Andreea Grecu (* 10. Januar 1994 in Bukarest) ist eine ehemalige rumänische Bobsportlerin und Leichtathletin.
Karriere Leichtathletik Grecu begann wie viele spätere Bobsportler mit der Leichtathletik und erreichte als Sprinterin Nationalkaderniveau. Für Rumänien nahm sie 2011 an den Leichtathletik-Jugendweltmeisterschaften in Lille teil, wo sie mit der rumänischen Sprintstaffel auf den sechsten Platz kam. 2015 wurde sie rumänische Meisterin mit der 4 × 100-m-Staffel. Im selben Jahr lief sie mit der rumänischen 4 × 400-m-Staffel bei den Weltmeisterschaften in Peking,Andreea Grecu și Cristina Bujin, singurele sportive de la CS Farul care merg la CM de atletism din Beijing, reporterntv.ro vom 13. August 2015 erreichte aber nicht den Endlauf. 2017 wurde sie rumänische Meisterin über 100 m. Bobsport Anfänge als Anschieberin Parallel zur Leichtathletik wurde Grecu von der rumänischen Boblegende Paul Neagu bereits ab 2011 für den Bobsport gewonnen und trainiert. Sie gab am 5. November 2011 in Innsbruck als Anschieberin von Ana Constantin ihr internationales Wettkampfdebüt bei einem Qualifizierungswettkampf für die Olympischen Jugendspiele 2012. Darüber hinaus nahm sie als Anschieberin von Maria Adela Constantin am 26. Januar 2012 an ihren ersten Juniorenweltmeisterschaften teil. Neben einigen Starts im Europacup stellte die Teilnahme an den Olympischen Jugend-Winterspielen 2012 den Saisonhöhepunkt dar. Mit Ana Constantin wurde Grecu Sechste im Zweierbob.Bereits in der Saison 2012/13 gab Grecu als Anschieberin von Maria Adela Constantin ihr Debüt im Weltcup und absolvierte mit ihr alle Rennen, die in Europa stattfanden, denn wohl aus Kostengründen nahm das Duo an den Überseeweltcups nicht teil. Bei den Juniorenweltmeisterschaften 2013 belegte das Duo den sechsten Platz, beim WM-Debüt in St. Moritz verpassten sie mit Platz 21 den Finaldurchgang.Zur Olympiasaison 2013/14 startete das Duo Constantin/Crecu vor allem im Europacup, wo es in der Gesamtwertung einen respektablen sechsten Platz belegte, und bei drei Weltcups in Europa. Bei den Juniorenweltmeisterschaften in Winterberg erreichte das Duo den fünften Platz als bester rumänischer Bob. Diese Leistung überzeugte offensichtlich das Olympische Komitee Rumäniens, da es das Duo Constantin/Grecu für die Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi nominierte. Beim Olympischen Zweierbob-Wettbewerb belegte das Duo Platz 17.In der Saison 2014/15 gewann das Duo Constantin/Grecu den Europacup. Im Weltcup wurde Crecu nur einmal eingesetzt, dafür nahm sie mit Constantin an den Weltmeisterschaften teil. Unter 17 teilnehmenden Bobs erreichte das Duo im Zweierbob einen respektablen 9. Platz.
Langsamer Umstieg auf den Pilotensitz In der Saison 2015/16 begann Cregu langsam, sich an das Pilotencockpit zu gewöhnen. Während sie im Weltcup in 4 von 5 Rennen den Bob von Constantin schob und damit erheblichen Anteil am 9. Platz in der Gesamtwertung hatte, fuhr sie im Europacup 4 Rennen als Pilotin. Bei den Bob- und Skeleton-Europameisterschaften 2016 belegte das Duo den 9. Platz, bei den Weltmeisterschaften in Innsbruck kamen beide auf dem 14. Platz ein. Zum Saisonabschluss flog das Duo in die USA und absolvierte im Rahmen des Nordamerika-Cups erstmals zwei Rennen auf der Olympia-Bobbahn Mount Van Hoevenberg in Lake Placid. Im Cockpit angekommen Die Saison 2016/17 begann Crecu nunmehr als Pilotin im Nordamerika-Cup, bei dem sie an den ersten 4 Rennen mit Erika Halai als Anschieberin teilnahm. Auch im Weltcup gab Crecu nun ihr Debüt als Pilotin. Sie nahm an fünf von acht Rennen teil und belegte den 17. Platz in der Gesamtwertung. In Winterberg nahm Crecu an ihren ersten Europameisterschaften als Pilotin teil und wurde mit der Anschieberin Olívia Vild Zehnte. Für die Juniorenweltmeisterschaften in Winterberg und die Weltmeisterschaften in Königssee rückte Grecu jedoch