Die Liste der Straßenbrunnen im Berliner Bezirk Spandau ist eine Übersicht der existierenden Grundwasserbrunnen„Für die Unterhaltung der Brunnen ist in den Berliner Bezirken jeweils das Straßen- und Grünflächenamt zuständig, die regelmäßige Beprobung der Wasserqualität wird durch die Gesundheitsämter veranlasst. Dies gilt sowohl für die Bundes- wie auch für die Landesbrunnen.“ in den Ortsteilen des Bezirks.
Am Wassernetz betriebene ständig laufende TrinkwasserbrunnenDrucksache – 0384/XX. Trinkwasserbrunnen in Spandau errichten bzw. umbauen! und Brunnenanlagen mit Schmuck- und Zierfunktion bleiben für diese Liste unbeachtet.
Überblick Im Bezirk Spandau waren die SchliephackepumpenDieser designte Brunnentyp wurde in den 1960er Jahren von Schliephacke entworfen und vom Stadtbaudirektor Rümmler im Berliner Westteil eingeführt. weit verbreitet, sie sind in einem dunklen Gelbton lackiert. Seit Ende der 2000er JahreVergleich zu diesen Änderungen in den aufgestellten Brunnentypen die Aufnahmen von 2018 und die Angaben auf StreetView, die für Straßen in Spandau aus dem Jahr 2009 stammen. werden diese nahezu 50 Jahre alten Notwassersysteme durch grünlackierte schmucklose Brunnensäulen (FSH, im Bezirk kaum Pumpentyp Wolf) ersetzt. FSH-Pumpen ermöglichen eine größere Förderhöhe. Der Grund für den Austausch mögen die durch Alterung am Bohrgrund oder der Anlagen eingetretenen Schäden sein.3: Wie viele Pumpen wurden in oben genannten Zeitraum stillgelegt. Dieser Austausch ist ebenso wie allgemeine Reparaturen von verfügbaren finanziellen Mitteln der Bezirksverwaltung abhängig.Uta Keseling: Unsere P(l)umpe. In: morgenpost.de, 21. Oktober 2007, abgerufen am 18. Oktober 2019 (Zweck, Anzahl, Allgemeines). Eine bezirkstypische Besonderheit bei der Vorort-Besichtigung in den 2010er Jahren sind große Blechschilder (etwa in A4-Größe) mit dem Hinweis „Kein Trinkwasser“, die mit Schrauben unmittelbar in der Pumpsäule befestigt sind. Rotumrandete Schilder (teilweise nur in der Höhe der Schrift) befinden sich zusätzlich zu kleineren noch geklebten Hinweisen an Brunnenständern. Eine Besonderheit im Bezirk ist die 1945 durch den Gebietsaustausch zwischen Briten und Sowjets entstandene Gemeinde Staaken im DDR-Bezirk NauenDas Gebiet befand sich westlich vom Finkenkruger Weg (bis zum Fort Hahneberg) bis zur Stadtgrenze. und erst wieder mit dem Mauerfall 1990 in Verantwortung des Bezirkes Spandau gelangte Ortslage West-Staaken. Damit wurden hier erst in den 1990er Jahren Straßenbrunnen zur Notwasserversorgung ausgestellt, vorzugsweise Schliephackebrunnen (Rümmler-Pumpen). Jedoch wurden diese durch FSH-Säulen erneuert. Bemerkenswert im Bezirk ist die hohe Betriebsbereitschaft der Spandauer Straßenbrunnen.Vergleiche hierzu die Anmerkungen bei ausgewählten Brunnen in den Listen der anderen Bezirke.
Nach Angaben aus dem Bezirksamt auf eine schriftliche Anfrage im AbgeordnetenhausDrucksache 18/10377, 18. Wahlperiode, Schriftliche Anfrage des Abgeordneten Daniel Buchholz (SPD) vom 2. Februar 2017 wurden 38 für eine Trinkwasserentnahme als ungeeignet festgesetzt. Nach der Drucksache 17/15418Schriftliche Anfrage des Abgeordneten Christopher Lauer (PIRATEN) vom 27. Januar 2015 (Eingang beim Abgeordnetenhaus am 29. Januar 2015): Trinkwasserversorgung bei Stromausfall mit einer Antwort zu Frage 2: Dem Senat liegt eine aktuelle Auflistung vor. Die Auflistung der Landesbrunnen ist beigefügt. gab es im Bezirk 74 Landesbrunnen. Ergänzt wurde die folgende Liste durch die in der Drucksache 17/15418Schriftliche Anfrage des Abgeordneten Christopher Lauer (PIRATEN) vom 27. Januar 2015 (Eingang beim Abgeordnetenhaus am 29. Januar 2015): Trinkwasserversorgung bei Stromausfall mit einer Antwort zu Frage 2: Dem Senat liegt eine aktuelle Auflistung vor. Die Auflistung der Landesbrunnen ist beigefügt. beigelegte Aufstellung von Landesbrunnen.Aus der Liste der kleinen Anfrage im Abgeordnetenhaus 17/15418 kamen 64 Brunnen hinzu >> die bis Oktober 2019 noch nicht für Wikipedia und dem Projekt Plumpen in OSM aufgefunden waren. Die Koordinaten sind aus den Adressen ermittelt und wurden gegebenenfalls vor Ort korrigiert. Die in der Verantwortung des Bundes liegenden Brunnen für den Not-Einsatz sind in der Liste eventuell nicht komplett erfasst.Joachim Fahrun: Berlin hat zu wenige Pumpen für den Notfall. In: Berliner Morgenpost. 27. Februar 2017.
