Die 42. Jäger-Division war eine deutsche Infanterie-Division im Zweiten Weltkrieg.

Geschichte

187. Infanterie-Division

Aufstellung Im November 1939 wurde die 187. Infanterie-Division mit Aufstellungsort Linz im Wehrkreis XVII aus der im April 1939 aufgestellten Ersatztruppe des Wehrkreis XVII gebildet und einen Monat später in die Division Nr. 187 umbenannt.

187. Reserve-Division

Aufstellung durch Umbenennung Die Division Nr. 187 wurde im September 1942 in die 187. Reserve-Division umbenannt.

Kroatien Durch die zunehmenden Kampfhandlungen wurde der Großverband von Österreich nach Agram, Kroatien, in die Heeresgruppe E überstellt.

Die 187. Reserve-Division war im Rahmen des Unternehmens Kugelblitz (Dezember 1943) eingesetzt, um die nördliche Flanke des deutschen Angriffsgebiets zu sichern. Die Sicherungstruppe der 187. Division versagte hierbei im entscheidenden Moment, da sich das III. Korps der Volksbefreiungsarmee in der Nacht des 15./16. Dezember 1943 bei Han Pijesak unbemerkt durch die Sicherungslinie der Division schleichen konnte und damit dem Zugriff der deutschen Truppen entkam.

42. Jäger-Division

Aufstellung durch Umbenennung Die Division wurde am 22. Dezember 1943 in Slavonski Brod, Kroatien, aus der 187. Reserve-Division aufgestellt und führte Operationen gegen Partisanen durch. Anschließend war die Division Teil des Unternehmens Margarethe. Von Mai 1944 bis Juli 1944 kam der Verband in Jugoslawien zum Einsatz. Ein Regiment nahm an der Schlacht an der Neretva teil.

Verlegung nach Italien Anschließend folgte die Verlegung nach Italien erst bei der 14. dann bei der 10. Armee. Im März 1945 bestand die Division nur noch aus knapp 2500 Mann. Zu Beginn der alliierten Frühjahrsoffensive in Italien stand die Division südöstlich von Comacchio in der Emilia-Romagna.Marco Belogi, Daniele Guglielmi: Spring 1945 on the Italian front: a 25 Day Atlas from the Apennines to the Po River. Primavera 1945 sul fronte italiano: Atlante dei 25 giorni dall’Appennino al fiume Po. S. 84–93. Während des Angriffes der britischen 8. Armee auf die deutsche Irmgardlinie am Fluss Senio, Deckname Operation Buckland, erlitt die Division am 10. April 1945 schwere Verluste.Marco Belogi, Daniele Guglielmi: Spring 1945 on the Italian front: a 25 Day Atlas from the Apennines to the Po River. Primavera 1945 sul fronte italiano: Atlante dei 25 giorni dall’Appennino al fiume Po. S. 136–137. Am 13. April verteidigten die Reste der Division südlich von Argenta die strategisch wichtige Brücke über den Reno bei Bastia.Marco Belogi, Daniele Guglielmi: Spring 1945 on the Italian front: a 25 Day Atlas from the Apennines to the Po River. Primavera 1945 sul fronte italiano: Atlante dei 25 giorni dall’Appennino al fiume Po. S. 164–169. Anschließend wurde die Division in den Apennin südwestlich von Bologna verlegt, nachdem die 5. US-Armee dort ebenfalls zum Angriff (Operation Craftsman) übergegangen war.Marco Belogi, Daniele Guglielmi: Spring 1945 on the Italian front: a 25 Day Atlas from the Apennines to the Po River. Primavera 1945 sul fronte italiano: Atlante dei 25 giorni dall’Appennino al fiume Po. S. 219–238. Am 24. April 1945 stand sie noch südlich des Flusses Po.

Kapitulation Die Reste der Division ergaben sich Ende des Monats bei Belluno in Oberitalien den britischen Einheiten.

Gliederung

1940 Infanterie-Ersatz-Regiment 45 (Krummau/Moldau) mit drei Bataillone Infanterie-Ersatz-Regiment 130 (Linz) mit drei Bataillone Infanterie-Ersatz-Regiment 462 (Gmunden) mit drei Bataillone Artillerie-Ersatz-Regiment 45 (Wels) mit zwei Abteilungen Panzerjäger-Ersatz-Abteilung 17 (Freistadt) Pionier-Ersatz-Abteilung 86 (Melk) Kraftfahrer-Ersatz-Abteilung 17 und 45 (Enns)

1944 Jäger-Regiment 25 Jäger-Regiment 40 Artillerie-Regiment 142 Panzerjäger-Abteilung 142 Aufklärungs-Abteilung 142 Pionier-Bataillon 142 Jäger-Division-Nachrichten-Abteilung 142

Kommandeure Generalmajor Walther Graeßner: von November 1939 bis Februar 1940 Generalmajor/Generalleutnant Konrad Stephanus (1880–1961): Februar 1940 bis August 1942 Generalleutnant Josef Brauner von Haydringen (1886–1954): August 1942 bis April 1944 Generalmajor/Generalleutnant Walter Jost: April 1944 bis 24. April 1945 (getötet)

Bekannte Divisionsangehörige General Otto Mitlacher (1907–1986): von März 1944 bis September 1944 als Erster Generalstabsoffizier (Ia)

Literatur Marco Belogi, Daniele Guglielmi: Spring 1945 on the Italian front: a 25 Day Atlas from the Apennines to the Po River. Primavera 1945 sul fronte italiano: Atlante dei 25 giorni dall’Appennino al fiume Po. Mattioli 1885, Fidenza 2011, ISBN 978-88-6261-198-5.

Samuel W. Mitcham, Jr. (2007). German Order of Battle. Volume Two: 291st – 999th Infantry Divisions, Named Infantry Divisions, and Special Divisions in WWII. PA; United States of America: Stackpole Books, ISBN 978-0-8117-3437-0, S. 244+245. Georg Tessin (1971). Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg 1939–1945. Fünfter Band. Die Landstreitkräfte 31–70. Biblio-Verlag, Osnabrück, S. 102. Georg Tessin (1973). Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg 1939–1945. Siebenter Band. Die Landstreitkräfte 131–200. Biblio-Verlag, Osnabrück, ISBN 3-7648-0872-1, S. 236+237.

Weblinks 1th through 199th German Infantry, Security, and Panzer Grenadier Divisions. Organizations and Histories 1939–1945 Nafziger Collection, Combined Armed Research Library. 42. Jäger-Division auf EHRI-Portal aus dem Bundesarchiv

Einzelnachweise

#::42 Kategorie:Deutsche Besetzung Italiens 1943–1945 Kategorie:Gegründet 1943 Kategorie:Aufgelöst 1945