Gackenmühle (fränkisch: GaggamielE. Fuchshuber: Uffenheim, S. 62. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „gagɘmīl“.) ist ein Gemeindeteil von Illesheim im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim (Mittelfranken, Bayern). Gackenmühle liegt in der Gemarkung Illesheim.
Geographie Die Einöde liegt am südlichen Ufer der Aisch und am Scheckenbach, der dort als rechter Zufluss in die Aisch mündet. 0,25 km südlich liegen die Storck Barracks. 1 km westlich erhebt sich der Wolfsbuck (), 0,5 km östlich der Täfertsbuck (), 0,75 km nördlich liegen die Straßenäcker. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt die Kreisstraße NEA 39 und die Bundesstraße 470 kreuzend nach Schwebheim (2,7 km westlich). Ein Wirtschaftsweg führt zur B 470 (0,3 km nordwestlich).
Geschichte Der Ort wurde im Kalender des Würzburger Domstifts St. Kilian, der im Zeitraum von 1250 bis 1300 entstand, als „Tegefurte“ erstmals schriftlich erwähnt. Die Mühle ist der Restteil des Ortes. Im Jahre 1403 wurde nur noch die Mühle „Tuͤfuͤrt“ erwähnt. Im Jahre 1469 wurde sie erstmals als „Gockenmül“ bezeichnet. Das Bestimmungswort ist der Familienname Gock bzw. Gack.E. Fuchshuber: Uffenheim, S. 62 ff.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gehörte die Gackenmühle zur Realgemeinde Illesheim und hatte die Reichsstadt Windsheim als Grundherrn.H. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim, S. 104. Unter der preußischen Verwaltung (1792–1806) des Fürstentums Bayreuth erhielt die Gackenmühle die Hausnummer 31 des Ortes Illesheim.
Im Rahmen des Ersten Gemeindeedikts wurde Gackenmühle dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Schwebheim und der 1817 gebildeten Ruralgemeinde Schwebheim zugeordnet. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) wurde sie nach Illesheim umgemeindet.H. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim, S. 213.
Baudenkmal Brücke über die Aisch
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 5 9 7 5 7 10 5 15 6 3 HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahr 1818 wurden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1885 bis 1961 als Wohngebäude. 1 1 1 1 1 2 2 Quelle
Religion Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Maria und Wendel (Illesheim) gepfarrt. Die Katholiken sind nach St. Bonifaz (Bad Windsheim) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Geographie (Illesheim) Kategorie:Einzelsiedlung im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim Kategorie:Ort an der Aisch Kategorie:Ersterwähnung im 13. Jahrhundert