Pauline Acquart (* 17. Dezember 1992 in Paris), die auch unter ihrem zweiten Nachnamen als Pauline Bourquelot auftritt, ist eine französische Schauspielerin.
Biografie Pauline Acquart wurde 2006 bei einem wilden Casting im Pariser Park Jardin du Luxembourg entdeckt. Interview von Yuki Keiser mit Regisseurin Céline Sciamma und Darstellerin Adèle Haenel zu Water Lilies auf tokyowrestling.com, veröffentlicht im März 2008. Interview von Oliver Rossignot mit Regisseurin und Darstellerinnen von Water Lilies für culturopoing.com, veröffentlicht am 29. April 2008. Daraufhin spielte sie eine der drei jugendlichen Hauptrollen in dem Film Water Lilies, dem Erstlingswerk von Autorin und Regisseurin Céline Sciamma. Der Film erzählt die Themen Freundschaft, Liebe und erster Sex aus der Perspektive der drei Hauptfiguren. Er feierte seine Premiere bei den Filmfestspielen von CannesNaissance des pieuvres – A Cannes Handy-Video von der Water Lilies-Premiere am 17. Mai 2007 bei den Filmfestspielen von Cannes. und lief ab Mai 2007 auf zahlreichen Filmfestivals. Er brachte Acquart erste nationale und internationale Aufmerksamkeit.
Seitdem ist Pauline Acquart als Schauspielerin für Film, Fernsehen und Theater tätig. 2007 spielte sie in dem 32-minütigen Kurzfilm Au septième jour von Regisseur Samuel Doux die Hauptrolle einer jugendlichen Selbstmörderin.Au septième jour Kurzfilm in ganzer Länge von Regisseur Samuel Doux auf YouTube.com. Kurz darauf verkörperte sie in einem Musikvideo der Gruppe Moriarty die 19-jährige Soldatin Lily.Moriarty – Private Lily, Video-Clip auf YouTube.com.
2009 war Acquart in dem Fernsehfilm Mourir d'aimer in einer Nebenrolle als Tochter einer 42-jährigen Lehrerin zu sehen. Der Film von Regisseurin Josée Dayan ist ein Remake des gleichnamigen Dramas von André Cayatte aus dem Jahr 1971 und bezieht sich auf einen Fall in Frankreich, in dem die Lehrerin nach Bekanntwerden des Verhältnisses zu einem Schüler aufgrund der Reaktionen und Verurteilung durch Umfeld und Öffentlichkeit in den Selbstmord getrieben wurde.
Unter ihren folgenden Kurzfilmen befinden sich zwei in Zusammenarbeit mit Filmemacher Frédéric Guelaff, der diese im Rahmen eines Serials für die Pariser Mode-Firma Indress künstlerisch produzierte: The Dutch Room (2010, 11 Minuten), wo sich zwei junge Frauen in einem Ferienhäuschen modisch umkleiden und über die Liebe sinnieren,The Dutch Room – Indress Kurzfilm in voller Länge, von Regisseur Frédéric Guelaff online gestellt auf Vimeo.com. und Coconut Grove (2011, 14 Minuten), in welchem Pauline Acquart als chic gekleidete Schauspielerin auf der Flucht vor ihrem Agenten und dem nächsten Auftrag ist.Coconut Grove Kurzfilm in voller Länge, von Pariser Mode-Firma Indress online gestellt auf Vimeo.com. 2014 spielte sie im 28-minütigen Film La nuit tombe die HauptrolleLa Nuit tombe Infos zum Kurzfilm La nuit tombe, Filmfest Clermont. als eine um ihren Großvater bemühte Enkelin und zeigte im Kurzfilm Perdu d'avance, in welchem ein Paar in einem Zimmer Zeit miteinander verbringt, u. a. einige freizügige Momente.Perdu d'avance – Jules Gassot / Teaser offizieller Video-Teaser zum Kurzfilm Perdu d'avanceauf YouTube.com. Auch 2016 war sie in einem Kurzfilm zu sehen: Zusammen mit Schauspielerin Faustine Levin und Regisseur Aurélien Peyre drehte sie den 48-minütigen Film La Bande à Juliette, in welchem sie ihre seit Kindertagen beste Freundin mit ihrem neuen Freundeskreis zusammenbringen möchte.La Bande à Juliette – Bande-annonce offizieller Trailer zum Kurzfilm La Bande à Juliette auf YouTube.com.
In Schneewittchen spielte sie 2010 die Titelrolle in einem Bühnenstück; 2013 wurde dieses auch bei den Salzburger Festspielen aufgeführt.Schneewittchen – Kein Kinderspiel Bericht zum wortlosen Theaterstück Schneewittchen bei den Salzburger Festspielen, veröffentlicht von Österreich.at am 16. August 2013. Weitere Theaterrollen folgten 2014La trilogie : Un coeur sauvage Kritik zum Theaterstück Un coeur sauvage inkl. Video-Trailer, 2014 veröffentlicht von billetreduc.com. und 2015.Reprise: « Andreas » d’après Strindberg à Aubervilliers Kritik zum Theaterstück Andreas, veröffentlicht von lemonde.fr am 7. Juli 2015.
