Christian Sandlie Sørum (* 3. Dezember 1995 in Oslo) ist ein norwegischer Volleyball- und Beachvolleyballspieler. Mit seinem Partner Anders Mol wurde er fünfmal Europameister, 2021 Olympiasieger und 2022 Weltmeister.

Karriere Beach Sørum spielt seit 2011 mit verschiedenen Partnern (u. a. auch mit seinem Bruder Aleksander) Beachvolleyball auf nationalen und internationalen Turnieren. Mit Runar Sannarnes wurde er 2014 in Fethiye U22-Europameister. Mit Morten Kvamsdal hatte er 2016 in Fortaleza seine erste Top-Ten-Platzierung auf der FIVB World Tour und wurde Neunter bei der Europameisterschaft in Biel. Seit Ende Juli 2016 spielt Sørum mit Anders Mol, mit dem er Fünfter bei FIVB-Major in Klagenfurt wurde sowie die U22-Europameisterschaft in Thessaloniki gewann. 2017 wurden Mol/Sørum Neunter beim FIVB 5-Sterne-Turnier in Gstaad, gewannen das CEV Masters in Ljubljana und belegten bei der Europameisterschaft in Jūrmala Platz fünf. 2018 starteten sie beim 4-Sterne-Turnier in Den Haag erneut mit einem fünften Platz. Es folgten viele weitere Top-Ten-Platzierungen, darunter Platz fünf in Xiamen, Platz zwei in Itapema, Platz fünf in Espinho sowie der Sieg in Gstaad. Im Juli wurden Mol/Sørum Europameister in den Niederlanden. Anschließend gewannen sie auch das 5-Sterne-Turnier in Wien und kletterten nach 19 Siegen in Folge auf Platz eins der Weltrangliste. Auch beim World Tour Finale in Hamburg gingen Mol/Sørum als Sieger hervor.

Die World-Tour-Saison 2018/19 war von der absoluten Dominanz von Mol/Sørum geprägt. Sie gewannen die 4-Sterne-Turniere in Las Vegas, Itapema, Jinjiang, Ostrava und wurden Zweiter in Warschau. Bei der Weltmeisterschaft in Hamburg schieden sie im Halbfinale gegen das deutsche Team Thole/Wickler aus und belegten am Ende den dritten Rang. Die folgenden Turniere in Gstaad, Tokio und Wien konnten sie wieder gewinnen. Bei der Europameisterschaft in Moskau verteidigten Mol/Sørum ihren Titel.

miniatur|Anders Mol und Christian Sørum sind die Weltmeister 2022|links 2020 wurden Mol/Sørum in Jūrmala zum dritten Mal in Folge Europameister. Auf der World Tour 2021 gewannen sie die beiden im April nacheinander ausgetragenen Turniere in Cancún. Beim olympischen Beachvolleyballturnier in Tokio gewannen sie mit einem Finalsieg über die russischen Weltmeister Wjatscheslaw Krassilnikow und Oleg Stojanowski die Goldmedaille. Bei den Europameisterschaften in Wien verteidigten Mol/Sørum abermals ihren Titel. Im Oktober gewannen sie das World Tour Finale in Cagliari. 2022 wurden sie nach dem Sieg im Mai beim Elite16-Turnier der neugeschaffenen World Beach Pro Tour in Ostrava im Juni Weltmeister in Rom. Bei der Europameisterschaft im August in München wurden sie Dritte. Im Herbst 2022 gewannen sie die Elite16-Turniere in Paris und in Kapstadt.

2023 gewannen sie in Doha Ende Januar sowohl das World Beach Pro Tour Finale 2022 als auch Anfang Februar das erste Elite16-Turnier des World Beach Pro Tour 2023. Im März gewannen sie beim zweiten Elite16-Turnier in Tepic nach einer Finalniederlage gegen die Schweden David Åhman und Jonatan Hellvig den zweiten Platz. Auch beim Elite16-Event in Uberlândia wurden Mol/Sørum Zweite, während Anfang Juni in Ostrava erneut der Turniersieg gelang. Nach einer Finalniederlage Anfang Juli beim Elite16-Turnier in Gstaad gegen Andy Benesh und Miles Partain konnten sich Mol/Sørum Ende des Monats beim Elite16-Endspiel in Montréal gegen die US-Amerikaner revanchieren. Beim Elite16-Turnier in Hamburg wurden Mol/Sørum im August Dritte. Im Oktober erreichten sie bei der Weltmeisterschaft in Tlaxcala den fünften Platz, nachdem sie im Viertelfinale gegen die Tschechen Ondřej Perušič und David Schweiner verloren. Beim World Beach Pro Tour Finale 2023 in Doha erreichten die Norweger nach fünf Siegen das Endspiel, verloren hier allerdings gegen die Schweden Åhman/Hellvig.

