Kirchrimbach (fränkisch: (Kärch)rimbiW. D. Ortmann: Landkreis Scheinfeld. S. 150. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „(kʰęrχ)rímbi“.) ist ein Gemeindeteil des Marktes Burghaslach im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim (Mittelfranken, Bayern). Kirchrimbach liegt in der Gemarkung Seitenbuch.

Geographische Lage Das Pfarrdorf liegt im Steigerwald in der Nähe des Dreifrankensteins. Nördlich des Ortes fließt die Rimbach. Die Kreisstraße NEA 7 führt nach Markt Taschendorf zur Staatsstraße 2417 (2,9 km südlich) bzw. zur Staatsstraße 2261 und von da weiter nach Münchhof zur Staatsstraße 2256 (2 km nördlich). Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Oberrimbach (0,5 km westlich) und nach Unterrimbach (1,4 km östlich).

Durch den Ort verläuft der Fränkische Marienweg.

Geschichte Der Ort wurde 1322 als „Kirchenrinpach“ erstmals urkundlich erwähnt. Das zugrundeliegende Hydronym Rimbach bedeutet ‚zum Rinderbach‘.W. D. Ortmann: Landkreis Scheinfeld. S. 150 ff. Kirchrimbach lag im Fraischbezirk der Castell’schen Cent Burghaslach.J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Bd. 3, Sp. 110.

Mit dem Gemeindeedikt (frühes 19. Jahrhundert) wurde Kirchrimbach dem Steuerdistrikt Kirchrimbach gebildet. Zu diesem gehörten Appenfelden, Haag, Obermühle, Oberrimbach, Rosenbirkach, Seitenbuch und Untermühle. Zugleich entstand die Ruralgemeinde Kirchrimbach mit den Orten Rosenbirkach, Seitenbuch und Unterrimbach. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Herrschaftsgericht Burghaslach zugeordnet und in der Finanzverwaltung zunächst dem Rentamt Scheinfeld, nach dessen Auflösung im Jahr 1818 dem Rentamt Iphofen. 1852 kam Kirchrimbach an das Landgericht Scheinfeld. Für die Verwaltung war ab 1862 das Bezirksamt Scheinfeld zuständig (1939 in Landkreis Scheinfeld umbenannt) und für die Finanzverwaltung ab 1879 das Rentamt Markt Bibart (1919–1929: Finanzamt Markt Bibart, 1929–1972: Finanzamt Neustadt an der Aisch, seit 1972: Finanzamt Uffenheim). Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Scheinfeld, mit dessen Auflösung übernahm diese 1879 das Amtsgericht Scheinfeld. Spätestens 1877 wurde Harthof eingemeindet. 1964 hatte die Gemeinde eine Gebietsfläche von 10,597 km². Im Rahmen der Gebietsreform in Bayern wurde die Gemeinde am 1. Januar 1972 nach Burghaslach eingegliedert.

Baudenkmäler In Kirchrimbach gibt es fünf Baudenkmäler: Haus Nr. 23: Wohnhaus Haus Nr. 31: Christuskirche Kirchrimbach Haus Nr. 40: ehemaliges Wohnstallhaus mit Scheune Haus Nr. 47: Pfarrhaus Haus Nr. 49: Die Mauritiuskirche ehemalige Baudenkmäler Haus Nr. 3: Gasthaus Wilhelm Haßler; stattliches zweigeschossiges Gebäude mit Satteldach; im Schlussstein der Tür bezeichnet „PH /1860“; verputzter Massivbau von fünf zu drei Achsen; Obergeschoss der Traufseite Fachwerk; geknickte genutete Ecklisenen; an der westlichen Giebelseite Gurtgesims in Bandform; stichbogige Fenstergewände mit SohlbankG. Hojer: Landkreis Scheinfeld; S. 155. Denkmalschutz aufgehoben, Objekt evtl. abgerissen. Ursprüngliche Hausnummerierung. Haus Nr. 9: erdgeschossiges Wohnstallhaus von drei zu sieben Achsen, im Schlussstein des Türsturzes bezeichnet „MD / 1809“; Fachwerkgiebel, ebenso wie das Bruchsteinmauerwerk im Erdgeschoss verputzt Haus Nr. 12: erdgeschossiges Wohnstallhaus mit zwei Eingängen auf der siebenachsigen Traufseite; verputzter Massivbau, im Türsturz bezeichnet „GR / 1849“; zwei stehende Dachgaupen Haus Nr. 17: erdgeschossiges Wohnstallhaus von vier zu sechs Achsen im Wohnteil; massive Mauern und Fachwerkgiebel verputzt; kleine, nahezu quadratische Fensterrahmen aus Haustein; im Türsturz bezeichnet „UK / 1817“ (= U. Klein) Haus Nr. 21: erdgeschossiges unterkellertes Traufhaus von vier zu drei Achsen; verputzter Quaderbau, im Türsturz bezeichnet „F.W. / 1832“ bei Haus Nr. 1: zwei tonnengewölbte Felsenkeller unter dem Kirchberg, wohl 19. Jahrhundert; bei Haus Nr. 11 Felsenkeller mit stichbogigem Eingang, 19. Jahrhundert; Vorraum mit Spitztonne; halbrundes Tonnengewölbe; der hintere Raum durch Wand mit Rechteckeingang abgetrennt

Einwohnerentwicklung Gemeinde Kirchrimbach Jahr 1818 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1952 1961 1970 Einwohner 397 445 429 396 395 432 407 398 424 428 401 415 405 383 364 358 359 331 319 459 417 373 316 271 HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1836 und von 1885 bis 1987 als Wohngebäude. 63 61 68 73 70 72 72 67 71 Quelle Für die Kirchrimbach zuzüglich Rosenbirkach (S. 77), Seitenbuch (S. 85) und Unterrimbach (S. 96).

Ort Kirchrimbach Jahr 1818 1836 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2016 Einwohner 113 129 153 124 122 110 115 106 144 94 77 86 111 Häuser 19 20 20 21 21 23 18 23 26 Quelle

Religion Kirchrimbach ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und Sitz der Pfarrei St. Mauritius.

Veranstaltungen Kirchweih („Kerwa“) findet jährlich am zweiten Oktoberwochenende statt.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Geographie (Burghaslach) Kategorie:Ort im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim Kategorie:Ort im Steigerwald Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim) Kategorie:Gemeindeauflösung 1971 Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp) Kategorie:Ersterwähnung 1322