wieder auf die Anschieberposition und fuhr als bewährtes Duo mit Maria Constantin. Während in der Zweierbob-Konkurrenz das Duo den 11. Platz belegte, feierte es im Mannschaftswettbewerb mit einer Medaille seinen größten Karriereerfolg. Im Verbund mit den deutschen Skeletonis Alexander Gassner, Anna Fernstädt und dem Zweierbob Oelsner/Rademacher als internationales Team antretend gewann die Auswahl hinter den zwei deutschen Teams die Bronzemedaille.Die Olympiasaison 2017/18 fuhr Crecu im Weltcup erstmals komplett als Pilotin zusammen mit Anschieberin Beatrice Puiu. Das Duo erreichte bei den Europameisterschaften in Innsbruck den 10. Platz. Saisonhöhepunkt vor Olympia waren jedoch die Juniorenweltmeisterschaften auf der Natureisbahn in St. Moritz. Trainer Paul Neagu konnte vor der Saison die Leichtathletin Florentina Iușco für das rumänische Bobteam als Anschieberin gewinnen. Iusco fuhr im Weltcup bei Maria Constantin im Bob, für die Juniorenweltmeisterschaften meldete Neagu aber das Team Crecu/Iusco. Diesem gelang in einem spannenden Wettkampf der Sieg und damit der Juniorenweltmeistertitel vor so namhaften Pilotinnen wie Laura Nolte oder Kim Kalicki., ibsf.org vom 14. Februar 2018 Da Rumänien bei den Olympischen Spielen 2018 in Pyeongchang nur einen Bob stellen durfte, nominierte Trainer Neagu wieder das erfahrene Duo Constantin/Grecu. Sie belegten bei ihrer zweiten gemeinsamen Olympiateilnahme den 15. Platz.In der nacholympischen Saison 2018/19 legte Maria Constantin eine Wettkampfpause ein. Somit war Crecu mit 24 Jahren das Aushängeschild des rumänischen Frauenbobsports. Da sie mit Teodora Andreea Vlad erneut eine neue Anschieberin zugeteilt bekam, startete das Duo 2018 zunächst im Europacup auf deutschen Bobbahnen. Erst nach dem Jahreswechsel startete Crecu im Weltcup erreichte mit Rang 12 ihre bis dahin beste Platzierung in der Weltcupgesamtwertung, obwohl sie nur bei fünf Rennen an den Start ging. Herausragend war in der Saison das Abschneiden bei den Europameisterschaften in Königssee, wo Crecu die Bronzemedaille nur um 2 Hundertstel verpasste. Noch knapper ging es bei den Juniorenweltmeisterschaften an gleicher Stelle zu, wo Crecu mit dem geringstmöglichen Abstand von einer Hundertstel hinter der Österreicherin Katrin Beierl die Silbermedaille gewann. Negativer Saisonhöhepunkt waren die Weltmeisterschaften im kanadischen Whistler. Das bis dahin starke Duo Crecu/Vlad stürzte bereits im ersten Lauf kurz vor der Zielankunft und konnte so bei seiner ersten gemeinsamen Weltmeisterschaft kein Ergebnis verbuchen.mini|Andreea Grecu zusammen mit Ioana Gheorghe bei den Bob- und Skeleton-Weltmeisterschaften 2020 in AltenbergIn der darauf folgenden Saison 2019/20 probierte Grecu mit Katharina Wick und Ioana Gheorghe wieder zwei neue Anschieberinnen aus und startete zunächst im Europacup. Von den acht Rennen gewann sie fünf, bei den restlichen drei Rennen belegte sie jeweils den dritten Platz. Damit gewann Grecu überlegen die Europacupgesamtwertung der Saison 2019/20. Im Weltcup startete Grecu nur bei drei Rennen. In Sigulda erzielte sie dabei mit Platz zwei ihr bis dahin bestes Weltcupergebnis. Da dieser Weltcup gleichzeitig als Europameisterschaft gewertet wurde, gewann Grecu gemeinsam mit Anschieberin Ioana Gheorghe mit der EM-Silbermedaille im Zweierbob erstmals eine internationale Medaille bei einem Großereignis. Darüber hinaus nahm Grecu an ersten Monobob-Wettbewerben teil und erreichte dabei bei einem Rennen in La Plagne mit Rang zwei einen Podestplatz. Lediglich die Weltmeisterschaften standen für Grecu erneut unter keinem guten Stern. Auf der nicht leicht zu fahrenden Bahn in Altenberg kippte der Bob zunächst ausgangs der Kurve 14 um und drehte sich im weiteren Verlauf mehrfach um die eigene Achse. Crecu wurde anschließend zur Behandlung der Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht.