Anatoli Alexejewitsch Solonizyn (; * 30. August 1934 in Bogorodsk; † 11. Juni 1982 in Moskau) war ein sowjetischer Schauspieler. Im Westen wurde er vor allem durch die Filme Andrei Tarkowskis bekannt. In dessen Andrej Rubljow spielte er die Hauptrolle.

Leben Eine der ersten Filmrollen Solonizyns war die des russischen Ikonenmalers Andrei Rubljow in Andrei Tarkowskis gleichnamigem Film von 1966. Er wurde von ihm danach immer wieder eingesetzt, so in Solaris (1972) und als der „Schriftsteller“ in Stalker (1979).

Solonizyn spielte in zahlreichen weiteren sowjetischen Filmproduktionen. 1981 gewann er bei den Internationalen Filmfestspielen in Berlin den Silbernen Bären für die Hauptrolle in Alexander Sarchis Film 26 Tage aus dem Leben Dostojewskis.

Tarkowski plante, Solonizyn auch in Nostalghia (1983) und Opfer (1986) zu besetzen,Andrei Tarkowski: Die versiegelte Zeit: Gedanken zur Kunst, zur Ästhetik und Poetik des Films jedoch starb Solonizyn 1982 im Alter von 47 Jahren an Krebs. Sein Grab befindet sich auf dem Wagankowoer Friedhof in Moskau.

In Der Spiegel und Solaris wurde Solonizyn von Friedhelm Eberle synchronisiert.

Filmografie (Auswahl)

1963: Der Fall Kurt Clausewitz 1966: Andrej Rubljow 1967: Anjutas Weg 1971: Straßenkontrolle 1972: Solaris 1973: Den Menschen lieben 1975: Der Spiegel 1975: Luftschiffer 1976: Vertrauen 1977: Aufstieg 1977: Ulenspiegel 1978: Zwischen Zarenhof und Schlachtfeld 1979: Der Leibwächter 1979: Die Wende 1979: Stalker 1981: 26 Tage aus dem Leben Dostojewskis 1981: Geheimnis des Notizbuches 1981: Vater werden... 1981: Aus dem Leben von Kurgästen

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Einzelnachweise

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