mini|305px|Teilnehmende Vereine der Bundesliga 2018/19

Die Bundesliga 2018/19 war die 56. Spielzeit der höchsten deutschen Spielklasse im Fußball der Männer. Sie begann am 24. August 2018 und endete am 18. Mai 2019 nach einer Winterpause vom 23. Dezember 2018 bis zum 18. Januar 2019.

Nach 16 Jahren entfiel die Regel, nach der der amtierende Meister im Eröffnungsspiel ein automatisches Heimrecht hat; die Saison begann dennoch mit einem Heimspiel des FC Bayern München (3:1 gegen den Vorjahresdritten TSG 1899 Hoffenheim). Der Spielplan wurde am 29. Juni 2018 veröffentlicht.

Der FC Bayern München wurde durch einen Sieg am letzten Spieltag zum siebten Mal in Folge Deutscher Meister.

Saisonverlauf Kampf um die Meisterschaft und internationale Starterplätze mini|links|250px|Szene aus dem Fränkisch-Bayerischen Derby Nürnberg gegen Bayern am 31. Spieltag (Endstand 1:1) Mit Niko Kovač als neuem Trainer ging der amtierende Deutsche Meister FC Bayern München, der sich bis auf Leon Goretzka vom FC Schalke 04 und den zwei Leihrückkehrern Serge Gnabry und Renato Sanches nicht verstärkt hatte, in die Saison. Die Bayern starteten stark mit fünf Siegen in Folge, gerieten jedoch ab dem fünften Spieltag durch ein Unentschieden gegen Augsburg in eine Ergebniskrise, da man in der Folge in Berlin, Dortmund und zuhause gegen Gladbach verlor und gegen Düsseldorf und Freiburg nicht über Remis hinauskam. Dabei galt insbesondere die Partie gegen die Fortuna aus Düsseldorf, in der man eine 3:1-Heimführung noch abgab, als Tiefpunkt. Zum Ende der Hinrunde fing sich die Mannschaft aber wieder und startete eine herausragende Serie, da man aus den folgenden 19 Spielen lediglich 7 Punkte abgab. Am 25. Spieltag übernahm man die Tabellenführung durch einen 6:0-Erfolg gegen den VfL Wolfsburg und gab sie lediglich am 27. Spieltag noch einmal für einen Spieltag aus der Hand. Robert Lewandowski wurde zum vierten Mal Torschützenkönig.

Borussia Dortmund startete mit dem neuen Coach Lucien Favre in die Saison, personell verstärkt hatten sich die Westfalen unter anderem mit dem spanischen Stürmer Paco Alcácer, den Mittelfeldakteuren Axel Witsel und Thomas Delaney sowie dem Verteidiger Achraf Hakimi. Die Borussia startete stark in die Saison, übernahm am 6. Spieltag die Tabellenführung und baute den Vorsprung auf zeitweise neun Punkte aus. Einzig gegen Fortuna Düsseldorf am 16. Spieltag musste der Verein eine Niederlage hinnehmen. In der Rückrunde konnte die Borussia nicht mehr an die herausragenden Leistungen der Hinrunde anknüpfen, insbesondere die erhöhte Zahl an Gegentoren (26 in der Rückrunde) führte zu einigen unerwarteten Punktverlusten. Am 26. Spieltag übernahm Dortmund nach einem dramatischen 2:0-Sieg in der Schlussphase gegen den VfL Wolfsburg nochmal kurzfristig die Tabellenführung, verlor sie jedoch am nächsten Spieltag durch eine 0:5-Niederlage in München wieder. Mit Jadon Sancho (17 Assists) stellte die Mannschaft den besten Torvorlagengeber.

Die beste Abwehr stellte mit nur 29 Gegentreffern RB Leipzig, siebenmal spielte Torhüter Gulácsi zu Null. Die Mannschaft war mit lediglich 18 Profis in die Saison mit Dreifachbelastung gegangen, qualifizierte sich aber auch in der dritten Saison im Oberhaus mit dem Champions-League-Qualifikationsplatz für einen Europapokalwettbewerb. Im DFB-Pokal schafften es die Rasenballsportler erstmals bis ins Endspiel.