2016 hatte sie die Hauptrolle in Los Feliz. Der Film hatte Premiere am 18. Februar 2016 in Wien.Edgar Honetschläger: Los Feliz Informationen zum Film und Premierendatum auf kultur-online.net. Der österreichische Künstler und Filmemacher Edgar Honetschläger übertrug ihr die Rolle der Lydia, einer jungen Französin, die sich auf einen Pakt mit dem Teufel einlässt und sich auf eine Reise von Rom nach Los Feliz, einem Stadtteil von Los Angeles, macht, um berühmt zu werden, jedoch unter einer Bedingung: Liebe wird ihr dafür auf immer versagt bleiben. Begleitet wird sie dabei nicht nur vom Teufel, sondern auch von einer japanischen Shinto-Göttin, beide in Menschengestalt. Los Feliz ist eine Mischung aus Roadmovie und Kunstfilm.Los Feliz – Making Of 7-minütiger Blick hinter die Kulissen auf vimeo.com. 2016 übernahm Acquart in Dans la chambre die weibliche Hauptrolle Pauline. Dieser zweite Kurzfilm von Christelle Lahaye generierte sein Produktions-Budget via Crowdfunding.Dans la chambre Informationen über die geplante Produktion des Films inkl. Crowdfunding auf www.kisskissbankbank.com.Dans la chambre Informationen über den fertiggestellten Kurzfilm auf unifrance.org.
2018 erschien Pauline Acquart in Philippe Ramos’ mittellangem Film Les grands squelettes.Les grands squelettes Vorstellung des Films auf der Internetseite des Festival international de cinéma de Marseille, 2018.
2021 war sie die einzige Darstellerin in FUCK YOU, Eu.ro.Pa!, einem Bühnen-Monolog aus dem Jahr 2005 von Nicoleta Esinencu, die in ihrem Stück Erinnerungen an Moldawien vor und nach dem Fall des Eisernen Vorhangs und damit auch europakritische Inhalte verarbeitet. Am 11. November 2021 wurde das Stück mit Acquart in französischer Sprache als Video-Projektion mit deutschen und englischen Untertiteln im Staatsschauspiel Dresden aufgeführt und konnte zur gleichen Zeit auch per Online-Stream verfolgt werden.FUCK YOU, Eu.ro.Pa! Offizielle Website des Staatsschauspiel Dresden zum Theaterstück mit Darstellerin Pauline Acquart, inklusive Information zum Online-Stream.
Filmografie Langfilme (Kino) 2007: Water Lilies (Naissance des pieuvres) – Regie: Céline Sciamma 2011: La Lisière – Am Waldrand – Regie: Géraldine Bajard 2011: Jeanne captive – Regie: Philippe Ramos 2012: Les Lendemains – Regie: Bénédicte Pagnot 2015: Los Feliz – Regie: Edgar Honetschläger 2016: Parenthèse – Regie: Bernard Tanguy 2016: Jamais contente – Regie: Émilie Deleuze 2018: Volontaire – Regie: Hélène Fillières 2018: Silent Streams (Les grands squelettes) – Regie: Philippe Ramos
Kurzfilme 2007: Au septième jour – Regie: Samuel Doux 2008: Le Chant des sirènes – Regie: Nicolas Miard 2010: The Dutch Room – Regie: Frédéric Guelaff 2011: Sans faire de bruit – Regie: Nicolas Revoy 2011: Coconut Grove – Regie: Frédéric Guelaff 2012: Casting – Regie: Jonathan Borgel 2012: Lettre d'un père à sa fille – Regie: Nicolas Livecchi 2012: L'autre sang – Regie: François Tchernia & François Vacarisas 2014: La nuit tombe – Regie: Benjamin Papin 2014: Perdu d'avance – Regie: Jules Gassot 2016: La Bande à Juliette – Regie: Aurélien Peyre 2016: Dans la chambre – Regie: Christelle Lahaye 2018: I am the town – Regie: Laure Atanasyan
Fernsehen 2009: Mourir d'aimer – Regie: Josée Dayan 2011: Chez Maupassant: Une partie de campagne – Regie: Jean-Daniel Verhaeghe
Musik-Video-Clip 2008: Private Lily – Regie: Damien Odoul für die Musikgruppe Moriarty
Theater 2010: Schneewittchen (Blanche neige) – Regie: Nicolas Liautard – Schneewittchen 2014: Un cœur sauvage – Regie: Christophe Botti – Virginie 2015: Andreas – Regie: Jonathan Châtel – das Mädchen, die Klosterfrau 2021: FUCK YOU, Eu.ro.Pa! – Regie: Julia B.-Malthet – die junge Frau
Weblinks
offizieller deutscher Trailer zu Water Lilies auf YouTube offizielle Seite vom deutschen Realfiction Filmverleih zu La Lisière – Am Waldrand
Einzelnachweise
Kategorie:Filmschauspieler Kategorie:Theaterschauspieler Kategorie:Kinderdarsteller Kategorie:Franzose Kategorie:Geboren 1992 Kategorie:Frau