Bernstorf ist eine Gemeinde im Landkreis Nordwestmecklenburg in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland). Sie wird vom Amt Grevesmühlen-Land mit Sitz in der Stadt Grevesmühlen, die eine Verwaltungsgemeinschaft mit dem Amt bildet, verwaltet.

Geografie Die Gemeinde Bernstorf liegt sieben Kilometer südwestlich der Stadt Grevesmühlen und ist etwa 30 Kilometer von Wismar entfernt. Die Flüsse Stepenitz und Radegast umschließen das leicht hügelige Gemeindegebiet im Norden und Westen. Das Gemeindegebiet ist durch die Landwirtschaft geprägt.

Umgeben wird Bernstorf von den Nachbargemeinden Stepenitztal im Norden, Grevesmühlen im Nordosten, Upahl im Osten sowie Rehna im Süden und Westen.

Zu Bernstorf gehören die Ortsteile Bernstorf-Ausbau, Jeese, Pieverstorf, Strohkirchen, Wilkenhagen und Wölschendorf.

Geschichte Der Name der Gemeinde geht auf die Familie Bernstorff zurück, die seit dem 13. Jahrhundert bis 1945 das Gut Bernardestorp besaß.

Politik Gemeindevertretung und Bürgermeister Der Gemeinderat besteht (inkl. Bürgermeister) aus 10 Mitgliedern. Die Wahl zum Gemeinderat am 26. Mai 2019 hatte folgende ErgebnisseZweckverband Kommunale Datenverarbeitung Oldenburg(ZKO):

Partei/Bewerber Prozent Sitze Einzelbewerber Graf von Bernstorff31,721 CDU30,555 Einzelbewerber Muske16,311 Einzelbewerber E. Timm16,311 Einzelbewerber Cords13,291

Bürgermeister der Gemeinde ist Mirko Timm, er wurde mit 74,09 % der Stimmen gewählt.Zweckverband Kommunale Datenverarbeitung Oldenburg(ZKO)

Dienstsiegel Die Gemeinde verfügt über kein amtlich genehmigtes Hoheitszeichen, weder Wappen noch Flagge. Als Dienstsiegel wird das kleine Landessiegel mit dem Wappenbild des Landesteils Mecklenburg geführt. Es zeigt einen hersehenden Stierkopf mit abgerissenem Halsfell und Krone und der Umschrift „GEMEINDE BERNSTORF • LANDKREIS NORDWESTMECKLENBURG“.

Sehenswürdigkeiten mini|Herrenhaus in Bernstorf Das Herrenhaus in Bernstorf ist ein aufwändiger zweigeschossiger Neorenaissancebau, der von 1877 bis 1880 nach Plänen von Georg Daniel in Formen der niederländischen Renaissance, man könnte auch Weserrenaissance sagen, errichtet wurde. Backstein für den Grundbau und Sandstein für alle architektonischen Details sorgen für ein höchst abwechslungsreiches Erscheinungsbild.Horst Ende: Georg Daniel als Architekt und Denkmalpfleger in Mecklenburg. Vortrag am 11. Februar 2004 zu seinem 175. Geburtstag im Landesamt für Denkmalpflege Schwerin. An der Südseite befinden sich zwei Seitenflügel und ein flacher Mittelrisalit mit Volutengiebeln und an der Ostseite ein achteckiger Turm. Die Gliederung erfolgte mit gelben Backsteinen und in Sandstein.Georg Dehio: Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler. Mecklenburg-Vorpommern, Deutscher Kunstverlag, Neubearbeitung, München/Berlin 2000, ISBN 3-422-03081-6, S. 66 f. Letzter Eigentümer des Gutes war bis 1945 Hermann Graf von Bernstorff (1867–1946). Im Gebäude wurde nach der Sanierung ein Krebs-Hospiz am 14. April 2014 eröffnet. Ein Sühnestein für Werner Bernstorp von 1359 befindet sich abseits des Gutshauses im Schlosspark.

Verkehr Die Ostseeautobahn A 20 teilt das Gemeindegebiet in eine Nord- und eine Südhälfte; der Autobahnanschluss Grevesmühlen ist rund elf Kilometer entfernt. Über die Nachbargemeinde Stepenitztal besteht Anschluss an die Bundesstraße 105 (Grevesmühlen–Lübeck). Im vier Kilometer entfernten Grieben befindet sich ein Haltepunkt an der Bahnstrecke Lübeck–Bad Kleinen.

Persönlichkeiten In Pieversdorf wurde Ludwig von Lücken (1831–1885), Rittergutsbesitzer daselbst, geboren. In Wölschendorf wurde Paul Brockmüller (1864–1925), ein Maler und Illustrator, geboren.

Weblinks

Informationen zu Bernstorf auf grevesmuehlen.eu

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Landkreis Nordwestmecklenburg