Michail Jakowlewitsch Marow (; * 28. Juli 1933 in Moskau; † 30. November 2023 in Moskau) war ein russischer Astrophysiker.Acad. Mikhail Marov. Abgerufen am 2. Februar 2018.
Leben Marow studierte an der Moskauer Technischen Hochschule „N. E. Bauman“ mit Abschluss 1958. Nach der anschließenden Aspirantur im Institut für Physik der Atmosphäre der Akademie der Wissenschaften der UdSSR (AN-SSSR) in Moskau arbeitete er ab 1962 im 1953 gegründeten Institut für Angewandte Mathematik der AN-SSSR (seit 1978 Keldysch-Institut für Angewandte Mathematik). Ab 1967 leitete er dort die Abteilung für Physik der Planeten. 1970 wurde er zum Doktor der physikalisch-mathematischen Wissenschaften promoviert. Es folgte die Professorenwürde. Er verfasste mehrere Lehrbücher.M. J. Marow: Die Planeten des Sonnensystems (= Kleine Naturwissenschaftliche Bibliothek. Band 60). BSB B. G. Teubner Verlagsgesellschaft, Leipzig 1987, ISBN 3-322-00316-7, S. 55.
Marows Hauptarbeitsgebiet war die Erforschung der Atmosphären der Planeten. Zusammen mit anderen initiierte und leitete er die mehrjährigen Programme zur Untersuchung der Venus mithilfe der Raumsonden der Venera-Mission. Die Temperatur und der Druck der Atmosphäre an der Venusoberfläche wurden gemessen. Marow untersuchte Probleme der Wärmeübertragung und der planetarischen Zirkulation. Ebenso war er am komplexen Untersuchungsprogramm des Landers der Mars 6 mit Messungen in der Mars-Atmosphäre beteiligt (1973–1974). Er führte umfangreiche Untersuchungen der Thermosphäre der Erdatmosphäre durch. Seine quantitativen Auswertungen lieferten Ansätze zur Modellierung der physikalisch-chemischen Prozesse mit Methoden der Fluiddynamik, Kinetik und Statistik. Aktiv beteiligte er sich am Interkosmos-Programm.
Marow war Hauptherausgeber des Astronomitscheski Westnik, Vizevorsitzender des Wissenschaftlichen Rates für Probleme des Mondes und der Planeten der AN-SSSR und Vorsitzender der Sektion Sonnensystem des Astronomie-Rates der AN-SSSR (ab 1985) sowie Vorsitzender der Kommission für das wissenschaftliche Erbe Konstantin Eduardowitsch Ziolkowskis und des Organisationskomitees der Ziolkowski-Vorlesungen. 1990 wurde er Korrespondierendes Mitglied der AN-SSSR und 2008 Wirkliches Mitglied der nun Russischen Akademie der Wissenschaften (RAN).RAN: Маров Михаил Яковлевич. Abgerufen am 2. Februar 2018.
Nach Marow wurde der 1978 von Nikolai Stepanowitsch Tschernych entdeckte Asteroid (10264) Marov benannt. Michail Jakowlewitsch Marow verstarb Ende November 2023 im Alter von 90 Jahren.
Ehrungen, Preise Leninpreis (1970) Prix Galabert der Société Française d’astronautique (1973) Staatspreis der UdSSR (1980) Demidow-Preis (2015)Представлены лауреаты Демидовской премии за 2015 год. Abgerufen am 2. Februar 2018. Orden der Ehre (2015) Orden der Freundschaft (2015)Ukas Nr. 25 v. 20. Januar 2015 des Präsidenten der Russischen Föderation. Abgerufen am 2. Februar 2018. Keldysch-Goldmedaille der RAN (2016)
Einzelnachweise
Kategorie:Astronom (20. Jahrhundert) Kategorie:Mitglied der Russischen Akademie der Wissenschaften Kategorie:Träger des Leninpreises Kategorie:Träger des Staatspreises der UdSSR Kategorie:Träger des russischen Ordens der Ehre Kategorie:Träger des Ordens der Freundschaft Kategorie:Träger des Demidow-Preises Kategorie:Person als Namensgeber für einen Asteroiden Kategorie:Russe Kategorie:Sowjetbürger Kategorie:Geboren 1933 Kategorie:Gestorben 2023 Kategorie:Mann