Klappermühle (fränkisch: GlawamühlR. Schuh: Gunzenhausen, S. 159. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „glawɒmǖl“.) ist ein Wohnplatz der Gemeinde Mitteleschenbach im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Seit 1885 zählt der Ort zum Gemeindeteil Mitteleschenbach.

Geografie Die Einöde ist als Haus Nr. 1 und 2 des Klappermühlweges aufgegangen. Sie liegt am Altbach, der ein rechter Zufluss des Erlbachs ist. 0,25 km nordöstlich liegt der Haselmühlweiher, unmittelbar südöstlich das Drudenbrünnlein.

Geschichte Der Ort wurde als „Swad(er)můl“ im Eichstätter Salbuch, das um 1300 entstanden ist, erstmals urkundlich erwähnt. Das Bestimmungswort ist das mittelhochdeutsche Wort „swateren“ (= rauschen, klappern). Der Ort gehörte von Anfang an zum eichstättischen Amt Wernfels.Staatsarchiv Nürnberg, Rep. 190I no 165 fol. 31’. Zitiert nach R. Schuh: Gunzenhausen, S. 159.

1732 wurde sie in den Vetter’schen Oberamtsbeschreibungen als „Klappermühl“ erwähnt, die den Herren von Lentersheim unterstand, ehemals zum Kastenamt Gunzenhausen gehört haben soll.Staatsarchiv Nürnberg, Rep. 22525 no 21 fol. 96’f. Zitiert nach R. Schuh: Gunzenhausen, S. 159.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gehörte die Klappermühle zur Realgemeinde Mitteleschenbach. Es hatte das Rittergut Altenmuhr der Herren von Lentersheim als Grundherrn. Unter der preußischen Verwaltung (1792–1806) des Fürstentums Ansbach erhielt die Klappermühle bei der Vergabe der Hausnummern die Nr. 90 und 91 des Ortes Mitteleschenbach.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 888.J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 3, Sp. 145. Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Windsbach.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 1001.

Im Rahmen des Gemeindeedikts Klappermühle dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Mitteleschenbach und der 1810 gegründeten Ruralgemeinde Mitteleschenbach zugeordnet.Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Heilsbronn 1810. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 963.

Einwohnerentwicklung Jahr 1836 1840 1861 1871 1885 Einwohner 6 9 7 7 13HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1840 wurden diese als Häuser bezeichnet und 1836 und 1885 als Wohngebäude. 1 2 2 Quelle

Religion Der Ort ist römisch-katholisch geprägt und bis heute nach St. Nikolaus (Mitteleschenbach) gepfarrt. Die Einwohner evangelisch-lutherischer Konfession sind nach St. Margareta (Windsbach) gepfarrt.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Einzelsiedlung im Landkreis Ansbach Kategorie:Mitteleschenbach Kategorie:Ersterwähnung 1300