Der Vorjahresfünfte Leverkusen blieb mit einem talentierten und jungen Kader die gesamte Hinrunde über hinter den eigenen Ansprüchen zurück, nach der Entlassung von Trainer Heiko Herrlich im Dezember 2018 entwickelte sich jedoch ein Aufwärtstrend. Herrlichs Nachfolger im Amt des Cheftrainers wurde der Niederländer Peter Bosz, welcher bereits im Vorjahr Borussia Dortmund trainiert hatte. Gleich in den ersten vier Spielen unter Bosz, wovon drei mit insgesamt 11:3 Toren gewonnen wurden, zeigte sich eine Veränderung in der Mannschaftsleistung, unter anderem beim 3:1-Sieg gegen den FC Bayern München. Am 32. Spieltag gewann Bayer mit 6:1 gegen Frankfurt. Alle Tore fielen in der ersten Halbzeit, was einen neuen Bundesligarekord bedeutete. Am letzten Spieltag konnte Rang 4 und damit die Qualifikation für die Champions-League-Gruppenphase gesichert werden.

Die beiden direkten Europa-League-Plätze gingen an Gladbach und Wolfsburg. Insbesondere die Borussia aus Mönchengladbach bewies sich in der Hinserie als ernst zu nehmender Gegner, vor allem für die Titelfavoriten FC Bayern und Borussia Dortmund, und stellte mit den beiden Genannten auch gleichzeitig die jeweils zweitbeste Verteidigung der Hinrunde (18 Gegentreffer). Nachdem die Borussen die Hinrunde noch als Dritter abschlossen, konnten sie in der Rückrunde nur noch 22 Punkte holen und beendeten die Saison auf Platz 5. Auch Wolfsburg startete nach der gewonnenen Relegation in der Vorsaison eher schwach in die Saison, erreichte Platz 6 jedoch durch gute Rückrundenleistungen, darunter der torreichste Sieg der Saison, ein 8:1 gegen Augsburg am letzten Spieltag.

Pokalsieger Eintracht Frankfurt startete unter dem neuen Trainer Adi Hütter nach Abgängen von Führungsspielern wie Kevin-Prince Boateng oder Omar Mascarell schwach in die Saison, fing sich aber bis zur Mitte der Hinrunde, verließ nach hohen Siegen über Fortuna Düsseldorf und gegen Schalke 04 die untere Tabellenhälfte und stand fortan auf einem internationalen Starterplatz. Durch zwei Niederlagen zum Saisonabschluss (0:2 gegen Mainz und 1:5 gegen Bayern München) rutschte das Team auf Platz 7 ab.

Tabellenmittelfeld Werder Bremen konnte in der ersten Hälfte der Hinserie zu den oberen Rängen aufschließen und besiegte beispielsweise den Vorjahreszweiten Schalke, auf der anderen Seite gingen aber neben der hohen Niederlage gegen Leverkusen auch Spiele gegen Teams aus dem oberen Tabellendrittel verloren. Der mittlerweile älteste Bundesliga-Torschütze, Claudio Pizarro, verlängerte seinen Vertrag vor dem letzten Saisonspiel um ein weiteres Jahr.

Die TSG Hoffenheim verspielte ihren Europacupplatz im Saisonfinale gegen Mainzer, für die es um nichts mehr ging, und verabschiedeten den nach Leipzig wechselnden Cheftrainer Nagelsmann.

Aufsteiger Düsseldorf galt als Überraschungsmannschaft der Saison. Am 14. Spieltag stand die Mannschaft von Friedhelm Funkel mit 9 Punkten auf dem letzten Tabellenplatz, stabilisierte sich jedoch in der Folge, konnte am 29. Spieltag den Klassenerhalt feiern und beendete die Spielzeit auf Platz 10.

Der 1. FSV Mainz 05 konnte auch in seiner zehnten Erstligasaison die Klasse halten, am 30. Spieltag waren die rechnerisch nötigen Punkte eingefahren. Bemerkenswert war in einer Saison mit vielen hohen Siegen ein 5:0 über Mitkonkurrent Freiburg, obwohl die Rheinhessen eine der schwächsten Offensiven der Liga aufboten.

