Arnold Schiefer (* 22. Dezember 1966. Abgerufen am 28. Februar 2018. in Gmunden) ist ein österreichischer Manager und Politiker (FPÖ). Im Dezember 2018 wurde er als Nachfolger von Josef Halbmayr zum Finanzvorstand der ÖBB-Holding berufen, er übernahm diese Funktion am 1. April 2019.orf.at: Schiefer neuer Finanzvorstand der ÖBB-Holding. Artikel vom 7. Dezember 2018, abgerufen am 7. Dezember 2018. Zuvor war er ab Februar 2018 Aufsichtsratsvorsitzender der ÖBB-Holding AG.orf.at: ÖBB-Aufsichtsrat neu konstituiert. Artikel vom 28. Februar 2018. Seit dem 24. Oktober 2024 ist er Abgeordneter zum Nationalrat.

Leben Arnold Schiefer wuchs in Gmunden im Salzkammergut auf. Er besuchte die Handelsakademie II in Salzburg, 1994 absolvierte er den Präsenzdienst. In Innsbruck arbeitete er von 1995 bis 2000 im freiheitlichen Landtagsklub und war Mitglied des Gemeinderates.derStandard.at: Von der Bahn zur Alpine: Arnold Schiefer. Artikel vom 7. März 2013, abgerufen am 28. Februar 2018. Er studierte Betriebswirtschaftslehre an den Universitäten Wien und Innsbruck, das Studium schloss er 1998 als Magister ab.diepresse.com: Alpine: RCA-Vorstand Arnold Schiefer neuer CEO. Artikel vom 7. März 2013, abgerufen am 28. Februar 2018. Arnold Schiefer ist Alter Herr der Wiener akademischen Burschenschaft Teutonia.Kurier: Schlagender Burschenschafter als ÖBB-Aufsichtsratschef. Artikel vom 10. Jänner 2018, abgerufen am 28. Februar 2018.

Ab dem Jahr 2000 bekleidete er mehrere Funktionen im Infrastrukturministerium unter den FPÖ-Ministern Monika Forstinger und Mathias Reichhold, zunächst als Sekretär und Kabinettsmitglied, später als Sektionsleiter.diepresse.com: Alpine: Neuer Chef mit FPÖ-Prägung. Artikel vom 7. März 2013, abgerufen am 28. Februar 2018. Vor seinem Wechsel zu den Österreichischen Bundesbahnen unter FPÖ-Minister Hubert Gorbach im September 2005 wurde er Aufsichtsrat in der ASFINAG. Bei den ÖBB war er Projektleiter für den Bau des Wiener Hauptbahnhofes und später interimistisch Vorstand der Brenner Basistunnel SE. 2006 wurde er Vorstandssprecher der ÖBB-Infrastruktur Betrieb AG, 2010 wurde er unter dem ÖBB-Vorstandsvorsitzenden Christian Kern Finanzchef der Rail Cargo Hungaria, im Sommer 2012 wurde er Vorstandsdirektor der Rail Cargo Austria AG.

Im April 2013 folgte er Josef Schultheis als Vorstand der Alpine Holding. Ab 1. Oktober 2015 war er Vorstandsmitglied der Heta Asset Resolution,Aufsichtsrat bestellt neuen Resolution-Vorstand. OTS-Meldung vom 22. September 2015, abgerufen am 28. Februar 2018. sein Vertrag lief ursprünglich im Oktober 2018 aus. Im Juni 2018 wurde bekannt, dass der Vertrag um ein Jahr verlängert wurde.Heta-Erlöse wieder höher als erwartet. Artikel vom 15. Juni 2018, abgerufen am 17. Juni 2018. Ende März 2019 verließ er die Heta.Heta-Abbau schreitet voran - Vorstand Schiefer geht. Artikel vom 20. März 2019, abgerufen am 20. März 2019.

Im Zuge der Regierungsbildung der Bundesregierung Kurz I nach der Nationalratswahl im Oktober 2017 verhandelte er auf FPÖ-Seite in der Fachgruppe Verkehr und Infrastruktur.Addendum: . Artikel vom 9. November 2017, abgerufen am 10. November 2017.Koalition: Wer verhandelt da?. Artikel vom 10. November 2017, abgerufen am 10. November 2017. Ende Dezember 2017 kündigte FPÖ-Infrastrukturminister Norbert Hofer die vorzeitige Ablöse von Brigitte Ederer (SPÖ) an. Ab Februar 2018 war Schiefer als deren Nachfolger Aufsichtsratsvorsitzender der ÖBB-Holding AG, Stellvertreter blieb Kurt Weinberger.diepresse.com: ÖBB: Ederer vor Ablöse, „Vertrauen“ in Schiefer. Artikel vom 19. Dezember 2017, abgerufen am 28. Februar 2018. Im Dezember 2018 wurde Schiefer als Nachfolger von Josef Halbmayr zum Finanzvorstand der ÖBB-Holding berufen, er übernahm diese Funktion am 1. April 2019. Als Aufsichtsratsvorsitzender folgte ihm Gilbert Trattner nach.

Schiefer wurde 2017 als möglicher FPÖ-Minister für Wirtschaft und Infrastruktur der Bundesregierung Kurz I genannt,Kurier: Schattenkabinett: Wer kommt, wenn Blau mitregiert. Artikel vom 11. Oktober 2017, abgerufen am 28. Februar 2018. außerdem 2018 als möglicher Finanzchef für den ORFKurier: ÖBB-Aufsichtsratschef Arnold Schiefer als Finanzchef im ORF?. Artikel vom 14. Februar 2018, abgerufen am 28. Februar 2018. sowie als möglicher Vorstand der Verbund AG.derStandard.at: Machtkampf um Einfluss bei Verbund entbrannt. Artikel vom 26. Februar 2018, abgerufen am 28. Februar 2018. Vom Industriemagazin wurde er 2018 auf der Liste der einflussreichsten österreichischen Manager auf Platz 10 gereiht.Treichl einflussreichster Manager in Österreich. Artikel vom 5. November 2018, abgerufen am 11. November 2018. In der aus Beamten- und Eisenbahner-Versicherung fusionierten BVAEB, der Versicherungsanstalt für den öffentlichen Dienst und Schienverkehrsunternehmen, sollte er Mitglied im Verwaltungsgremium werden.Kurier: Nur eine Frau: Personalpaket für Kassenfusion ist geschnürt. Artikel vom 23. März 2019, abgerufen am 23. März 2019.

Im August 2019 wurde sein Wechsel von der FPÖ Wien zur FPÖ Oberösterreich bekannt. Im Dezember 2022 wurde bekannt, dass er für eine weitere Periode als ÖBB-Finanzvorstand nicht zur Verfügung stehe und in die Privatwirtschaft nach Oberösterreich wechseln werde. Zu seiner Nachfolgerin ab dem 1. Juli 2023 wurde im März 2023 vom Aufsichtsrat Manuela Waldner bestellt.

Für die Nationalratswahl 2024 wurde er auf Platz 15 der FPÖ-Bundesliste gereiht. Neben Herbert Kickl, Michael Schnedlitz, Christian Hafenecker, Norbert Nemeth, Susanne Fürst und Reinhard Teufel wurde er nach der Nationalratswahl Teil des Verhandlungsteams der FPÖ zur Bildung einer Regierung. In der konstituierenden Sitzung der XXVIII. Gesetzgebungsperiode am 24. Oktober 2024 wurde er als Abgeordneter zum Nationalrat angelobt.

Weblinks

Arnold Schiefer auf www.meineabgeordneten.at

Einzelnachweise

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