Imke Susann Onnen (* 17. August 1994 in Langenhagen) ist eine deutsche Leichtathletin, die sich auf den Hochsprung spezialisiert hat.
Berufsweg Onnen machte 2015 Abitur an der Carl-Friedrich-Gauß-Schule in Hemmingen und absolvierte anschließend ein Freiwilliges Soziales Jahr am Olympiastützpunkt Niedersachsen., auf: sportjugend-nds.de, vom 16. September 2015, abgerufen am 12. Februar 2018. Sie studierte Kunst- und MedienwissenschaftJörg Worat: , in: nobilis - Lebensart aus Hannover, Ausgabe 7–8/2017, S. 20ff (pdf 12,5 MB) an der Technischen Universität Braunschweig., Kategorie: DHM, Leichtathletik, auf: adh.de, vom 29. Mai 2017, abgerufen am 12. Februar 2018. Seit September 2020 ist sie als Sportsoldatin bei der Bundeswehr und aktuell der Sportfördergruppe Warendorf zugeordnet.
Sportliche Laufbahn Imke Onnen spielte zunächst Tennis.Jan-Henner Reitze: , Neue Meister, auf: leichtathletik.de, vom 24. März 2015, abgerufen am 5. Februar 2018. Sie ist eine Spätstarterin in der Leichtathletik. Erst mit 15 Jahren, angefacht durch die Begeisterung über das „Gespringe“ ihres Bruders Eike, stellte Onnen fest, dass Hochsprung ihre liebste Disziplin sein würde.Eike und Imke Onnen – Imke (22), auf: imkeundeike.de, abgerufen am 5. Februar 2018.
2010 kam sie bei den Deutschen Jugendhallenmeisterschaften der U18 mit 1,65 m auf den 11. Platz und belegte mit 1,71 m einen 8. Platz bei den Deutschen U18-Meisterschaften.
2011 steigerte sich Onnen mit 1,69 m bei den Deutschen Jugendhallenmeisterschaften der U20 auf den 8. Platz und mit 1,77 m auf den 3. Platz bei den Deutschen U18-Meisterschaften. International belegte sie beim Europäischen Olympischen Jugendfestival (EYOF) in Trabzon (Türkei) den 15. Rang.
2012 erreichte Onnen mit 1,75 m bei den Deutschen Jugendhallenmeisterschaften der U20 einen 5. Platz, scheiterte aber an der Eingangshöhe von 1,70 m bei den Deutschen Hallenmeisterschaften in Karlsruhe. Am Jahresende stand sie mit persönlicher Bestleistung von 1,82 m an dritter Stelle der deutschen Jahresbestenliste der U20.
2013 wurde Onnen mit 1,81 m Deutsche Jugendhallenmeisterin der U20 und mit 1,79 m Deutsche U20-Vizemeisterin. Bei den Aktiven holte sie sich mit 1,80 m den 3. Platz bei den Deutschen Hallenmeisterschaften in Dortmund und erreichte mit 1,78 m den 4. Platz bei den Deutschen Meisterschaften in Ulm. International schied sie bei den U20-Europameisterschaften in Rieti (Italien) in der Qualifikation aus. In ihrem letzten U20-Jahr führte Onnen die deutsche Jahresbestenliste der U20 mit persönlicher Bestleistung von 1,84 m im Freien an und lag mit persönlicher Bestleistung von 1,81 m in der Halle auf dem zweiten Platz.
2014 wurde sie jeweils mit Saisonbestleistungen von 1,80 m Deutsche Hallenvizemeisterin in Leipzig und Fünftplatzierte bei den Deutschen Meisterschaften in Ulm. Zwischen beiden Wettkämpfen musste sie einen Ermüdungsbruch im Fuß auskurieren und fünf Monate auf Krücken gehen.
2015 holte sich Onnen jeweils mit persönlichen Bestleistungen von 1,86 m sowohl den Titel der Deutschen Hallenmeisterin in Karlsruhe bei den Aktiven als auch den der Deutschen U23-Meisterin. Bei den Deutschen Meisterschaften in Nürnberg kam sie mit 1,84 m auf den 3. Platz. International erreichte Onnen bei den U23-Europameisterschaften in Tallinn (Estland) den 11. Platz. Am Jahresende führte sie mit persönlicher Bestleistung und Niedersächsischem Landesrekord von 1,89 m, erzielt beim 37. Internationalen Hochsprung-Meeting Eberstadt, die deutsche Jahresbestenliste der U23 an und belegte mit persönlicher Bestleistung von 1,86 m in der Halle den zweiten Platz bei den Frauen.
2016 startete Onnen im Januar mit neuer persönlicher Bestleistung von 1,87 m in der Hallensaison. Aber schon zur Titelverteidigung konnte sie bei den Deutschen Hallenmeisterschaften in Leipzig wegen einer Fußblessur nicht antreten. Sah es Ende Mai beim 22. Sinner Hochsprung-Meeting in Fleisbach (Hessen) mit übersprungenen 1,80 m noch nach einer Genesung aus, durchkreuzten die Sprunggelenksprobleme die Hoffnungen auf eine Teilnahme an den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro.Jan-Henner Reitze: , Analyse, auf: leichtathletik.de, vom 13. November 2016, abgerufen am 13. Februar 2018. Mit ihrer persönlichen Bestleistung von 1,87 m in der Halle lag Onnen am Jahresende auf dem vierten Platz bei den Frauen.
2017 trat Onnen nach einem Jahr Verletzungspause zur Freiluftsaison wieder an und wurde mit 1,87 m Deutsche Hochschulmeisterin. Mit der Höhe stand sie am Jahresende hinter Marie-Laurence Jungfleisch und Jossie Graumann auf Platz drei der deutschen Bestenliste bei den Frauen.
