Sânmărtin oder Sînmărtin [] ( oder auch Szentmárton) ist eine Gemeinde im Kreis Cluj in der Region Siebenbürgen in Rumänien.
Geographische Lage mini|links|Lage der Gemeinde Sânmărtin im Kreis Cluj Die Gemeinde Sânmărtin liegt im Norden der Siebenbürgischen Heide (Câmpia Transilvaniei) – Teil des Siebenbürgischen Beckens. Im Osten des Kreises Cluj am Bach Diviciorii Mari und an der Kreisstraße (Drum județean) DJ 161D befindet sich der Ort Sânmărtin 14 Kilometer östlich von der Stadt Gherla (Neuschloss) und etwa 60 Kilometer nordöstlich von der Kreishauptstadt Cluj-Napoca (Klausenburg) entfernt.
Geschichte Der Ort Sânmărtin wurde erstmals 1335 urkundlich erwähnt, war im Mittelalter ein ungarisches Dorf und gehörte zur Burg Bálványos () im heutigen Unguraș (Schlosswall) und ab 1550 zum heutigen Gherla (Neuschloss). Auf eine Besiedlung des Gemeindeareals in der Bronzezeit deuten archäologische Funde auf dem Areal, genannt Grajduri („Stelle“), im eingemeindeten Dorf Diviciorii Mari (ungarisch Nagydevecser).Liste historischer Denkmäler des rumänischen Kulturministeriums, 2015 aktualisiert (PDF; 12,7 MB; rumänisch) Fast in jedem Dorf wurden archäologische Funde gemacht, diese konnten aber nicht alle einem Zeitalter zugeordnet werden.Repertoriul Arheologic al României - Diviciorii Mici, abgerufen am 6. Februar 2018 (rumänisch).
Im Königreich Ungarn gehörte die heutige Gemeinde dem Stuhlbezirk Szamosújvár (heute Gherla) in der Gespanschaft Szolnok-Doboka, anschließend dem historischen Kreis Someș und ab 1950 dem heutigen Kreis Cluj an.
Bevölkerung Die Bevölkerung der Gemeinde entwickelte sich wie folgt: VolkszählungVarga E. Árpád: Volkszählungen 1850–2002 bei kia.hu, letzte Aktualisierung am 2. November 2008 (PDF; 1 MB; ungarisch). Ethnie Jahr Bevölkerung Rumänen Ungarn Deutsche Andere 1850 2734 2140 531 - 63 1900 3496 2758 662 38 38 1930 3824 3054 644 - 126 1992 2106 1868 215 - 23 2002 1744 1509 182 - 53 2011 1384 1133 149 - 102 (Roma 55) 2021 1110 828 100 - 182 (Roma 61) Seit 1850 wurde auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde die höchste Einwohnerzahl (4348) und die der Rumänen (3702) 1956 registriert. Die höchste Einwohnerzahl der Magyaren (690) wurde 1910, die der Roma (71) 1930 und 1956 und die der Rumäniendeutschen 1900 ermittelt.
Sehenswürdigkeiten Im eingemeindeten Dorf Cutca (ungarisch Kötke) die Holzkirche Sfinții Arhangheli Mihail și Gavriil, 1720 errichtet, steht unter Denkmalschutz. Im eingemeindeten Dorf Diviciorii Mari die reformierte Kirche,Angaben zur reformierten Kirche in Diviciorii Mari bei biserici.org, abgerufen am 4. Februar 2018 (rumänisch) im 18. Jahrhundert errichtet, steht unter Denkmalschutz. Im eingemeindeten Dorf Sâmboieni (ungarisch Erdőszombattelke) die Holzkirche Sfinții Arhangheli Mihail și Gavriil, 1753 errichtet, steht unter Denkmalschutz. Im eingemeindeten Dorf Târgușor (veraltet Oșorheiu; ungarisch Kékesvásárhely) die Holzkirche Sfinții Arhangheli Mihail și Gavriil,Angaben zur Holzkirche in Târgușor bei biserici.org, abgerufen am 4. Februar 2018 (rumänisch) 1753 errichtet, steht unter Denkmalschutz. Im eingemeindeten Dorf Diviciorii Mici (Klein Däwäts) die orthodoxe Kirche Sfinții Arhangheli Mihail și Gavriil,Angaben zur reformierten Kirche in Diviciorii Mici bei biserici.org, abgerufen am 4. Februar 2018 (rumänisch) wurde 1913 an Stelle einer Holzkirche errichtet.
Weblinks
Sânmărtin bei ghidulprimariilor.ro Sânmărtin auf der Website des Kreisrates von Cluj
Einzelnachweise
Kategorie:Ersterwähnung 1335