Gănești [] (veraltet Galfalău oder Ganfalău; , ) ist eine Gemeinde im Kreis Mureș in der Region Siebenbürgen in Rumänien.
Der Ort Gănești ist auch unter den deutschen Bezeichnungen Hahnendorf und Hannendorf und den ungarischen Küküllőgálfalva und Gálfalva bekannt.
Geographische Lage mini|links|Lage der Gemeinde Gănești im Kreis Mureș Die Gemeinde Gănești liegt im Kokeltal (Podișul Târnavelor) im südlichen Teil des Kreises Mureș. Am Oberlauf der Târnava Mică (Kleine Kokel), der Kreisstraße (Drum județean) DJ 142 und der Bahnstrecke Blaj–Târnăveni–Praid befindet sich der Ort Gănești fünf Kilometer östlich von der Stadt Târnăveni (Sankt Martin) und 33 Kilometer südwestlich von der Kreishauptstadt Târgu Mureș (Neumarkt am Mieresch) entfernt.
Geschichte Der Ort Gănești wurde erstmals, nach unterschiedlichen Angaben, 1302 oder 1314 urkundlich erwähnt. Auf dem Areal des Dorfes Gănești wurden archäologische Objekte aus der Jungsteinzeit gefunden.Repertoriul Arheologic al României – Gănești, abgerufen am 4. März 2018 (rumänisch). Im Mittelalter waren im Ort mehrere kleine ungarische Adelshöfe. 1638 wird hier in Gallendorf das erste Presbyterium in Siebenbürgen gegründet.
Im Königreich Ungarn gehörte die heutige Gemeinde dem Stuhlbezirk Dicsőszentmárton (Târnăveni) in der Gespanschaft Klein-Kokelburg, anschließend dem historischen Kreis Târnava-Mică und ab 1950 dem heutigen Kreis Mureș an.
Bevölkerung Die Bevölkerung der Gemeinde entwickelte sich wie folgt: Volkszählung Ethnie Jahr Bevölkerung Rumänen Ungarn Deutsche andere 1850 2527 1109 1349 - 69 1930 3876 1180 2542 11 143 1966 4575 1387 3026 31 131 2002 3836 974 2565 4 293 2011 3573 858 2290 2 423 (Roma 344) 2021 3131 745 1857 4 525 Seit 1850 wurde auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde die höchste Einwohnerzahl der Rumänen 1966 und die der Rumäniendeutschen registriert. Die höchste Einwohnerzahl der Magyaren (3052) 1977 und die der Roma (367) 2021 ermittelt. (PDF; 1 MB; ungarisch)
Sehenswürdigkeiten In Gănești steht die römisch-katholische Kirche, von 1806 bis 1809 errichtet, unter Denkmalschutz.Liste historischer Denkmäler des rumänischen Kulturministeriums, 2015 aktualisiert (PDF; 12,7 MB; rumänisch) Im eingemeindeten Dorf Seuca (Dunkeldorf) steht das Herrenhaus des Landguts Rhédei-Rothenthal, Ende 18. (Hausflügel B) bzw. 1898 (Hausflügel B) errichtet, unter Denkmalschutz. Im eingemeindeten Dorf Sub Pădure (Unterwald) verfügt die Holzkirche Sf. Arhanghel (Hl. Erzengel) über einen Glockenturm aus dem 17. und eine Apsis aus dem 18. Jahrhundert, die unter Denkmalschutz stehen. Das Bauwerk ist dem Verfall preisgegeben. In den vier Dörfern der Gemeinde befinden sich vier orthodoxe, drei reformierte, zwei römisch-katholische und eine unitarische Kirche sowie ein Sakralbau der Pfingstbewegung.
Städtepartnerschaften Die Dörfer der Gemeine Gănești pflegen Städtepartnerschaften mit dem Ortsteil Csepel von Budapest und den ungarischen Gemeinden Nagyhegyes, Tiszalúc, Vámosatya und Magyarcsanád.
Weblinks
Gănești bei ghidulprimariilor.ro
Einzelnachweise
Kategorie:Ersterwähnung 1314