John Barrowman ist das sechste Soloalbum des schottisch-US-amerikanischen (Musical-)Schauspielers und Entertainers John Barrowman MBE. Das Album stieg bis auf Platz 11 der britischen Charts und erreichte damit Barrowmans bislang beste Platzierung.

Es ist Barrowmans drittes und letztes Werk im Rahmen seines Sony-BMG-Vertrages. Dieser wurde ihm angeboten, nachdem er als Captain Jack Harkness internationale Bekanntheit erlangt hatte und dieses Publikum auf die musikalischen Anfänge seiner Karriere aufmerksam wurde. Aus diesem Grund wird das Album nicht selten als sein drittes Soloalbum bezeichnet. Die zuvor veröffentlichten Soloalben Aspects of Lloyd Webber (1997), Reflections from Broadway (2000) und JB Swings Cole Porter (2004) waren explizit auf passioniertes Theaterpublikum ausgerichtet, entstanden vor seinem Durchbruch vor der Kamera und werden daher nicht immer mitgezählt.

Titelliste Nr.TitelMusicalKomponisten & TexterLänge1. When I Get My Name In Lights The Boy from Oz Peter Allen2:182. One Night Only Dreamgirls Tom Eyen (Text), Henry Krieger (Musik)3:263. Copacabana Copacabana Barry Manilow3:144. I Won’t Send Roses Mack & Mable Jerry Herman3:255. Memory Cats Trevor Nunn (Text nach T. S. Eliots Rhapsody on a Windy Night),Note from Trevor Nunn auf reallyuseful.com; archiviert vom Original am 12. Mai 2008. Abgerufen am 21. Oktober 2017.Andrew Lloyd Webber (Musik)5:226. The Kid Inside Is There Life After High School? Craig Carnelia3:397. My Eyes Adored You Jersey Boys Bob Gaudio3:078. Don’t Cry Out Loud The Boy from Oz Peter Allen4:019. So Close (Duett mit Jodie Prenger) Enchanted Stephen Schwartz (Text), Alan Menken (Musik)3:44 10. Unusual Way Nine Maury Yeston4:16 11. You’ll Never Walk Alone Carousel Oscar Hammerstein II (Text), Richard Rodgers (Musik)3:38 12. The Winner Takes It All Mamma Mia! Benny Andersson, Björn Ulvaeus4:58 13. Oh What A Night Jersey Boys Bob Gaudio2:53Gesamtlänge48:06 iTunes-Bonustitel (nur UK) Nr.TitelSongwriterAnmerkungLänge14. The Doctor And I Stephen Schwartz,John Barrowman Abwandlung von „The Wizard and I“ aus Wicked. Beschreibt die Empfindungen Captain Jacks dem Doktor gegenüber (Doctor Who).4:06Gesamtlänge52:12

Hintergrund Während viele Musiker am ehesten ihr Debüt-Album nach sich selbst benennen, griff Barrowman erst hiermit auf seinen Eigennamen zurück. Dies begründet er auf seiner Homepage damit, das Album sei sein bis dato persönlichstes Werk und erfülle einen lang gehegten Herzenswunsch; jeder einzelne gewählte Titel habe eine große persönliche Bedeutung für ihn.Albuminfo auf Barrowmans Homepage. Abgerufen am 2. November 2017. WalesOnline, dem Portal von Media Wales, gab er zu jedem Titel eine kurze Begründung für die Relevanz eben jenes Titels in seinem Leben (siehe #Liederwahl).Matt Thomas: As all-rounders go, you don’t get much more so than John Barrowman. Now he’s launched a new album. WalesOnline (Media Wales Ltd.) vom 26. Februar 2010. Überarbeitung vom 28. März 2013. Abgerufen am 1. November 2017. In den Liner Notes seines Albums schreibt er: mini|John Barrowman, 2014 Barrowman begann seine berufliche Laufbahn als Musicalsänger. Seinen Durchbruch auf den großen internationalen Bühnen feierte er bereits 1989 im Abschlussjahr seines Universitätsstudiums mit Anything Goes im Londoner West End. In den 1990er- und frühen 2000er-Jahren nahm er bereits eine Reihe von Studioalben auf, darunter sowohl Ensemble-Alben einzelner Theaterstücke (Bsp. Hair, Grease, Phantom der Oper) als auch Soloalben mit einer Zusammenstellung verschiedener Musical-Hits (Reflections from Broadway, Aspects of Lloyd Webber, JB Swings Cole Porter). Für seine Hauptrolle in Anything Goes erhielt er eine Olivier-Nominierung.BWW News Desk: John Barrowman Announces UK Album Tour Dates. BroadwayWorld.com vom 12. März 2010. Abgerufen am 2. November 2017. Als er mit seiner Rolle als Captain Jack Harkness in Doctor Who einem internationalen Publikum bekannt wurde und mit Torchwood eine eigene Ablegerserie erhielt, wechselte sein beruflicher Fokus zunehmend zur Arbeit vor der Kamera in Filmen, Serien und der Moderation verschiedener BBC-Fernsehshows. Die anhaltende Popularität des Captain Jack auch in Hörspielen, Büchern und auf internationalen Messen wie der Comic Con ermöglichte ihm jedoch zugleich, seine Liebe zur Musik und sein Unterhaltungstalent auch abseits der Theaterbühnen zum Beruf zu machen und Konzerthallen im Vereinigten Königreich zu füllen.

