Rehhof (fränkisch: RähofE. Fuchshuber: Uffenheim, S. 169. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „ręhōf“.) ist ein Gemeindeteil der Stadt Bad Windsheim im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim (Mittelfranken, Bayern). Rehhof liegt in der Gemarkung Rüdisbronn.
Geographie Unmittelbar nordöstlich der Einöde entspringt in einem Weiher der Nesselbach. Der Ort liegt in Tallage, im Nordwesten erhebt sich der Kühnberg () im Waldgebiet Kalkofen, 0,5 km südlich im Güterwald der Spielberg (), auf dem sich die Überreste einer ehemaligen Höhenburg befinden.
Die Kreisstraße NEA 6 führt nach Obernesselbach (3,2 km östlich) bzw. zur Staatsstraße 2253 (1,4 km westlich), die nach Deutenheim (1,8 km nördlich) bzw. nach Rüdisbronn verläuft (1 km südlich). Ein Wirtschaftsweg führt nach Dutzenthal (1,1 km nördlich).
Geschichte Der Ort wurde 1158 als „Reichbach“ erstmals urkundlich erwähnt. Gemäß dieser Urkunde sicherte Kaiser Barbarossa dem Kloster Münchaurach den Schutz über dessen Besitzungen, zu denen auch dieser Ort gehörte, zu. 1356 wurde der Ort „Rechbach“ genannt, 1365 „Rehbach“, 1536 erstmals „der Hoff zu Rechpach“. Das Bestimmungswort des Ortsnamens ist das Reh.E. Fuchshuber: Uffenheim, S. 169 f. Ursprünglich bestand der Ort aus mehreren Anwesen.Siehe Website mgoesswein.de
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gehörte Rehhof zur Realgemeinde Rüdisbronn. Die zwei Halbhöfe hatten das brandenburg-bayreuthische Kastenamt Ipsheim als Grundherrn.H. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim, S. 124. Unter der preußischen Verwaltung (1792–1806) des Fürstentums Bayreuth erhielt die beiden Anwesen die Hausnummern 61 und 62 des Ortes Rüdisbronn.
Von 1797 bis 1810 unterstand der Ort dem Justizamt Külsheim und Kammeramt Ipsheim. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Rehhof dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Kaubenheim und der 1817 gebildeten Ruralgemeinde Kaubenheim zugeordnet. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) wurde es nach Rüdisbronn umgemeindet.H. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim, S. 216. Am 1. Juli 1972 wurde Rehhof im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Bad Windsheim eingegliedert.
Ehemalige Baudenkmäler Gutshof mit Nebengebäuden Steinkreuz
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 27 20 14 22 18 11 17 13 10 4 3HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahr 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1885 bis 1987 als Wohngebäude. 2 2 2 2 2 1 1 1Quelle Dort als Rehehof aufgelistet.
Religion Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Maria und Pankratius (Rüdisbronn) gepfarrt. Die Katholiken sind nach St. Bonifaz (Bad Windsheim) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Geographie (Bad Windsheim) Kategorie:Einzelsiedlung im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim Kategorie:Ersterwähnung 1158