Mit Graceful degradation (d.: würdevolle Verschlechterung) wird eine auf Stabilität und Sicherheit gerichtete Reaktion eines (Computer-)Systems auf Fehler, unerwartete Ereignisse oder Teilausfälle des Systems genannt, bei der das (Computer-)System den Betrieb so weit wie möglich aufrechterhält. Ein Fehler in einem Teilsystem reduziert die Funktionalität des Gesamtsystems nur stufenweise, etwa durch eine geringere Qualität oder weniger Funktionen.
Graceful degradation für Websites Auch Datenformate können im Sinne einer „graceful degradation“ gestaltet sein. HTML ist beispielsweise aufwärtskompatibel aufgebaut, neue HTML-Einheiten werden von Browsern, die diese HTML-Einheiten nicht kennen, ignoriert, und der Rest des Dokuments trotzdem dargestellt. Beispiele: Anstelle eines Bildes, das nicht dargestellt werden kann, wird ein alternativer Text angezeigt. Bei entsprechender Umsetzung der HTML-Seite können Bilder als Ersatz von Flashfilmen angezeigt werden. JavaScript kann so geschrieben werden, dass DOM-Operationen durch ein Neuladen der Seite ersetzt werden. HTML5 Input Elemente vom Typ "range" oder "email" werden von älteren Browsern als normale Textelemente dargestellt, ohne zusätzliche Funktionalität.
Literatur
Andrea Ertel, Kai Laborenz: Responsive Webdesign – Anpassungsfähige Website programmieren und gestalten. 2. Auflage. Galileo Computing (jetzt Rheinwerk Verlag), Bonn, 2015, ISBN 978-3-8362-3200-5
Weblinks Graceful degradation, Definition auf den Seiten des TechTarget network (engl.) Graceful degradation, Definition auf about.com (engl.)
Einzelnachweise
Kategorie:Rechnernetze
en:Graceful degradation es:Diseño de tolerancia a fallos nl:Fouttolerant systeem