In der Folge erhielt er einen Studiovertrag mit Sony BMG und nahm im Rahmen dessen drei Soloalben auf: Nach Another Side (2007) und Music Music Music (2008), welche hauptsächlich Pop- und Country-Cover sowie Barrowmans erste eigene Single „What About Us?“ (geschrieben von Gary Barlow OBE) enthalten hatten, wandte er sich mit seinem dritten Sony-Album wieder dem Musical zu. Diese Rückkehr zu seinen Wurzeln wurde eingeleitet durch seine Hauptrolle als Zaza bzw. Albin im West-End-Revival von La Cage aux Folles (2009). Das Musical-Kompilationsalbum John Barrowman erschien schließlich am 1. März 2010, Produktion und Vermarktung erfolgten über das Sony-Label Arista. Alle Arrangements seiner Coversongs stammen von Barrowman und seinem musical director (vgl. Musikdirektor) Matt Brind.

Dem Album folgte eine Tournee von 23 Konzerten, davon 19 in England, zwei in Schottland (Glasgow und Edinburgh) und zwei in Wales (Cardiff und Llandudno).John Barrowman Announces UK Album Tour Dates. In: BroadwayWorld vom 12. März 2010. Abgerufen am 8. März 2018.

Rezension

Mitwirkende Folgende Angaben sind den Liner Notes des Albums entnommen, wie sie online von Barnes & Noble zusammengefasst wurden:John Barrowman: John Barrowman (2010). Released 03/01/2010. Albuminfos im Barnes & Noble Onlineauftritt. Abgerufen am 1. November 2017.

Gesang John Barrowman: Hauptstimme Mae McKenna: Hintergrundgesang Carol Kenyon: Hintergrundgesang Phil Nicoll: Hintergrundgesang Jodie Prenger: Hauptstimme (Duett)

Instrumente Andy Findon: Keltische Querflöte Phil Todd: Querflöte, Piccoloflöte, Altsaxophon, Sopransaxophon Dave Bishop: Klarinette, Querflöte, Altsaxophon Jamie Talbot: Klarinette, Tenorsaxophon Martin Robertson: Klarinette, Tenorsaxophon Richard Berry: Waldhorn (Doppelhorn) Martin Owen: Waldhorn Michael Thompson: Waldhorn Andy Wood: Tuba, Bassposaune, Tenorposaune Michael Hext: Tenorposaune Mark Nightingale: Tenorposaune Sue Bohling: Oboe Stuart Brooks: Trompete Simon Gardener: Trompete Tom Rees-Roberts: Trompete Matt Brind: Klavier, Keyboards David Hartley: Klavier, Keyboards Adam Goldsmith: Gitarre Steve Pearce: E-Bass Ralph Salmins: Schlagzeug Luis Jardim: Latein-Percussion (Bongos, Vibraslaps etc. aus dem lateinamerikanischen Jazz) Produktion Matt Brind: Arrangeur, Musikdirektor, Orchester-Arrangeur Martin Koch: Produzent, Toningenieur, Orchester-Arrangeur Nick Gilpin: Produzent, Toningenieur Gordon Charlton: Executive Producer (Geschäftsführer) Lucy Whalley: Vertreterin des vertragsgebenden Unternehmens [Sony BMG]

Komposition Henry Krieger: Komponist Alan Menken: Komponist Andrew Lloyd Webber: Komponist Richard Rodgers: Komponist Tom Eyen: Texter Oscar Hammerstein: Texter Trevor Nunn: Texter Stephen Schwartz: Texter Peter Allen: Komponist, Texter Benny Andersson: Komponist, Texter Carole Bayer Sager: Komponist, Texter Craig Carnelia: Komponist, Texter Bob Crewe: Komponist, Texter Jack Feldman: Komponist, Texter Bob Gaudio: Komponist, Texter Jerry Herman: Komponist, Texter Barry Manilow: Komponist, Texter Kenny Nolan: Komponist, Texter Judy Parker: Komponist, Texter Bruce Sussman: Komponist, Texter Björn Ulvaeus: Komponist, Texter Maury Yeston: Komponist, Texter

