Nicol Gastaldi (* 16. Februar 1990 in Piove di Sacco, Venetien, Italien) ist eine argentinische Skirennläuferin. Sie startet vorwiegend in den technischen Disziplinen Slalom und Riesenslalom. Ihr jüngerer Bruder Sebastiano Gastaldi ist ebenfalls Skirennläufer.

Biografie Im Alter von 15 Jahren bestritt Nicol Gastaldi in Argentinien ihre ersten FIS-Rennen und gab zugleich ihr Debüt im South American Cup (SAC). Im Februar 2008 ging sie in Formigal erstmals bei Juniorenweltmeisterschaften an den Start, konnte jedoch kein Ergebnis verbuchen. Zwei Jahre später belegte sie in Les Houches Rang 80 im Riesenslalom. 2009 nahm sie in Val-d’Isère zum ersten Mal an Weltmeisterschaften teil, schied jedoch in beiden technischen Rennen aus. Bei ihren ersten Olympischen Spielen in Vancouver erreichte sie im Riesenslalom Rang 48, im Slalom kam sie nicht ins Ziel. Im August 2011 gelang ihr im Riesenslalom von San Martín de los Andes ihr erster SAC-Sieg. Bei ihren zweiten Weltmeisterschaften in Schladming startete sie nur im Slalom, schied jedoch abermals aus.

Im September 2013 feierte sie ihren größten internationalen Erfolg, als sie erstmals die Gesamtwertung des South American Cup gewann und damit die jahrelange Dominanz der Schwestern María Belén und Macarena Simari Birkner beendete. Dazu entschied sie mit einem Rennsieg am Cerro Catedral die Slalomwertung für sich. Ihre dritten Weltmeisterschaften in Vail beendete sie mit Rang 57 im Riesenslalom. Zwei Jahre später konnte sie sich in St. Moritz auf Rang 51 verbessern, schied bei ihrem vierten Antritt in einem WM-Slalom jedoch zum vierten Mal aus. Im August 2017 kürte sie sich im Riesenslalom am Cerro Catedral erstmals zur argentinischen Meisterin.

Am 19. Dezember 2017 gab sie im Riesenslalom von Courchevel ihr Weltcup-Debüt. Nach acht Jahren nahm sie wieder an Olympischen Winterspielen teil und steigerte sich im Riesenslalom auf Rang 42. Im Slalom schied sie im ersten Durchgang aus.

Erfolge

Olympische Spiele Vancouver 2010: 48. Riesenslalom Pyeongchang 2018: 42. Riesenslalom

Weltmeisterschaften Vail/Beaver Creek 2015: 57. Riesenslalom St. Moritz 2017: 51. Riesenslalom Åre 2019: 9. Mannschaftswettbewerb, 44. Riesenslalom

South American Cup Saison 2008: 9. Gesamtwertung, 4. SlalomwertungDie Rennen des South American Cup werden jährlich im August und September (Südwinter) ausgetragen und bereits der kommenden, internationalen Saison zugerechnet. Saison 2010: 8. Gesamtwertung, 3. Kombinationswertung, 6. Super-G-Wertung, 8. Riesenslalomwertung Saison 2011: 6. Gesamtwertung, 2. Riesenslalomwertung, 7. Slalomwertung Saison 2012: 7. Gesamtwertung, 2. Slalomwertung, 4. Riesenslalomwertung Saison 2013: 1. Gesamtwertung, 1. Slalomwertung, 6. Riesenslalomwertung Saison 2014: 9. Gesamtwertung, 5. Riesenslalomwertung, 5. Slalomwertung, 6. Kombinationswertung Saison 2015: 10. Gesamtwertung, 3. Slalomwertung, 6. Riesenslalomwertung Saison 2016: 1. Riesenslalomwertung, 8. Slalomwertung Saison 2017: 7. Gesamtwertung, 1. Riesenslalomwertung, 4. Slalomwertung, 8. Kombinationswertung 18 Podestplätze, davon 4 Siege: Datum Ort Land Disziplin 20. August 2011 Chapelco Argentinien Riesenslalom 13. September 2012 Cerro Catedral Argentinien Slalom 15. August 2013 Cerro Catedral Argentinien Slalom 8. August 2017 Cerro Catedral Argentinien Riesenslalom

Juniorenweltmeisterschaften Mont Blanc 2010: 80. Riesenslalom

Weitere Erfolge 1 argentinischer Meistertitel (Riesenslalom 2017) Argentinische Jugendmeisterin im Slalom 2011 1 Sieg in einem FIS-Rennen

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Alpiner Skirennläufer (Argentinien) Kategorie:Argentinischer Meister (Ski Alpin) Kategorie:Olympiateilnehmer (Argentinien) Kategorie:Teilnehmer der Olympischen Winterspiele 2010 Kategorie:Teilnehmer der Olympischen Winterspiele 2018 Kategorie:Teilnehmer einer Alpinen Skiweltmeisterschaft Kategorie:Argentinier Kategorie:Geboren 1990 Kategorie:Frau