Beierleinsmühle (fränkisch: SchdollamühlR. Schuh: Gunzenhausen, S. 25. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „šdǫlɒmǖl“.) ist ein Wohnplatz der Stadt Wolframs-Eschenbach im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Nach 1885 wird die heute im Hauptort aufgegangene Mühle nicht mehr als Ortsteil geführt.

Geografie Die Mühle liegt im Osten des Stadtgebietes von Wolframs-Eschenbach am rechten Oberlauf des Erlbachs, der bis dorthin noch Stollamühlbach genannt wird und danach zunächst Gänsbach, und südlich an der von Windsbach kommenden Staatsstraße 2220. Unmittelbar östlich schließt sich eine Kläranlage an, nördlich der St 2220 befindet sich ein östlicher Siedlungsteil der Stadt aus dem 20. Jahrhundert.

Geschichte Der Ort wurde 1522 als „Stollenmul“ erstmals urkundlich erwähnt.Staatsarchiv Nürnberg, Rep. 122 no 121 fol. 14’. Zitiert nach R. Schuh: Gunzenhausen, S. 25. Das Bestimmungswort des Ortsnamens ist der Familienname Stoll, die ursprünglichen Besitzer der Mühle.R. Schuh: Gunzenhausen, S. 25.

Im 16-Punkte-Bericht des Oberamts Windsbach von 1608 ist für die „Stolnmühl“ eine Mannschaft verzeichnet, die dem Stadtvogteiamt Eschenbach des Deutschen Ordens unterstand. Das Hochgericht übte das brandenburg-ansbachische Kasten- und Stadtvogteiamt Windsbach aus.Staatsarchiv Nürnberg, 16-Punkte-Berichte 43/1, 14. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 732.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts erhielt die „Stellamühle“ bei der Vergabe der Hausnummern die Nr. 174 des Ortes Wolframs-Eschenbach. Sie hatte weiterhin das Stadtvogteiamt Eschenbach als Grundherrn.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 932. 1846 wird sie als „Stollmühle“ erwähnt, ab 1875 als „Stollamühle“. Im 19. Jahrhundert war die Familie Beierlein in Besitz des Anwesens. Erst später kam es zur amtlichen Bezeichnung „Beierleinsmühle“, die aber in der Mundart nie geläufig wurde. Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Windsbach.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 1017.

Heute ist der Ort Haus Nr. 10 und 12 der Windsbacher Straße.

Einwohnerentwicklung Jahr 1836 1840 1861 }1871 1885 Einwohner 7 7 9 9 8HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1840 wurden diese als Häuser bezeichnet, 1836 und 1885 als Wohngebäude. 2 1 1Quelle

Religion Der Ort ist römisch-katholisch geprägt und bis heute nach Liebfrauenmünster (Wolframs-Eschenbach) gepfarrt. Die Einwohner evangelisch-lutherischer Konfession sind nach Unserer Lieben Frau (Merkendorf) gepfarrt.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Geographie (Wolframs-Eschenbach) Kategorie:Einzelsiedlung im Landkreis Ansbach Kategorie:Ersterwähnung 1522