Die Liste der Straßenbrunnen im Berliner Bezirk Mitte ist eine Übersicht der derzeit existierenden Notwasserbrunnen in den Ortsteilen dieses Berliner Bezirks. Gleichzeitig ist die Aufstellung ein Bestandteil von Straßenbrunnen in Berlin mit den Listen der Straßenbrunnen in anderen Bezirken Berlins.
Überblick
mini|hochkant=1.2|Wasserentnahme,Foto aus der Sammlung des Imperial War Museum, Creator: N.S. Clark, Flight Lieutenant, Royal Air Force official photographer / originaler Bildtext: Brunnenstraße 36Lauchhammerbrunnen Typ I, Brunnenstraße 36 (N4, Mitte). N.S. Clark: Sommer 1945Vergleiche das Propagandschild (sowjetischer Sektor) rechts im Bild.Die Notlage der Wasserversorgung ohne das öffentliche Wassernetz bestand nach Kriegsende je nach Stadtlage bis in den Herbst 1945.Brunnen 5 ist noch vorhanden (2020).
Entsprechend der AuskunftDrucksache 18 /21 334/Schriftliche Anfrage 18. Wahlperiode -*- Schriftliche Anfrage des Abgeordneten Daniel Buchholz (SPD)vom 22. Oktober 2019 (Eingang beim Abgeordnetenhaus am 22. Oktober 2019) zum Thema: Kritische Infrastruktur Trinkwasser (II): Was tun die Verwaltungen gegen zu wenig Straßenbrunnen für den Notfall, nicht funktionsfähige Pumpen und schlechte Wasserqualität? und Antwort vom 7. November 2019 (Eingang beim Abgeordnetenhaus am 13. November 2019) des Bezirksamtes Mitte vom November 2019 stehen im Bezirk insgesamt 208 Brunnen, 2009 waren es 205. Für Trinkwasserzwecke nicht unmittelbar geeignet sind demnach 138 Standorte wegen chemischen und 50 wegen bakteriologischen Verunreinigungen. Für 2016 wurden aus dem Bezirksamt auf eine schriftliche Anfrage von 2017Drucksache 18 / 10 377 18. Wahlperiode, Schriftliche Anfrage des Abgeordneten Daniel Buchholz (SPD) vom 2. Februar 2017 206 funktionsfähige Brunnen genannt. Die Liste (Stand 11/2019) enthält 218 Einträge, davon sind jedoch acht Brunnen abgebaut, eingelagert oder Schmuckbrunnen ohne Funktion. Bei einer angestrebten Anzahl von 1500 Einwohnern je Brunnen folgt aus der Einwohnerzahl (384.172) ein Bedarf von 245 Straßenbrunnen.
Nach Angaben aus dem Bezirksamt auf eine schriftliche Anfrage von 2017Drucksache 18 / 10 377 18. Wahlperiode, Schriftliche Anfrage des Abgeordneten Daniel Buchholz (SPD) vom 2. Februar 2017 existieren 194 (funktionsfähige) Notwasserpumpen im Bezirk. Zudem wurde die Aussage gemacht, dass eine gleiche Anzahl bereits vor 20 Jahren (1998) vorhanden war. Im Jahr 2015 ergab eine schriftliche Anfrage aus dem Abgeordnetenhaus an den Senat,Schriftliche Anfrage des Abgeordneten Gerwald Claus-Brunner (PIRATEN) vom 11. November 2015 (Eingang beim Abgeordnetenhaus am 18. November 2015) dass 82 Brunnen, in den fünf Jahren 2011 bis 2015 das Schild „Kein