2018 ließ Onnen die Hallensaison aus, nachdem sie im Vorjahr immer wieder Fußprobleme gehabt hatte und diese erst auskurierte.Jan-Henner Reitze: , Analyse, auf: leichtathletik.de, vom 9. November 2017, abgerufen am 14. Mai 2018.Birte Grote: , auf: leichtathletik.de, vom 13. Mai 2018, abgerufen am 14. Mai 2018. Zum Einstand in die Freiluftsaison gelang ihr beim Springermeeting des Garbsener SC die Steigerung ihrer persönlichen Bestleistung auf 1,93 m, damit erfüllte sie gleichzeitig die Norm für die Europameisterschaften 2018 in Berlin.19. FHDW Springermeeting beim Garbsener SC , veröffentlicht am 13. Mai 2018, abgerufen am 14. Mai 2018.
2019 wurde Onnen Siebte bei den Halleneuropameisterschaften in Glasgow. Im Juli gewann sie bei der Sommer-Universiade in Neapel mit 1,91 m die Bronzemedaille. Etwas später wurde sie Deutsche Vizemeisterin in Berlin.
2020 stieg Onnen im Januar bei den Bremer und niedersächsischen Landesmeisterschaften in Hannover mit einem Siegsprung über 1,91 m in die Hallensaison ein.Birte Grote: Imke Onnen überzeugt beim Heimspiel mit 1,91 Meter, Hannover, auf: leichtathletik.de, vom 19. Januar 2020, abgerufen am 20. Januar 2020.
Bei den Europameisterschaften 2024 in Rom erreichte Onnen mit 1,90 m den achten Platz.
Onnen gehört zum Perspektivkader des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV).
Bei einer Größe von 1,91 m hat Onnen ein Wettkampfgewicht von 66 kg.
Vereinszugehörigkeit Onnen startete für Hannover 96, seit 2025 für Cologne Athletics.
Familie Imke Onnen ist die Schwester des Hochspringers Eike Onnen und von Lasse und Kjell Onnen, die beide beim Sprint aktiv waren, sowie von Schwester Maie, die sich beim Weitsprung betätigte. Ihre Mutter ist die ehemalige Siebenkämpferin Astrid Fredebold-Onnen (* 1956), von der sie auch trainiert wird.
Seit Juni 2017 ist Onnen mit ihrem Disziplinkollegen Falk Wendrich liiert.Silke Bernhart: Falk Wendrich kämpft sich aus dem Schatten zurück ins Licht, auf: leichtathletik.de, vom 4. Oktober 2017, abgerufen am 5. Februar 2018.
Leistungsentwicklung Leistungsentwicklung ab 2010
(Stand: 1. Juni 2025) Jahr Halle Freiluft 2010 1,73 m 1,71 m 2011 1,79 m 1,78 m 2012 1,77 m 1,82 m 2013 1,81 m 1,84 m 2014 1,80 m 1,80 m 2015 1,86 m 1,89 m 2016 1,87 m 1,80 m 2017 – 1,87 m 2018 – 1,93 m 2019 1,96 m 1,94 m 2020 1,96 m – 2021 – 1,88 m 2022 1,94 m 1,85 m 2023 1,80 m 1,91 m 2024 1,94 m 1,94 m 2025 1,93 m 1,97 m
Bestleistungen: Halle 1,96 m (Leipzig, 17. Februar 2019) 1,96 m (Karlsruhe, 31. Januar 2020) Freiluft 1,97 m (Essen, 1. Juni 2025)Matthias Abromeit: Nach Supersprung in Essen: Schafft Imke Onnen jetzt doch noch die Zwei-Meter-Marke? in Hannoversche Allgemeine Zeitung vom 6. Juni 2025
Erfolge national 2010: 8. Platz Deutsche U18-Meisterschaften 2010: 11. Platz Deutsche Jugendhallenmeisterschaften 2011: 3. Platz Deutsche U18-Meisterschaften 2013: Deutsche Jugendhallenmeisterin 2013 3. Platz Deutsche Hallenmeisterschaften 2013: 4. Platz Deutsche Meisterschaften 2013: Deutsche U20-Vizemeisterin 2014: Deutsche Hallenvizemeisterin 2014: 5. Platz Deutsche Meisterschaften 2015: Deutsche Hallenmeisterin 2015: Deutsche U23-Meisterin 2015: 3. Platz Deutsche Meisterschaften 2017: Deutsche Hochschulmeisterin 2018: Deutsche Vizemeisterin 2019: Deutsche Hallenmeisterin 2019: Deutsche Vizemeisterin 2021: Deutsche Meisterin 2024: Deutsche Meisterin
international 2011: 15. Platz Europäisches Olympisches Jugendfestival 2013: 19. Platz U20-Europameisterschaften 2015: 11. Platz U23-Europameisterschaften 2018: 14. Platz Europameisterschaften 2019: 7. Platz Halleneuropameisterschaften 2019: 3. Platz Universiade 2019: 9. Platz Weltmeisterschaften 2024: 8. Platz Europameisterschaften 2025: 6. Platz Halleneuropameisterschaften 2025: 6. Platz Hallenweltmeisterschaften
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Hochspringer (Deutschland) Kategorie:Olympiateilnehmer (Deutschland) Kategorie:Teilnehmer der Olympischen Sommerspiele 2020 Kategorie:Teilnehmer der Olympischen Sommerspiele 2024 Kategorie:Teilnehmer an den World University Games (Deutschland) Kategorie:Teilnehmer der Sommer-Universiade 2019 Kategorie:Deutscher Meister (Leichtathletik) Kategorie:Leichtathlet (Cologne Athletics) Kategorie:Leichtathlet (Hannover 96) Kategorie:Sportsoldat (Bundeswehr) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1994 Kategorie:Frau