Cossé-d’Anjou ist eine Ortschaft und ehemalige Gemeinde mit Einwohnern (Stand: ) im französischen Département Maine-et-Loire in der Region Pays de la Loire. Die Einwohner werden Cosséens genannt. Sie gehörte zum Arrondissement Cholet. Die Bewohner werden Cosséens und Cosséennes genannt.

Der Erlass des Präfekten vom 24. September 2015 legte mit Wirkung zum 15. Dezember 2015 die Eingliederung von Cossé-d’Anjou als Commune déléguée gemeinsam mit zwölf bis dahin selbstständigen Gemeinden und Ortschaften zur Commune nouvelle Chemillé-en-Anjou fest.

Geografie

Cossé-d’Anjou liegt etwa 36 Kilometer südsüdwestlich von Angers, etwa 47 Kilometer westsüdwestlich von Saumur und etwa 19 Kilometer nordöstlich von Cholet in der Région naturelle der Mauges, Teil der historischen Provinz des Anjou. Das Gebiet von Cossé-d’Anjou liegt im äußersten Südosten des Armorikanischen Massivs inmitten einer hügeligen Landschaft mit einem südlich des Ortszentrums gelegenen Höhenzug, bei dem mit über die höchste Erhebung des Orts gemessen wird. Das Zentrum befindet sich auf Höhe. Das Ortsgebiet wird vom Ruisseau de la Malaiserie und vom im Oberlauf zeitweise trockenfallenden Ruisseau des Louettière entwässert.

Umgeben wird Cossé-d’Anjou von fünf Communes déléguées von Chemillé-en-Anjou:

Toponymie und Geschichte Frühere Formen des Ortsnamens waren: Berengarius de Cocaio und Berengarius de Cozaiaco (1130–1160), Guillelmo de Cothaio (1150), Rorgonem de Coceio (1150), Cossé (1793), Cossé-d’Anjou seit 1920.

Außer zwei polierten Äxten aus Diorit ergaben sich keine weiteren Funde aus der Urgeschichte. Der Ursprung der Pfarrgemeinde bleibt unbekannt. Im Jahre 1129 bestätigte Papst Alexander III. die Zugehörigkeit zur Abtei Saint-Jouin-de-Marnes. Die Mönche gründeten ein Priorat, das offensichtlich keine größere Bedeutung erlangte, denn es wurde im 15. Jahrhundert mit dem von Chanteloup zusammengelegt. Das Dorf und die Kirche gehörten der Seigneurie von La Gousnarderie oder Gonarnerie, die im 16. Jahrhundert der Familie L’Esperonnière. 1610 verkaufte Antoine de l’Esperonnière das Lehen an René de Saint-Offange, Lehnsherr von La Frappière. Während der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts durchstreiften Banden von Hugenotten plündernd das Land. Das Aufkommen der Weberei bewirkte, dass bis zum Ende des 18. Jahrhunderts mehr als die Hälfte der Bewohner Weber oder Leinenhersteller waren. Einige Epidemien sind in den Schriften berichtet. 1709 herrschte ein harter Winter mit katastrophalen Auswirkungen auf die Ernte.

Bevölkerungsentwicklung

mini|Kirche Saint-Clément

Sehenswürdigkeiten Kirche Saint-Clément aus dem 19. Jahrhundert Schloss La Frapinière mit Ursprüngen aus der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts

Literatur Le Patrimoine des Communes de Maine-et-Loire. Flohic Editions, Band 1, Paris 2001, ISBN 2-84234-117-1, S. 464–465.

Weblinks

Einzelnachweise

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