Trinkwasser“Frage 2: Wie viele dieser Straßenbrunnen haben in den letzten 5 Jahren das Schild "Kein Trinkwasser" erhalten?: 2011: 5 / 2012: 17 / 2013: 25 / 2014: 19 / 2015: 16 haben, da deren Qualität unter die Ansprüche der Trinkwasserverordnung sank. Zur Anzahl stillgelegter oder neu errichteter Brunnen waren keine Angaben gemacht. Nach der Drucksache 17/15418Schriftliche Anfrage des Abgeordneten Christopher Lauer (PIRATEN) vom 27. Januar 2015 (Eingang beim Abgeordnetenhaus am 29. Januar 2015): Trinkwasserversorgung bei Stromausfall mit einer Antwort zu Frage 2: Dem Senat liegt eine aktuelle Auflistung vor. Die Auflistung der Landesbrunnen ist beigefügt. gibt es im Bezirk 117 Landesbrunnen.Schriftliche Anfrage des Abgeordneten Christopher Lauer (PIRATEN) vom 27. Januar 2015 (Eingang beim Abgeordnetenhaus am 29. Januar 2015): Trinkwasserversorgung bei Stromausfall mit einer Antwort zu Frage 2: Dem Senat liegt eine aktuelle Auflistung vor. Die Auflistung der Landesbrunnen ist beigefügt.Entsprechend der Anfrage zu 17/15418. Da für diese Liste keine Aufstellung der Notwasserversorgung aus dem Bezirksamt zur Verfügung stand, könnte diese unvollständig sein. Während die Anzahl und damit die Dichte beschriebener Brunnen für die Ortsteile Gesundbrunnen und Wedding groß ist, ist nach der Zuordnung zu LOR-Planungsräumen der Ortsteil Mitte unterrepräsentiert. Die untere Tabelle gibt die Verteilung der (vorgefundenen und ermittelten) Straßenbrunnen zur Anzahl der Einwohner im jeweiligen Planungsraum nach der Systematik der Lebensweltlich orientierten Räume an.
In der folgenden Liste sind (Stand Sommer 2019) insgesamt 218 Einträge erfolgt. Davon sind allerdings an sechs Standorten die Brunnen abgebaut und wohl auch die Bohrungen versiegelt. Zudem stehen an sechs Standorten Brunnenkörper, die Stadtplätzen oder auf Spielplätzen als Schmuckwerk, nicht für die Notwasserversorgung geeignet, aufgestellt sind.beispielsweise: Bezirksamt Mitte von Berlin: Drucksache – 1046/IV: Wasserspielplatz im Fritz-Schloß-Park, 19. Dezember 2013, 23. Januar 2014 // auch Drucksache – 0705/IV – BVV Mitte: Wasser auf die Spielplätze am Aktiven Zentrum Turmstraße // Drucksache – 0371/IV: Wasser auf die Spielplätze BrunnenkörperDer Status des Brunnens ist dabei entsprechend der zeitlichen Änderungen ungeklärt gelassen: inaktiv oder aktiv. wurden an 188 Standorten vorgefunden. Laut Mitteilung aus dem Straßen- und Grünflächenamt sind von den insgesamt 206 Brunnen im Bezirk (im Jahr 2018) 179 wasserführend und funktionsfähig.Luise Giggel: Straßenbrunnen größtenteils intakt. In: Berliner Woche, 16. August 2018 | Entsprechend dieser Bezirksamtsinformation von 2018 gibt es 206 Notwasserbrunnen im Bezirk Mitte.