Liederwahl 1. When I Get My Name In Lights (The Boy from Oz) Im Musical The Boy from Oz wird dieses Stück im ersten Akt vom jungen Peter Allen (damals Peter Woolnough) gesungen, der im ländlichen Australien von einer Karriere auf der Bühne träumt. Im Anschluss singt der nun erwachsene Peter das Lied noch einmal in einer leicht abgewandelten Version (Reprise)

Barrowman begründete die Wahl im Interview so:

2. One Night Only (Dreamgirls) Im zweiten Akt des Musicals Dreamgirls entschuldigt sich C.C. bei Effie für die Behinderung ihrer Karriere und lässt sie seinen Song „One Night Only“ in seiner ursprünglichen Form als Soul-Ballade aufnehmen. Das Lied erklimmt die Charts und sorgt für Neid bei Curtis, der mit Bestechungsgeldern versucht, die gleich im Anschluss dargebotene Disco-Version des Liedes von Deena and the Dreams noch erfolgreicher werden zu lassen und Effies Sieg zu schmälern. Das Lied selbst handelt von einer sich anbahnenden Liebesgeschichte, der nur Zeit für ein One-Night-Stand bleibt.

Barrowman begründete die Wahl im Interview so:

3. Copacabana (Copacabana) Das Musical Copacabana wurde 1985 von Barry Manilow als Fernsehfilm geschrieben. Die Geschichte basiert auf seinem gleichnamigen Lied von 1978. Dieses handelt von der jungen Möchtegernsängerin Lola, die als Animierdame im New Yorker Nachtclub Copacabana arbeitet. Ihr Liebhaber Tony, ein Barkeeper des Clubs, wird von einem Mafiaboss mit amourösem Interesse an Lola ermordet. 30 Jahre später ist sie über seinen Tod und ihr Karriereende nicht hinweggekommen und lebt ganz und gar in der Vergangenheit.

Barrowman begründete die Wahl im Interview so:

4. I Won’t Send Roses (Mack and Mabel) Das Musical Mack and Mabel erzählt die Lebensgeschichte eines ungleichen Liebespaares, wobei die junge Lieferantin und Möchtegern-Schauspielerin Mabel sich recht früh in Stummfilmregisseur Mack verliebt und ihm immer wieder Avancen macht, Mack allerdings nicht viel für Romantik und langfristige Liebesbeziehungen übrig hat und sich nur widerstrebend auf sie einlässt. Er verlässt sie nach der ersten gemeinsamen Nacht und gesteht sich seine Gefühle erst ein, nachdem Mabel bereits an Tuberkulose verstorben ist. Als Filmemacher ersinnt Mack nachträglich ein Happy End für ihre Geschichte.

Barrowman begründete die Wahl im Interview so:

5. Memory (Cats) „Memory“ ist Andrew Lloyd Webbers bis heute erfolgreichstes Stück. Den Text schrieb Trevor Nunn, er basiert auf T. S. Eliots Gedicht Rhapsody on a Windy Night. In ihrem Musical Cats wird das Lied gesungen von Grizabella, der ehemaligen Glamour-Katze, die nun nur noch ein Schatten ihres Selbst ist. Der Song ist ein nostalgischer Rückblick auf ihre Vergangenheit und drückt ihren Wunsch aus, ein neues Leben zu beginnen. „Memory“ wird im Handlungsverlauf mehrmals gesungen. Gegen Ende des Musicals markiert er den Wende- und Höhepunkt der Handlung.

Barrowman begründete die Wahl im Interview so:

6. The Kid Inside (Is There Life After High School?) „The Kid Inside“ eröffnet den ersten Akt des Musicals Is There Life After High School? verfasst 1982 von Craig Carnelia nach dem gleichnamigen Bestsellerroman von Ralph Keyes (The Post-Truth Era, 2004).

Barrowman begründete die Wahl im Interview so:

7. My Eyes Adored You (Jersey Boys) Im Musical Jersey Boys (um die Geschichte der Rock-’n’-Roll-Gruppe The Four Seasons, geschrieben von deren Mitglied Bob Gaudio) singt Frankie Valli dieses Lied gegen Ende des ersten Aktes (Sommer), nachdem seine Ehe mit Mary wegen seiner ständigen Tourneereisen endgültig zerbricht und er sich von seinen Töchtern verabschiedet.

Barrowman begründete die Wahl im Interview so:

8. Don’t Cry Out Loud (The Boy From Oz) Im Musical The Boy from Oz erinnert sich der sterbende Peter Allen zum Ende des zweiten Aktes daran, wie seine Mutter Marion Woolnough ihm diese Parabel als Kind einmal vorsang. Der erwachsene Peter bringt es nicht übers Herz, ihr von seiner AIDS-Erkrankung zu erzählen.

Barrowman begründete die Wahl im Interview so:

9. So Close (Enchanted) – Duett mit Jodie Prenger