mini|Katja Wendland 2018 Katja Wendland, geb. Deibicht, geschiedene Bahlmann (* 7. Februar 1976 in Zeitz) ist eine deutsche Politikerin (BSW bis 2026, bis 2023 Die Linke). Sie war von 2017 bis 2021 Abgeordnete im Landtag von Sachsen-Anhalt. Von 2024 bis 2025 war sie Landesgeschäftsführerin des BSW Sachsen-Anhalt.

Leben Wendland absolvierte nach der mittleren Reife eine Berufsausbildung zur Kauffrau für Bürokommunikation in der ehemaligen BUNA AG in Schkopau, 2010 begann sie einen Fernlehrgang zur Wirtschaftsfachwirtin, den sie 2012 erfolgreich abschloss. Durch weitere Qualifizierungen erreichte sie 2018 den Abschluss als Fachkraft für betriebliches Gesundheitsmanagement.

Wendland war beruflich zunächst als Assistentin der Geschäftsleitung in verschiedenen Unternehmen tätig. Von 2002 bis 2005 arbeitete sie als Büroleiterin für die Landtagsabgeordnete Ria Theil, danach bis 2017 für den Bundestagsabgeordneten Roland Claus. Sie hat eine Tochter. Sie engagierte sich seit 2013 als ehrenamtliche Prüferin bei der IHK Halle-Dessau.

Partei und Politik Wendland gehörte der Partei Die Linke seit 2001 an, seit 2015 als Kreisvorsitzende im Burgenlandkreis. Sie hatte von 1999 bis 2004 und erneut von 2014 bis 2017 einen Sitz im Gemeinderat von Droyßig inne, von 2004 bis 2012 im Kreistag des Burgenlandkreises. Im Oktober 2017 rückte sie für den ausgeschiedenen Abgeordneten Matthias Höhn in den Landtag von Sachsen-Anhalt nach. Dem 2021 gewählten Landtag gehört sie nicht mehr an.Datenbank PADOKA des Landtags Sachsen-Anhalt

Im Burgenlandkreis initiierte Wendland eine Petition und Kundgebungen gegen die Schließung des Zeitzer Krankenhauses. Weiterhin war sie Gründungsmitglied des Bündnisses für Vielfalt und Demokratie im Burgenlandkreis.

Im Oktober 2023 trat sie aus der Partei Die Linke aus. Sie begründete diesen Schritt mit mittlerweile großen inhaltlichen Differenzen und der Benachteiligung des ländlichen Raumes durch ihre ehemalige Partei.

Im Januar 2024 trat sie dem Bündnis Sahra Wagenknecht bei. Zur Kreistagswahl und Stadtratswahl am 9. Juni 2024 ist sie Kandidatin der überparteilichen Wählergemeinschaft „Bürger für soziale Gerechtigkeit Burgenlandkreis“.Martin Walter: »Neue Kraft tritt für Kreistag und in Zeitz an. BSG-Liste fungiert als Vorgänger des BSW«. In: Mitteldeutsche Zeitung - Weissenfels vom 15.03.2024, Seite 15. Im September 2024 wurde sie auf dem Gründungsparteitag des BSW-Landesverbandes Sachsen-Anhalt zur Landesgeschäftsführerin gewählt. Auf einem außerordentlichen Sonderparteitag wurde sie im November 2025 von dieser Position abgewählt. Am 7. August 2026 trat sie aus dem BSW mit weiteren 20 Mitgliedern, darunter auch ehemalige Funktionsträger, aus dem Bündnis Sahra Wagenknecht aus. Diesen Schritt begründen sie und die anderen in einem 6-seitigen Austrittschreiben unter anderem mit der wiederholten Missachtung der innerparteilichen Demokratie sowie Satzungsfragen und der zu großen Nähe des BSW zur AfD, welche in Sachsen-Anhalt als gesichert rechtsextrem eingestuft worden ist.

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Abgeordnetenprofil von Katja Bahlmann

Einzelnachweise

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