mini|Sangeeta Bhatia Sangeeta N. Bhatia (* 1968) ist eine US-amerikanische Bioingenieurin und Medizinerin. Sie ist Professorin am (MIT). Ihr Forschungsgebiet ist die Entwicklung neuartiger Materialsysteme mittels Mikrostrukturtechnik und Nanotechnologie zur Erforschung, Diagnose und Behandlung von Krankheiten, insbesondere von Krebs und Lebererkrankungen.
Leben
Sangeeta Bhatia stammt aus einer Familie indischer Einwanderer in die USA. Sie studierte zunächst an der . Nach einem -Abschluss in Medizintechnik im Jahr 1990 arbeitete sie zunächst ein Jahr lang bei in Wilmington (Delaware), setzte dann jedoch ihr Studium fort, diesmal am MIT, wo sie nach einem Master in Maschinenbau im von der und dem MIT gemeinsam angebotenen Programm zunächst 1997 einen Doktortitel in Medizintechnik des MIT erwarb und 1999 einen Doktor der Medizin von Harvard. Anschließend war sie Postdoktorandin am .
Von 1999 bis 2005 forschte und lehrte sie im der , kehrte danach jedoch ans MIT zurück.
2016 wurde sie wissenschaftliche Gründungsdirektorin des am des MIT.
Mit Stand von Anfang 2018 ist sie zudem am MIT sowie Direktorin des . Zudem ist sie Forscherin am .
Bhatia war zudem an der Gründung mehrerer Biotechnologie-Firmen beteiligt, ist Mitglied der wissenschaftlichen Beiräte mehrerer Pharma- und Medizinunternehmen und seit Juni 2015 Mitglied des des Pharmaunternehmens Vertex Pharmaceuticals.
Sie ist mit dem an der Harvard-Universität tätigen Biologen Jagesh Shah verheiratet und hat zwei Kinder.
Leistungen
Bhatias Forschung zielt auf die Anwendung von Miniaturisierungs-Methoden aus den Ingenieurwissenschaften im Bereich der Medizin. Mithilfe der Mikrotechnologie und Nanotechnologie arbeiten sie und ihre Mitarbeiter daran, lebende Organismen und synthetische Komponenten miteinander zu verbinden, um Fortschritte in medizinischer Diagnostik, Gewebeaufbau und dem Modellieren von Krankheiten zu erzielen. Insbesondere arbeitet Bhatia an der Anwendung von Nanotechnologie zur Diagnose und Therapie von Krebserkrankungen und von Leberleiden. Zu den unter ihrer Leitung entstandenen Entwicklungen gehören unter anderem Nanosensoren zur Früherkennung von Tumoren durch einfache Urintests, aber auch künstliche Mikro-Lebern, die zur modellhaften Untersuchung von Lebererkrankungen und Medikamenten-Stoffwechsel dienen können.
Ehrungen und Auszeichnungen
Sangeeta Bhatia ist Trägerin zahlreicher wissenschaftlicher Auszeichnungen und Mitglied verschiedener Gelehrtengesellschaften, darunter der , der (beide seit 2015), der (seit 2017), der (seit 2015) und der National Academy of Medicine (seit 2019).
Im Jahr 2014 wurde ihr der Lemelson-MIT-Preis zuerkannt, im Jahr 2015 der für Technologie, Wirtschaft und Erwerbstätigkeit, im Jahr 2019 die Othmer-Goldmedaille. Die Universität Utrecht verlieh ihr 2017 die Ehrendoktorwürde.
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Mitglied der National Academy of Engineering Kategorie:Mitglied der National Academy of Sciences Kategorie:Mitglied der American Academy of Arts and Sciences Kategorie:Hochschullehrer (Massachusetts Institute of Technology) Kategorie:Hochschullehrer (University of California, San Diego) Kategorie:Mediziner (20. Jahrhundert) Kategorie:Mediziner (21. Jahrhundert) Kategorie:Biotechnologe Kategorie:Medizintechniker Kategorie:US-Amerikaner Kategorie:Geboren 1968 Kategorie:Frau