Für die Wasserversorgung in Spandau standen 1895 für 60.000 Einwohner lediglich die 70 öffentlichen Straßenbrunnen der Stadt Spandau zur Verfügung.Einer dieser Straßenbrunnen befand sich östlich vom Markt vor dem Konditoreihaus Breite Straße 20. Er stand wohl noch 1920. Damals befand sich gegenüber nach das Eckhaus 53b und das Gebäude Nummer 54. Die wachsende Bevölkerungszahl veranlasste die StadtSpandau war eine Arbeiterstadt mit den in den Militärfabriken Tätigen als Einwohner. Die Fabriken waren preußische Unternehmen, so fehlten die Steuereinnahmen von reichen Fabrikbesitzern. den Ingenieur Walter Pfeffer 1889 mit den Planungen der Wasserversorgung zu beauftragen. Das Wasserwerk (an der Pionierstraße) wurde schließlich 1897 eröffnet. Hinzu kamen der Wasserturm an der Birken-/Ecke Falkenberger Straße (Höhe 48 m, Volumen 700 m³) der bis 1937 existierte und 1911 wurde wegen der zunehmenden Gebäudehöhe der neue Wasserturm an der Feld-/Blumenstraße errichtet, der bis 1932 Bestand hatte.Rainer Fliegner: Spandau – Geschichte und Geschichten. Sutton-Verlag, Erfurt 2007, ISBN 978-3-86680-122-6.
Die Höhenverteilung vom Spandauer Norden mit Geländehöhen (in NHNGeländehöhen 2009: Spandau am Westrand Berlins) um 30 m (Warschau-Berliner UrstromtalGrundwassergleichen 2018: Norden Spandaus) und dem Süden (Gatow/Kladow: Nauener PlatteGrundwassergleichen 2018: Nauener Platte: südliches Spandau) mit 40–50 m ist von Bedeutung für die Grundwassersituation.
Auffällig im Bezirk ist der fast durchgehende Einsatz von FSH-Pumpen auf einem Brunnenständer, die wenigstens einheitlich seit (Ende der) 1990er Jahren aufgestellt werden und insbesondere die älteren Schliephacke-Brunnen (auch als Rümmler-Pumpen geführt) ersetzen. Zudem ist der Grad der betriebsbereiten Straßenbrunnen gegenüber der Einsatzbereitschaft vergleichsweise sehr hoch.
Grundsätzlich werden Straßenbrunnen jährlich zweimal durch das Straßenamt kontrolliert. Im Ergebnis erfolgen Reparaturen oder Erneuerung und bei Ausfall der Quelle wird ein neuer Standort gewählt. Dabei kann der Brunnenkörper zeitweise eingelagert sein.In der Drucksache 17/17 392 im Abgeordnetenhaus gibt es Angaben zum Zeitraum 2010 bis 2015. 2012 wurde im Bezirk ein Brunnen und 2015 wurden zwei stillgelegt. 2013 wurden drei und 2014 zwei Brunnen neu errichtet. 2010 wurden fünf und 2011 zwei Straßenbrunnen wieder hergestellt. Für diese Liste wurden Abbildungen vom Juli 2008 und Herbst 2009 zum Vergleich gegenüber der Vor-Ort-Begehung herangezogen, so sind Änderungen in den 2010er Jahren erkennbar. Die Antwort der Drucksache 18/10377 gibt aus dem Bezirksamt Spandau für 2016 (Stand: 20. Februar 2017) 120 „funktionsfähige und in Betrieb befindliche Straßenbrunnen“ an, gegenüber 87 für die Jahre 2006/2007. Es waren 2017In der Drucksache 17/17 392 (Schriftliche Anfrage des Abgeordneten Gerwald Claus-Brunner – PIRATEN vom 11. November 2015) sind folgende Angaben für die Anzahl Brunnen mit Schild „kein Trinkwasser“ enthalten „2011: 27 / 2012: 29 / 2013: 50 / 2014: keine Beprobung / 2015: 40“ gegeben. mit dem Schild „Kein Trinkwasser“ 49 Brunnen gekennzeichnet.Bei Überschreitung der mikrobiologischen Parameter sind diese Brunnen durch die Zugabe von Trinkwasserdesinfektionstabletten nutzbar. Bei Überschreitung der chemischen Parameter nach der Trinkwasserverordnung in der Bekanntmachung vom 10.03.2016 (BGBl. I S. 459), zuletzt geändert durch Gesetz vom 18. Juli 2016 (BGBl. I S. 1666), können Straßenbrunnen zur Notfallversorgung genutzt werden, wenn das Wasser den Mindestanforderungen an die Qualität von Notwasser gemäß den Ausführungsbestimmungen des Wassersicherstellungsgesetzes vom 24. August 1965 (BGBl. I S. 1225, 1817), das zuletzt durch Gesetz vom 12. August 2005 (BGBl. I S. 2354) geändert worden ist, entspricht. In der gleichen Antwort-Drucksache wird darauf verwiesen, dass insbesondere in Außenbezirken und Neubau-Gebieten Nachholbedarf beim Aufstellen von Straßenbrunnen besteht.Bedingt durch die aktuellen Baumaßnahmen zur Sicherstellung von Wohnraum und der Zunahme der Bevölkerung ist von einem erheblichen Fehlbestand an Straßenbrunnen auszugehen. Daher sieht der Senat Handlungsbedarf und ermittelt derzeit in Zusammenarbeit mit den Berliner Bezirken den Bedarf an zusätzlichen Straßenbrunnen. […] Eine Nutzung der Straßenbrunnen z. B. für die Bewässerung der Straßenbäume ist erwünscht, damit die Brunnen nicht vertrocknen oder versanden.