Im März 2024 wurden Mol/Sørum beim Elite16-Turnier in Doha Dritte. Wegen eines Wadenbeinbruchs Ende März fiel Mol für mehrere Wochen aus. Daher verloren Mol/Sørum im April den ersten Platz in der Weltrangliste. Nach dem vierten Rang in Tschechien standen sie beim Gstaad Elite16 als Bronzemedaillengewinner wieder auf dem Podium und sicherten sich beim gleichwertigen Wettbewerb in Wien die erste Goldmedaille der Saison. Bei den Olympischen Spielen gaben sie bis zur Runde der besten acht Duos keinen einzigen Satz ab. Sie besiegten in Achtel- und Viertelfinale Evans / Budinger sowie Herrera / Gavira. Nach der Dreisatz-Niederlage in der Vorschlussrunde gegen Ehlers / Wickler sicherten sie sich Bronze durch ein 2:0 gegen Cherif / Ahmed. Nachdem sie die folgende Europameisterschaft in den Niederlanden ausgelassen hatten, siegten Mol/Sørum beim nachfolgenden Elite16-Turnier in Hamburg im Endspiel gegen das spanische Duo Herrera/Gavira. Die Elite16-Events im Herbst in Brasilien beendeten sie mit dem Sieg in João Pessoa und Platz vier in Rio de Janeiro. Beim World Beach Pro Tour Finale 2024 in Doha gewannen sie im Endspiel gegen Åhman/Hellvig.

Auf der World Pro Tour 2025 erreichten Mol/Sørum bei den Elite16-Turnieren in Saquarema, in Brasília, in Ostrava sowie in Gstaad die Plätze eins, drei, zwei und fünf. Zusammen mit Hendrik Mol und Mathias Berntsen gewannen sie als „Team Norwegen“ beim CEV Beachvolleyball Nations Cup 2025 im Juli das Endrunden-Turnier in Espinho. Mit einem Endspielsieg bei der Europameisterschaft 2025 Anfang August in Düsseldorf wurden Mol/Sørum zum fünften Mal Europameister. Das anschließende Elite16 in Kanada gewannen sie nach Erfolgen über die amtierenden Weltmeister Perušič / Schweiner im Semifinale sowie über Jacob Hölting Nilsson und Elmer Andersson im Endspiel, die zuvor die Nachfolger der Norweger als Olympiasieger bezwungen hatten. Auch das Elite16-Turnier in Hamburg wurde nach sechs Siegen (im Endspiel gegen die Polen Bryl/Łosiak) erneut gewonnen.

Nach einer enttäuschenden WM, die für sie im Achtelfinale nach der Niederlage gegen die Deutschen Ehlers / Wickler endete, konnten sie bei ihrem ersten Wettkampf im Jahr 2026 wieder an frühere Erfolge anknüpfen. Beim Elite16 in Saquarema standen sie nach dem Sieg über die Vizeweltmeister Hölting Nilsson und Andersson bei der Siegerehrung ganz oben auf dem Podest. In der Hauptstadt des Landes wurden sie Fünfte, in Hamburg waren sie im Endspiel den Deutschen Nils Ehlers / Lui Wüst unterlegen. Im August wurden sie im polnischen Stare Jabłonki Vizeeuropameister. Nach dem zweiten Sieg des Jahres in Montreal und dem dritten in der kanadischen Metropole insgesamt pausiert das norwegische Beachpaar die langjährige Partnerschaft auf dem fünften Platz der Weltrangliste, da Anders Mol sich bis mindestens April 2027 aus dem Sand verabschiedet und seine Karriere im Hallenvolleyball bei Rana Verona fortsetzen wird.

Karriere Halle Sørum spielte von 2012 bis 2014 auch Hallenvolleyball in der norwegischen Jugend-/Junioren-Nationalmannschaft. In der Saison 2013/14 spielte der Außenangreifer mit Førde VBK auch im europäischen Challenge Cup.

Weblinks

Profil in der norwegischen Liga (englisch/norwegisch) Profil bei Volleybox

Einzelnachweise

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