Nach Ortsteilen sortiert stehen in Gesundbrunnen 58, im Wedding 49 und in Moabit 52 Brunnen, im Ortsteil Mitte – dem vormaligen Ostberliner Stadtbezirk – sind es (Stand 2019) 31 „grüne Plumpen“. 13 Brunnen sind es in Tiergarten und im Hansaviertel, dem nach der Fläche kleinsten Ortsteil, stehen vier Brunnen. Nach der Modellvielfalt (Stand 06/2019) stehen im Bezirk (Stand 01/2019). Vergleiche dazu die Ausführungen zu Formen Berliner Straßenbrunnen 6 Borsigsäulen: in den 2010er Jahren eingeführte sechskantige Brunnenkörper mit Kegel oder Pyramide als Säulenaufsatz 14 Brunnen der Form Neue-Krause: Sie besitzen den dickeren Unterteil, der mit einer quadratischen Platte angeschraubt ist. Daran angebracht der Wasseraustritt, das obere Rohr für das Kolbengestänge zum Schwengelansatz und einem geringeren Durchmesser. Zwei dieser Körper sind in halber Höhe verjüngt, wie ähnliche Anlagen in Kreuzberg. Bei den anderen zwölf Brunnen sind diese zwei Teile verschraubt. 7 dreiteilige Säulen gehören zu FSH-Pumpen, die auf einem Brunnenständer sitzen. Die „Hülse“ am Wasseraustritt kann dabei kurz oder lang sein. Diese Brunnenkörper sind besonders für große Fördertiefen geeignet. 67 Brunnen bestehen aus einem durchgehenden Rohr, wobei sich diese äußerlich durch Wasseraustritt und Ansatz für den Schwengel unterscheiden, sowie das Schwengelgewicht am Handgriff. Diese Brunnenkörper nach System Wolf können nach der Ausführung verschiedenen Zeitpunkten der Aufstellung zugeordnet werden. Mit dem Zusatz „Wed“ in der Tabelle sind 39 Aufstellungen markiert, die offensichtlich vorrangig im vormaligen Bezirk Wedding (jetzt Ortsteile Wedding und Gesundbrunnen) eingesetzt wurden. Charakteristisch ist der Ansatz für den Drehpol des Schwengels und ein Rhombenkörper als Gegengewicht in Nähe zum Handgriff sowie eine von oben aufgesetzte Verstärkung am Wasserrohr. Meist ist dieser Ansatz in einer Hülse an der Säule angebracht. Oft ist der Austritt aus drei Teilen (Säulenansatz, Mittelteil, Rohrbogen) verschweißt. An manchen Säulen ist der Austritt mit dem stützenden Aufsatz aber auch am Brunnenkörper angeschweißt. Drei solcher Wolf-Brunnen besitzen einen spezifisch geformten eckigen Handgriff, in der Tabelle mit „Eck“ bezeichnet. 14 Brunnen mit dem Zusatz „Z“ (in der Tabelle) haben als Gegengewicht oberhalb vom Handgriff an der Schwengelstange Zylinder- oder Quaderkörper. 11 Brunnen sind als Wolf oder Wolf 2 mit Kugeln als Gegengewicht am Handgriff erkenntenlich, wie diese Form berlinweit eingesetzt ist. 37 Freyersäulen sind markiert mit der angegossenen Schriftzeile der Eisengussfirma versehen und erkenntlich an der getrennt auf den Austrittsteil aufgesetzten Schwengeleinheit. Die Freyersäulen sind im ehemaligen Bezirk Wedding besonders häufig, aber wohl in späteren Jahren aufgestellt. 25 Krausebrunnen: Diese Brunnenkörper stammen von der Eisengießerei Krause in Neusalz/Oder aus der Serie der 1920er Jahre. Nach dem Schriftzug am Brunnenfuß „Berlin / 1978“ wurden (wenigstens) einigeDie Aktion im Jahre 1987 in den Bezirken Wedding und Tiergarten geht (wohl) auf die Auflösung des Brunnenfriedhofs in Tiergarten zurück. Anlass der Aufstellung war neben der (Not-)Wasserversorgung auch die schmückende Gestaltung von Fußgängerzonen. vor dem Neuaufstellen ergänzt und saniert. Außerdem stehen noch zwei Krausebrunnen ohne Funktion als Schmuck auf Spielplätzen in Gesundbrunnen. 