Eine aktuelle Standortbestimmung ergibt sich aus der Darstellung der Ergebnisse der Straßenbefahrung, die 2014/2015 vom Senat beauftragt wurde. Digital wurden danach die Straßenmöbel und Ausstattungszustücke ausgewertet und auf Kartenmaterial unter Geoportal des Landesvermessungsamtes dargestellt. Erreichbar ist das Kartenmaterial über den Link des Geoportals.Geoportal (FIS-Broker). „Das Online-Angebot der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen ist Teil des Stadtinformationssystems Berlin: www.berlin.de.“ Die für diesen Artikel wichtigen Kartendetails sind mit dem Suchwort „Straßenbefahrung 2014“ erreichbar und mit der entsprechenden Adresse zu suchen. Standorte der Straßenbrunnen sind mit einem blauen Quadrat markiert. Als Untergrund für die Darstellung kann verschiedenes Kartenmaterial ausgewählt werden. Der Überblick über die Standorte von Berliner Straßenbrunnen ist über eine OSM-gestützte Karte im Vergleich der WP-erfassten und der 2014 erfassten Plumpen zu erreichen.Straßenbrunnen: OSM - Straßenbefahrung 2014
Anmerkungen zu den Straßenbrunnen der Notwasser-Versorgung Die Liste ist nach Ortsteilen, Flurabstand des Grundwassers (im Jahr 2009) und Pumpenform sortierbar. Nicht näher erkennbare Grundstücksnummern sind in Klammern und teilweise mit vorgesetzten „#“ in der Adresse markiert. Die Zahlen an den Säulen wurden in der Liste als Kennnummern eingesetzt, sie stimmen mit der Kennzeichnung im Straßenamt und (wohl auch) der beauftragten Brunnenbaufirma überein. In der Beschreibung sind markante Umstände zusammengetragen und mit Fotografien ergänzt und zudem nach Ortsteil gegliedert auf Wikimedia-Commons anzusehen.Wasserpumpen in Berlin.
Entsprechend der AuskunftDrucksache 18 /21 334/Schriftliche Anfrage 18. Wahlperiode -*- Schriftliche Anfrage des Abgeordneten Daniel Buchholz (SPD)vom 22. Oktober 2019 (Eingang beim Abgeordnetenhaus am 22. Oktober 2019) zum Thema: Kritische Infrastruktur Trinkwasser (II): Was tun die Verwaltungen gegen zu wenig Straßenbrunnen für den Notfall, nicht funktionsfähige Pumpen und schlechte Wasserqualität? und Antwort vom 7. November 2019 (Eingang beim Abgeordnetenhaus am 13. November 2019) des Bezirksamtes Spandau vom November 2019 stehen im Bezirk insgesamt 128 Brunnen, 2009 waren es 116. Für Trinkwasserzwecke nicht unmittelbar geeignet sind demnach 20 Standorte wegen chemischen und 10 wegen bakteriologischen Verunreinigungen. Für 2016 wurden aus dem Bezirksamt auf eine schriftliche Anfrage von 2017Drucksache 18 / 10 377 18. Wahlperiode, Schriftliche Anfrage des Abgeordneten Daniel Buchholz (SPD) vom 2. Februar 2017 120 funktionsfähige Brunnen genannt. Die Liste (Stand 11/2019) enthält 98 Einträge, wobei sich zwei auf abgebaute oder eingelagerte Straßenbrunnen beziehen. Bei einer angestrebten Anzahl von 1500 Einwohnern je Brunnen folgt aus der Einwohnerzahl (334.351) ein Bedarf von 158 Straßenbrunnen.
Für die Ortsteile des Bezirks werden Abkürzungen des Statistik-Amtes genutzt.Amt für Statistik Berlin-Brandenburg Regionales Bezugssystem: nach VZ_AdrVerzeichnisLOR05_2015_BE.pdf FalFe = Falkenhagener Feld Gatow = Gatow Haken = Hakenfelde Hasel = Haselhorst Klado = Kladow