Abstiegskampf Der FC Schalke, vier Spieltage lang sogar im Tabellenkeller stehend, konnte in dieser Saison nicht überzeugen. Der Negativtrend zeichnete sich bereits zu Beginn der Saison ab, da die Königsblauen mit 5 Niederlagen in die Saison starteten. Im März wurde Trainer Tedesco freigestellt und interimsweise durch Aufsichtsratsmitglied und Ex-Erfolgstrainer Huub Stevens ersetzt. Ein wichtiges 4:2 im zweiten Revierderby der Saison sowie Patzer der Verfolger aus dem Keller bescherten am 31. Spieltag den Ligaerhalt.

Im Gegensatz zur Meisterschaftsentscheidung war die Entscheidung im Tabellenkeller bereits am 33. Spieltag gefallen. Als Absteiger standen der 1. FC Nürnberg und Hannover 96 mit 19 sowie 21 Punkten fest. Beide Mannschaften standen die komplette Rückrunde auf den direkten Abstiegsrängen 17 und 18. Der Relegationsplatz ging an den VfB Stuttgart, der mit 28 Punkten einen der schlechtesten Punktwerte der Tabellensechzehnten der Bundesligageschichte erzielte. Ab dem 13. Spieltag besetzte das Team bis zum Ende mit einer Ausnahme durchgängig den 16. Rang. In den Relegationsspielen traf der VfB auf den 1. FC Union Berlin. Nach einem 2:2 vor heimischer Kulisse kam Stuttgart in Berlin nicht über ein 0:0 hinaus und stieg aufgrund der Auswärtstorregel zum insgesamt dritten Mal aus der Bundesliga ab.

Statistiken Tabellenführer Tabellenletzter

Abschlusstabelle

|| M / CL || rowspan="3" | CL

|| rowspan="2" | EL

|| (EL)

|| () || rowspan="2" |

Zum Saisonende 2017/18: (M) Deutscher Meister: FC Bayern München (P) DFB-Pokal-Sieger: Eintracht Frankfurt (R) Sieger der Relegation: VfL Wolfsburg (N) Aufsteiger aus der 2. Bundesliga: Fortuna Düsseldorf und 1. FC Nürnberg Zum Saisonende 2018/19: M Deutscher Meister CL Teilnehmer an der UEFA Champions League 2019/20 EL Teilnehmer an der UEFA Europa League 2019/20 (EL) Teilnehmer an der 2. Qualifikationsrunde zur Europa League 2019/20 () Teilnehmer an den Relegationsspielen gegen den Dritten der 2. Bundesliga 2018/19 Absteiger in die 2. Bundesliga 2019/20

Kreuztabelle Die Kreuztabelle stellt die Ergebnisse aller Spiele dieser Saison dar. Die Heimmannschaft ist in der linken Spalte, die Gastmannschaft in der oberen Zeile aufgelistet.