41 Lauchhammer-Brunnen stehen im Bezirk. Diese traditionellen repräsentativen Brunnenkörper entstammen der Gehäuseproduktion der Eisengießerei Lauchhammer aus den 1890er Jahren und wurden bis 1900 aufgestellt. Von Otto Spahn wurden sie für eine Ausschreibung des Berliner Magistrats 1890 gestaltet und ausgewählt. 1978 wurden einige von der Eisengießerei Carl Schoening in Reinickendorf saniert, ergänzt und erneuert, bevor sie wieder aufgestellt wurden. Dabei fällt die Häufung für Fußgängerzonen auf. Neben den 32 Aufstellungen vom häufigen Typ I (Fischmotiv), stehen acht vom Typ II (Drachenmotiv). An der Liebenwalder Straße steht der (wohl) einzige Brunnen vom Typ III mit der Bärenkrone, er ist denkmalgeschützt. 9 Schliephacke-/Rümmlerbrunnen: Dieser Brunnenkörper wurde vom Senatsbaudirektor Hans C. Müller 1969 beauftragt und vom Designer und späteren Professor Fridtjof Schliephacke entworfen. In der Zeit des Kalten Kriegs als sich die Lage im Westteil der Stadt nach 1961 verschärft hatte, kam diese Form für den Ausbau der Wasserversorgung im Katastrophenfall berlinweit zum Einsatz. Auf Grund des Alters werden diese Pumpen sukzessive durch Wolf- und FSH-Pumpen und seit den 2000er Jahren auch mit Borsig-Säulen ersetzt.
Charakteristisch für die Brunnensäulen im Wedding (damals Bezirk Wedding) ist eine graue Lackierung, die falls nötig in Grün lackiert wurden, wie dies für –Grüne Plumpe berlinweit erfolgt. Zu abgebauten oder eingelagerten Brunnen ist keine belegte Aussage möglich. Ein Vergleich mit den StreetView-Abbildungen von 2008 belegen in den Ortsteilen Wedding und Gesundbrunnen zudem kaum Veränderungen gegenüber 2018.
Die Schlüsselnummern an den Säulen wurden vor der Bezirksfusion von 2001 innerhalb der Alt-Bezirke Wedding, Tiergarten und Mitte vergeben. Im (Groß-)Bezirk Mitte verblieb die vorhandene Nummerierung, so treten gleiche Nummern mehrfach auf. Jedoch ist an den beiden in Moabit stehenden Lauchhammerbrunnen Kaiserin-Augusta-Allee und Schliephacke in Lehrter Straße die Zahl 21 aufgetragen. Intern wird die Unterscheidung der Nummern nach den Alt-Bezirken Mi, Tg, Wd genutzt und diese Form bei Überholungen auch am Brunnenkörper aufgetragen. Also Tg 001, Mi 001, Mi 002, Mi 003, Tg 003, Tg 004, Mi 004, wobei die Weddinger und Gesundbrunner Standorte bereits die höheren Zahlen haben.
Die im Bezirk vorhandenen Trinkbrunnen pumpen kein Grundwasser, sondern sind an das öffentliche Trinkwassernetz angeschlossen und sprudeln somit ständig. Sie werden von den Berliner Wasserbetrieben an viel besuchten Orten aufgestellt. Die Aufstellung und auch der Betrieb werden von diesem Unternehmen gesponsert.beispielsweise: Drucksache – 2246/IV Kühle Erfrischung an heißen Tagen – Trinkwasserspender in Berlin-Mitte, 23. Januar 2014Berliner Wasserbetriebe: Trinkbrunnen in Berlin, mit einer Karte der Aufstellorte
Folgende Straßenbrunnen im Bezirk Mitte stehen als Baudenkmal Hydrant unter Denkmalschutz: Lauchhammermodell 09030397, Wedding, Malplaquetstraße/Liebenwalder Straße Lauchhammermodell 09030419, Gesundbrunnen, Putbusser Straße Krausepumpe 09030360, Wedding, Bristolstraße & Oxforder Straße