Die Liste der Naturdenkmäler im Kreis Recklinghausen nennt die in und um den Städten und Gemeinden im Kreis Recklinghausen in Nordrhein-Westfalen gelegenen Naturdenkmäler.
Systematik: Außenbereich, Landschaftspläne und Innenbereichsverordnung Im Naturschutz liegt die Zuständigkeit in Nordrhein-Westfalen (NRW) bei den Kreisen und kreisfreien Städten (untere Naturschutzbehörde). Die Naturdenkmale werden in der Regel über die Landschaftspläne ausgewiesen, dies ist auch im Kreis Recklinghausen der Fall. Darüber hinaus hat der Kreis Recklinghausen, als freiwillige Leistung, im Innenbereich seiner Städte und Gemeinden weitere Naturdenkmale ausgewiesen. Für das Stadtgebiet Dorsten, für das der Landschaftsplan Dorsten-Marl derzeit aufgestellt wird, gilt weiterhin eine Verordnung der Bezirksregierung Münster. Da in allen Verordnungen und Satzungen chronologische Nummerierungen zwingend sind, ist die Nummerierung und Adressierung aller Naturdenkmale bei sieben rechtskräftigen Landschaftsplänen, einer Innenbereichsverordnung und einer Altverordnung der Bezirksregierung Münster nicht ganz einfach. Festzuhalten ist, dass alle Landschaftspläne die Altverordnungen der Bezirksregierung Münster in ihren Geltungsbereich automatisch ersetzen und aufheben. Nach Abschluss des Landschaftsplanverfahrens für den LP Dorsten Marl wird die Situation übersichtlich, da dann nur noch die Innenbereichverordnung des Kreises Recklinghausen und die Landschaftspläne des Kreises Recklinghausen rechtssetzend sind.
Landschaftsplan Haard: 18. Oktober 1991 Landschaftsplan Castroper Hügelland: 9. Juni 1999 Landschaftsplan Gladbeck: 8. März 2001 Landschaftsplan Emscherniederung: 3. Februar 2003 Verordnung für den Innenbereich: 3. Dezember 2003 Verordnung für den Außenbereich: 29. Juni 2012 Landschaftsplan Vestischer Höhenrücken: 20. November 2012 Landschaftsplan Haltern: 14. Juli 2016 Landschaftsplan Lippe: 19. Dezember 2018 Landschaftsplan Ost-Vest: 18. Mai 2020 Landschaftsplan Dorsten-Marl: aktuell (April 2022) im Verfahren
Der Außenbereich wurde in der amtlichen Denkmalliste nach alphabetisch geordneten Städten aufnummeriert, der Innenbereich ebenfalls städteweise gebündelt und durchgehend, allerdings in der Reihenfolge CAS-GLA-WAL-DAT-DOR-OER-HAL-MAR-HER-RE, wobei die einzelnen Landschaftspläne eigene Nummerierungen hatten.
Inzwischen gibt es übergreifende laufende Nummern, die mit den 40 Naturdenkmälern der Haard beginnen, welche ihre Nummern behielten. Es folgt 41–84, wieder alphabetisch nach Städten geordnet der Bestand des sonstigen Außenbereichs. Dabei wurde allerdings Gladbeck nach ganz hinten eingeordnet und einige Halterner Naturdenkmäler zwischen Castrop-Rauxel und Datteln (42) sowie in den Bereich Dorstens (55/56) einsortiert.
Die laufenden Nummern 85 bis 146 (gesichert) oder 147 (wahrscheinlicher)Alte Denkmalliste des KSR Recklinghausen mit Außenbereich 69–71 und Innenbereich 132–146; die dort noch gelisteten und abgebildeten Nummern 145 und 146 sind inzwischen gelöscht, die heutigen Naturdenkmäler 148 und 149 noch nicht verzeichnet. wurden dann in der Reihenfolge CAS-GLA-WAL-DAT-DOR-OER-HAL-MAR-HER-RE in städteweisen Bündeln gelistet. Es fällt auf, dass der Findling an der Hülsstraße (Lfd 117) vor Erstellung des LP Vestischer Höhenrücken offenbar noch zum Innenbereich gezählt worden war.
