Aisonville-et-Bernoville ist eine französische Gemeinde mit Einwohnern (Stand ) im Département Aisne in der Region Hauts-de-France.
Geographie Die Gemeinde Aisonville-et-Bernoville liegt etwa 18 Kilometer nordöstlich von Saint-Quentin im Norden des Départements Aisne, nahe der Oise. Die nächstgrößere Stadt ist das südöstlich gelegene Guise, die Grenze zum Département Nord ist weniger als 10 Kilometer entfernt. Das Gemeindegebiet erstreckt sich nach Westen und Süden weit über die Bebauungsgrenze hinaus. Die Ortskerne der zwei ursprünglichen Dörfer sind durch die Straße D 68 miteinander verbunden.
Geschichte Im Kopialbuch der Abtei Fesmy wird der Ort das erste Mal 1151 unter dem Namen Aisunvilla erwähnt. Der Name leitet sich wohl von einem früheren Bewohner Aizo ab.Ernest Nègre: Toponymie générale de la France. Band 2, S. 922. Bis zur französischen Revolution gehörten die zwei Orte zu zwei separaten Pfarreien, erst bis 1794 wurden die beiden Orte administrativ zusammengelegt.Datenbank Cassini Wie weite Teile des Départements war die Gemeinde Schauplatz heftiger Kämpfe während des Ersten Weltkriegs. Zwischen 1901 und 1951 war Aisonville-et-Bernoville an das Schienennetz angebunden. Entsprechend der industriellen Stärke der Region, verkehrte ein Zug zwischen Le Catelet und Guise. Aufgrund zurückgehender Profitabilität wurde die Linie nach dem Zweiten Weltkrieg eingestellt. Die Schienen sind heute nicht mehr sichtbar, das Bahnhofsgebäude bewohnt.
Einwohnerentwicklung Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2014 2021 Einwohner 388 343 300 251 216 291 297 256 259 Quellen: Cassini und INSEE
Politik Das Wahlverhalten der Gemeinde zeigt eine schrittweise Hinwendung zur extremen Rechten des Front National. Bereits 2002 lag Jean-Marie Le Pen im ersten Wahlgang vor Jacques Chirac. Bei allen Wahlen zwischen 2012 und 2017 lagen die Kandidaten des Front National vorne, mit Ausnahme der letzten Parlamentswahlen, bei der sich der Amtsinhaber Jean-Louis Bricout aus dem nahegelegenen Bohain-en-Vermandois knapp durchsetzen konnte. Für den Stadtrat kandidierten exakt so viel Bewerber wie Plätze vorhanden waren, eine politische Konfrontation existiert hier nicht. Die Wahlbeteiligung im Ort lag zuletzt zwischen 60 % und 70 %.
Kultur und Sehenswürdigkeiten Hervorzuheben sind die beiden Kirchen der zwei ursprünglichen Ortsteile, Saint-Jean und Notre-Dame-de-la-Nativité und das Château de Bernoville, das zu Beginn des 18. Jahrhunderts für Jacques François de Chastenet de Puységur errichtet wurde und heute teilweise als Monument historique klassifiziert ist. Eine Stele gedenkt der Toten der zwei Weltkriege.
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Ort in Hauts-de-France Kategorie:Ersterwähnung 1151