mini|Große Synagoge in Ljuboml mini|Eingang zur Synagoge Das älteste Baujahr für die Große Synagoge von Ljuboml in der Oblast Wolyn in der Ukraine wird mit 1510 angegeben, womit sie eine der ältesten Synagogen in der Ukraine wäre.https://shtetlroutes.eu/en/lyuboml-putvnik/ Baujahr 1510. Abgerufen am 18. Februar 2018 Sie wurde im Zweiten Weltkrieg beschädigt und später abgerissen.
Geschichte Neben der Angabe des Baujahrs 1510 bzw. 1521 werden auch die 1670er Jahre genannt. Damals gewährte Michael I., König von Polen-Litauen, den Juden der Stadt Privilegien. Das als Wehrsynagoge errichtete Gebäude ersetzte vermutlich eine ältere hölzerne Synagoge.Maria and Kazimierz Piechotka: Heaven’s Gates. Masonry synagogues in the territories of the former Polish – Lithuania Commonwealth. Seite 346. Polish Institute of World Art Studies & POLIN Museum of the History of Polish Jews, Warschau 2017, ISBN 978-83-942344-3-0. Angabe zum Baujahr.
Später wurde die Synagoge mehrmals umgebaut. Eine letzte große Renovierung erfolgte in der Zwischenkriegszeit 1918–1939.
In den ersten Monaten der deutschen Besetzung Ljubomls im Zweiten Weltkrieg wurde die jüdische Bevölkerung gezwungen, die Torarollen und alten Bücher aus der Synagoge zu holen und zu verbrennen.
In die Wand wurde eine Öffnung gebrochen, damit die geraubten Wertsachen und die Kleidung der erschossenen Juden mit Lastwagen dorthin gebracht werden konnten, um sie zu sortieren und zu lagern.
Bei der Befreiung Ljubomls im Jahr 1944 waren von ehemals 5000 Juden noch 51 am Leben.
Obwohl die Synagoge nicht besonders beschädigt war, wurde sie 1947 von den sowjetischen Behörden vollständig abgerissen.
Architektur mini|Toraschrein und Bima Die Synagoge war ein prachtvoller Bau im Stil der polnischen Renaissance. Sie hatte die Form eines Kubus mit 16 × 16 m, wobei der angrenzende Raum für die Frauen niedriger war. An drei Seiten befanden sich je drei große Rundbogenfenster; an der Ostwand waren es zwei und dazwischen ein Okulus. Dahinter befand sich der Toraschrein.
Das Dach sowohl des Hauptgebäudes als auch des angebauten Frauengebäudes war hinter einer Attika verborgen.
Die Bima stand in der Mitte des Raumes und wurde von vier Pfeilern mit einem baldachinähnlichen Aufsatz umgeben (Stützbima).
Der Toraschrein stammte vermutlich aus dem 17. Jahrhundert. Davor befand sich ein verziertes eisernes Tor. Der Schrein selbst war zweistufig plus einem Aufsatz, der bis zu dem Okulus reichte. Auf jeder Seite waren je zwei verzierte Säulen.Maria and Kazimierz Piechotka: Heaven’s Gates. Masonry synagogues in the territories of the former Polish – Lithuania Commonwealth. Seite 346–350. Polish Institute of World Art Studies & POLIN Museum of the History of Polish Jews, Warschau 2017, ISBN 978-83-942344-3-0. Angabe zum Baujahr.
Besondere Gravierungen an der Fassade werteten den großartigen Eindruck des Gebäudes noch weiter auf. Der Eingang zur Haupthalle war mit zwei Inschriften aus der Bibel dekoriert.https://shtetlroutes.eu/en/lyuboml-putvnik/ Weiter Beschreibung, Architektur und Geschichte. Abgerufen am 18. Februar 2018
Trivia Im Jahr 1918 gab der Magistrat von Ljuboml eine Briefmarkenserie mit Ansichten der Stadt heraus. Eine der Briefmarken zeigte die Synagoge. Die Beschriftung war in den vier Sprachen , , und . Eine der Briefmarken zeigte die Synagoge.https://shtetlroutes.eu/en/lyuboml-putvnik/ Briefmarken. Abgerufen am 17. Februar 2018
Siehe auch Liste von Synagogen in der Ukraine
Einzelnachweise
Weblinks
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