Diese Ordnung bleibt auch durch Hinzufügung der Nummern 148 und 149 aus dem LP des Höhenrückens bestehen, da beide neu ausgewiesenen Naturdenkmäler in Recklinghausen stehen. Seit dem Hinzufügen von Nr. 150 in Datteln ist die Ordnung aber nicht mehr gewahrt.
Städteweise Liste Da es für Baumliebhaber weniger entscheidend ist, ob eine alte Buche am Dorfrand oder 100 m entfernt in freier Flur steht, werden nachfolgend alle NDer städteweise gelistet; sie können über den Link auf einer gemeinsamen Karte entsprechend strukturiert betrachtet werden, einzelne Städte und Denkmäler können ein- und ausgeblendet werden. Lediglich die Haard als in sich geschlossener Naturraum mit einer sehr hohen Anzahl an NDern bleibtzusätzlich in einer gesonderten Liste.
Begonnen wird je Stadt mit dem Außenbereich („AB“), Naturdenkmäler des Innenbereichs wurden jeweils unten angefügt, ihre Nummern sind mit „IB“ gekennzeichnet. Diverse ehemalige NDer sind inzwischen gelöscht, besonders viele in Haltern. Sie bleiben aber bis auf Weiteres zum Zwecke der Dokumentation in der Liste – zumal viele von ihnen als (nicht mehr besonders geschützte) alte Baumriesen weiter existieren dürften. Jedenfalls steht nicht anzunehmen, dass alle 9 Buchen in der Nähe des Weilers Antrup (Außenbereich 14 sowie 25 bis 32 in Haltern) binnen weniger Jahre verstorben sind.
Die Objekte sind, sofern es sich um Bäume handelt, in der Tabelle nach Gattung sortierbar. Unter „Buche“, Buchstabe also B, werden etwa nacheinander Buche, Blutbuche (Bucheblut), Rotbuche (Bucherot), Süntelbuche (Buchesuntel) und Trauerbuche (Buchetrauer) einsortiert. Nicht unter B, sondern unter H, wird die Hainbuche eingeordnet, da es sich um eine eigene Gattung und keine Echte Buche handelt. Aus analogen Gründen werden Edelkastanie und Rosskastanie unter ihrem gewöhnlichen alphabetischen Namen einsortiert, da sie keiner gemeinsamen übergeordneten Gattung angehören.
Findlinge werden ganz unten, unter ZZ, einsortiert in der alphabetisch nach Gestein (soweit angegeben) geordneten Reihenfolge Findling, Findling Granit, Findling Quarzit. Das einzige Objekt, das wederr Baum noch Findling ist (Hagelkreuz bei Essel, VH 4a, Teil von Lfd 148) ist noch unter den Findlingen einsortiert (ZZZ).
Die Maße sind bei Bäumen sortierbar nach Stammumfang (bei Gruppen dem des dicksten) bzw. dem höchsten der drei Maße bei Findlingen (bei Gruppen wiederum des größten); unbekannte Stammumfänge und Findlingsmaße werden als „0“ einsortiert. Die dünnsten Bäume mit Angabe haben einen Stammumfang von 2 m, nur zwei Findlinge (Lfd 117 und 4) liegen mit 2,90 und 2,75 m darüber, weshalb in der Hauptsache Bäume und Findlinge getrennt sind.
