison: I Me Mine, S. 168, Verse 10–11 („nicht zu viele Leute können sehen, dass wir alle dieselben sind“). “[…] with Isn’t It A Pity, Harrison adopts the paradoxical position of the neutral observer who is involved.”Simon Leng: The Music of George Harrison, S. 61. („[…] mit Isn’t It a Pity nimmt Harrison die paradoxe Position des neutralen Beobachters ein, der involviert ist.“).

“The lyric's subject matter - hurt caused by thoughtlessness - resonates with some of Harrison's contemporary material … so that a connection to the break-up of the Beatles is implied, even if the song pre-dates it.” („Das Thema des Textes - Verletzung durch Gedankenlosigkeit - klingt in einigen von Harrisons zeitgenössischen Werken mit ... so dass eine Verbindung zur Auflösung der Beatles angedeutet wird, auch wenn das Lied vor dieser Zeit spielt.“)Terry Wilson: Four Sides of the Circle, S. 48.

Wiederveröffentlichungen und weitere Versionen Auf All Things Must Pass veröffentlichte George Harrison mit anderer Besetzung eine Version des Liedes mit einer Länge von 4:45 Minuten.Andreas Rohde: George Harrison solo. Eine musikalische Biographie, S. 46–47.

Isn´t It a Pity war Teil des Programms der Japantournee von George Harrison und Eric Clapton im Dezember 1992. und erschien als Liveversion im Juli 1992 auf dem Album Live in Japan. Diese Version hat eine Spielzeit von 6 min 34 s.

Im Juni 2009 erschien das Kompilationsalbum Let It Roll: Songs by George Harrison. Auf der iTunes-Version des Albums befindet sich als Bonustrack eine 2 min 59 s lange Demoversion des Songs, die Harrison alleine auf einer elektrischen Gitarre spielt. Hierbei handelt es sich um eine Aufnahme in den Apple Studios vom Januar 1969.Begleitbuch zur Super-Deluxe-Version von All Things Must Pass (2021) Seite 16 Diese Version wurde auch für die Dokumentationsserie The Beatles: Get Back aus dem Jahr 2021 im Abspann des ersten Teils verwendet.

Take 2 eines Demos mit Bandbegleitung befindet sich auf All Things Must Pass – 50th Anniversary Edition. Diese Version hat eine Spielzeit von 3 min 19 s. Auf dem Album befindet sich ebenfalls Take 14 (53 s) und Take 27 (5 min 1 s).

Besetzung Besetzungsliste:Andreas Rohde: George Harrison solo. Eine musikalische Biographie, S. 36–37. George Harrison: Slidegitarre, Gesang, Chorgesang Tony Ashton: Klavier Gary Wright: Keyboards(möglicherweise) Billy Preston: Keyboards Klaus Voormann: Bass Badfinger:Die konkreten Namen lauten: Pete Ham, Tom Evans und Joey Molland (Terry Wilson: Four Sides of the Circle, S. 47). Akustikgitarren Ringo Starr: Schlagzeug John Barham: Orchester­arrangement Mike Gibbins: Tamburin (möglicherweise) Peter Frampton: Akustikgitarre

Aufnahmen Die Aufnahmen fanden in den Abbey Road Studios in London vom 2. Juni 1970Mark Lewisohn: The Complete Beatles Recording Sessions. The Official Story of the Abbey Road Years, S. 167. bis November 1970 statt.Simon Leng: The Music of George Harrison. While My Guitar Gently Weeps, S. 51. Produzenten waren George Harrison und Phil Spector.Andreas Rohde: George Harrison solo. Eine musikalische Biographie, S. 26.

Veröffentlichung „Laut Mark Lewisohn (private Unterhaltung) war Isn’t It a Pity, das Harrison später zweimal für All Things Must Pass einspielte, schon für Revolver im Gespräch gewesen.“Ian MacDonald: The Beatles. Das Song-Lexikon, S. 365, Anmerkung 1 In den USA erschien das Album All Things Must Pass am 27., in Großbritannien und Deutschland am 30. November 1970.Andreas Rohde: George Harrison solo. Eine musikalische Biographie, S. 26. Isn’t It a Pity erschien in den USA bereits am 23. November 1970 als Doppel-A-Seiten-Single mit My Sweet Lord, in Deutschland ebenfalls im November 1970.Andreas Rohde: George Harrison solo. Eine musikalische Biographie, S. 26. Im Jahr 2009 wurde der Song auf dem Sampler Let It Roll: Songs by George Harrison veröffentlicht.

Kritiken

Coverversionen 1971 wurde der Song sowohl von Matt Monro als auch der irischen Sängerin Dana gecovert.Andreas Rohde: George Harrison solo. Eine musikalische Biographie, S. 37 und 62 Nina Simone veröffentlichte 1972 eine elfminütige Fassung des Liedes auf Emergency Ward.

Beim Concert for George im Jahr 2002 wurde Isn’t It a Pity von Billy Preston und Eric Clapton gesungen.Ian Inglis: The Words and Music of George Harrison, S. 126. Annie Lennox führte im September 2017 in New York City zusammen mit Dhani Harrison an der Gitarre Isn’t It a Pity auf, als sie den „George Harrison Global Citizen Award“ bekam.

Literatur Dale C. Allison Jr.: The Love There That’s Sleeping. The Art and Spirituality of George Harrison. Continuum International, New York 2006, ISBN 978-0-8264-1917-0. John Blaney: George Harrison. Soul Man. Lightning Source, Milton Keynes 2015, ISBN 978-0-9544528-8-9. George Harrison: I Me Mine. Genesis, Guildford 2017, ISBN 978-1-905662-40-1. Elliot J. Huntley: Mystical One: George Harrison. After the Break-Up of The Beatles. Guernica, Toronto 2004, ISBN 1-55071-197-0. Ian Inglis: The Words and Music of George Harrison. Praeger, Santa Barbara 2010, ISBN 978-0-313-37532-3. Simon Leng: The Music of George Harrison. While My Guitar Gently Weeps. Firefly, London 2003, ISBN 0-946719-50-0. Mark Lewisohn: The Complete Beatles Recording Sessions. The Official Story of the Abbey Road Years. Hamlyn, London 1988, ISBN 0-600-55798-7. Ian MacDonald: The Beatles. Das Song-Lexikon. Bärenreiter, Kassel 2000, ISBN 3-7618-1426-7. Chip Madinger, Mark Easter: Eight Arms To Hold You. The Solo Beatles Compendium. 44.1 Productions, Chesterfield, MO, 2000, ISBN 0-615-11724-4. N. N.: George Harrison. The Apple Years 1968–75. Hal Leonard, Milwaukee o. J., ISBN 978-1-4950-0248-9. Andreas Rohde: George Harrison solo. Eine musikalische Biographie. Nicole Schmenk, Oberhausen 2013, ISBN 978-3-943022-14-8. Andrew Wild: on track... The Solo Beatles 1969–1980. every album, every song. Sonicbond, Tewkesbury 2019, ISBN 978-1-78952-030-9. Terry Wilson: Four Sides of the Circle. The Beatles’ Second Phase, 1970–1974. Sunte, o. O. 2022, ISBN 9798845981202.

Einzelnachweise

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