2018/19 22px|FC Bayern München 22px|FC Schalke 04 22px|TSG 1899 Hoffenheim 22px|Borussia Dortmund 22px|Bayer 04 Leverkusen 22px|RB Leipzig 22px|VfB Stuttgart 22px|Eintracht Frankfurt 22px|Borussia Mönchengladbach 22px|Hertha BSC 22px|Werder Bremen 22px|FC Augsburg 22px|Hannover 96 22px|FSV Mainz 05 22px|SC Freiburg 22px|VfL Wolfsburg 22px|Fortuna Düsseldorf 22px|1. FC Nürnberg FC Bayern München 3:1 3:1 5:0 3:1 1:0 4:1 5:1 0:3 1:0 1:0 1:1 3:1 6:0 1:1 6:0 3:3 3:0 FC Schalke 04 0:2 2:5 1:2 1:2 0:1 0:0 1:2 0:2 0:2 0:2 0:0 3:1 1:0 0:0 2:1 0:4 5:2 TSG 1899 Hoffenheim1:31:1 1:1 4:1 1:2 4:0 1:2 0:0 2:0 0:1 2:1 3:0 1:1 3:1 1:4 1:1 2:1 Borussia Dortmund 3:2 2:4 3:3 3:2 4:1 3:1 3:1 2:1 2:2 2:1 4:3 5:1 2:1 2:0 2:0 3:2 7:0 Bayer 04 Leverkusen 3:1 1:1 1:4 2:4 2:4 2:0 6:1 0:1 3:1 1:3 1:0 2:2 1:0 2:0 1:3 2:0 2:0 RB Leipzig 0:0 0:0 1:1 0:1 3:0 2:0 0:0 2:0 5:0 3:2 0:0 3:2 4:1 2:1 2:0 1:1 6:0 VfB Stuttgart 0:3 1:3 1:1 0:4 0:1 1:3 0:3 1:0 2:12:1 1:0 5:1 2:3 2:2 3:0 0:0 1:1 Eintracht Frankfurt 0:3 3:0 3:2 1:1 2:1 1:1 3:0 1:1 0:01:2 1:3 4:1 0:2 3:1 1:2 7:1 1:0 Borussia Mönchengladbach 1:5 2:1 2:2 0:2 2:0 1:2 3:0 3:1 0:3 1:1 2:0 4:1 4:0 1:1 0:3 3:0 2:0 Hertha BSC 2:0 2:2 3:3 2:3 1:5 0:3 3:1 1:0 4:2 1:1 2:2 0:0 2:1 1:1 0:1 1:2 1:0 Werder Bremen 1:2 4:2 1:1 2:2 2:6 2:1 1:1 2:2 1:3 3:1 4:0 1:1 3:1 2:1 2:0 3:1 1:1 FC Augsburg 2:3 1:1 0:4 2:1 1:4 0:0 6:0 1:3 1:1 3:4 2:3 3:1 3:0 4:1 2:3 1:2 2:2 Hannover 960:4 0:1 1:3 0:0 2:3 0:3 3:1 0:3 0:1 0:2 0:1 1:2 1:03:0 2:1 0:1 2:0 1. FSV Mainz 05 1:2 3:0 4:2 1:2 1:5 3:3 1:0 2:2 0:1 0:0 2:1 2:1 1:1 5:0 0:0 3:1 2:1 SC Freiburg 1:1 1:0 2:4 0:4 0:0 3:0 3:3 0:2 3:1 2:1 1:1 5:1 1:1 1:3 3:3 1:1 5:1 VfL Wolfsburg 1:3 2:1 2:2 0:1 0:3 1:0 2:0 1:1 2:2 2:2 1:1 8:1 3:1 3:0 1:3 5:2 2:0 Fortuna Düsseldorf 1:4 0:2 2:1 2:1 1:2 0:4 3:0 0:3 3:1 4:1 4:11:2 2:1 0:1 2:00:3 2:1 1. FC Nürnberg 1:1 1:1 1:3 0:0 1:1 0:1 0:2 1:1 0:4 1:3 1:1 3:0 2:0 1:1 0:1 0:2 3:0 Stand: SaisonendeFußball-Bundesliga 2018/19 Spieltag und Spielplan, bundesliga.com, abgerufen am 18. Mai 2019.

Relegation Die beiden Relegationsspiele zwischen dem Sechzehnten der Bundesliga und dem Dritten der 2. Bundesliga wurden am 23. und 27. Mai 2019 ausgetragen.DFL terminiert Bundesliga-Relegation auf den 23. und 27. Mai, transfermarkt.de, abgerufen am 8. Mai 2019.

|colspan="5"| Aufgrund der Auswärtstorregel stiegen der 1. FC Union Berlin in die Bundesliga auf und der VfB Stuttgart in die 2. Bundesliga ab.

Tabellenverlauf 700px

Die Nummer vor dem Vereinsnamen gibt die Abschlussposition an, um die Zuordnung zu erleichtern.

Torschützenliste Bei gleicher Anzahl an Toren sind die Spieler alphabetisch gelistet.

Pl. Spieler Mannschaft Tore 1. FC Bayern München 22 2. Borussia Dortmund 18 3. Bayer 04 Leverkusen 17 Eintracht Frankfurt TSG 1899 Hoffenheim Borussia Dortmund VfL Wolfsburg 8. TSG 1899 Hoffenheim 16 RB Leipzig 10. Eintracht Frankfurt 15 RB Leipzig Stand: Saisonende

Scorerliste