Dickste Bäume im Kreisgebiet sind die Rotbuche am Flaesheimer Meilerweg (Lfd 11) mit 8,80 m am Wurzelansatz und die 1,2 km nördlich von Haus Haard (Lfd 23) mit 7,90 m Angabe, beide in der Haard. Nicht gesichert ist, wo die Zweitgenannte gemessen wurde – theoretisch könnte sie de facto dicker als die Erstgenannte sein. Bei den Eichen, Platanen und Linden findet sich keine mit Angabe über 5 m. Die Hainbuche mit jener Angabe (früher Lfd 77) wurde offenbar gelöscht
Bild Lfd Nr. im LP Bezeichnung Lagebezeichnung Gemarkung - Flur - Flurstück Stadt Beschreibung Maße: (in m) Stammumfang etwa in 1 m Höhe (ca.) - Höhe - Kronendurchmesser Koordinaten Castrop-Rauxel CAS LP Castroper Hügelland und Innenbereich 41 CH 1 Blutbuche im Park des Hauses Dorloh (Dorloher Straße 174, 44577 Castrop-Rauxel) Dingen - 1 CAS Der Park wurde im 19. Jh. angelegt, am nördlichen Rand steht die Blutbuche als Solitär. Die Zufahrt wird von alten Kastanien gesäumt. 85 IB 1 Rosskastanie Frohlinde, Hof Grümer, vor dem Golfplatz, nordöstlich Dortmunder Str. Frohlinde - 7 CAS 86 IB 2 Findling Rauxel-Süd, Hangweg Ecke Wilhelmstraße, westlich Kreuzkirche Rauxel - 18 CAS 87 IB 3 Rosskastanie Rauxel-Nord, Alleestr. Abzweig Venusstr., Bürgersteig Rauxel - 7 CAS Datteln Datteln LP Haard (außerhalb der eigentlichen Haard liegende NDer gesternt), LP Ost-Vest, LP Lippe und Innenbereich 25 HD 25a Findling (Gneis.) und unmittelbare Umgebung auf dem Hausgrundstück vor der Gaststätte Schnieder im Jammertal (auf Grundkarte und TK 10 nicht verzeichnet) Ahsen - 1 Datteln am Südgiebel des südlichen Nebengebäudes Vergleiche Grundlagenkarte II b Nr. 10 S 100/85/65 cm HD 25b Findling (Granit) und unmittelbare Umgebung neben dem Teich südlich des Haupteinganges Vergleiche Grundlagenkarte II b Nr. 10 S 150/100/65 cm 100px 26 HD 26 Edelkastaniengruppe (3 Exemplare, Castanea sativa) mit ihrem Traufbereich im Hausgarten der Gaststätte Schnieder im Jammertal Ahsen - 1 Datteln Wegen z. T. ausgefaulter Äste müssen Pflegemaßnahmen durchgeführt werden; Edelkastanien mit solchem Altern und solchen Abmessungen sind in diesem Gebiet selten. Vergleiche Grundlagenkarte II b Nr. 18. Alter ca. 180 JahreHöhe, Umfang und Alter aus Regioplaner 3,60 - 21 - 12 100px 27 HD 27 Hainbuchenreihe (Carpinus betulus) mit ihrem Traufbereich auf einem Grenzwall etwa 230 m südöstlich der Gaststätte Schnieder im Jammertal (weder auf Grundkarte noch auf TK 10 verzeichnet) Ahsen - 1 Datteln Diese Hainbuchenreihe besteht aus 26 etwa 100-jährigen Exemplaren und ist ein ehemaliger Grenzwall. Einige Eichen und die Verjüngung verschiedener Arten schließen Ausfälle und Lücken. Durch den Neubau der Zufahrt zur Gaststätte ist diese Baumreihe unterbrochen worden. Als solch relativ geschlossene Reihe kommt die Hainbuche in diesem Gebiet selten vor. Vergleiche Grundlagenkarte II b Nr. 19. 28 HD 28 Findling (Granit) und seine unmittelbare Umgebung im Wald etwa 420 m ostnordöstlich der Gaststätte Schnieder im Jammertal Ahsen - 1 Datteln grauer Granit 190/190/90 cm