Beyries ist eine französische Gemeinde mit Einwohnern (Stand ) im Département Landes in der Region Nouvelle-Aquitaine (vor 2016: Aquitanien). Sie gehört zum Arrondissement Dax und zum Kanton Coteau de Chalosse.

Der Name in der gascognischen Sprache lautet Veirias. Er ist eine Ableitung aus dem gascognischen Wort Veiria ().

Die Einwohner werden Beyrissois und Beyrissoises genannt.

Geographie Beyries liegt ca. 40 Kilometer südöstlich von Dax in der Landschaft Chalosse der historischen Provinz Gascogne an der Grenze zum Département Pyrénées-Atlantiques.

Umgeben wird Beyries von den Nachbargemeinden:

Beyries liegt im Einzugsgebiet des Flusses Adour.

Der Ruisseau de Benzi, ein Nebenfluss des Luy de Béarn, fließt an der südlichen Gemeindegrenze entlang.

Geschichte Im Jahre 1530 feierte der französische König Franz I. in Beyries die Hochzeit mit Eleonore von Kastilien. Die Gemeinde liegt an der Via Lemovicensis, einem der Pilgerwegs nach Santiago de Compostela.

Einwohnerentwicklung Nach Beginn der Aufzeichnungen stieg die Einwohnerzahl in der Mitte des 19. Jahrhunderts auf einen Höchststand von 245. In der Folgezeit sank die Größe der Gemeinde bei kurzen Erholungsphasen bis zu den 1960er Jahren auf rund 80 Einwohner, bevor eine moderate Wachstumsphase einsetzte, die heute noch andauert.

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2012 2021 Einwohner 107 83 82 85 94 86 93 113 125

Sehenswürdigkeiten mini|Pfarrkirche Saint-Blaise Pfarrkirche, gewidmet dem heiligen Blasius. Aufgrund der Schlichtheit ihres romanischen Grundrisses wird ihre Errichtung auf das 12. Jahrhundert datiert. Im Mittelalter gehörte sie zum Erzpriestertum von Sault-de-Navailles des Bistums Lescar. Das nördliche Seitenschiff und die Vorhalle kamen in einer späteren Zeit hinzu, vermutlich im 18. oder 19. Jahrhundert. Das Langhaus öffnet sich über einen rundbogenförmigen Triumphbogen zum Chor mit einer halbrunden Apsis, die leicht schmaler ist als das Langhaus. Das Hauptschiff ist mit dem schmalen Seitenschiff durch zwei große Rundbogenarkaden getrennt. Ein dreieckiger Glockengiebel dominiert die Westfassade. Er ist mit einer Öffnung für die Glocke unterbrochen, die mit einem kleinen Vordach geschützt wird. Das Betätigen der Glocke am Mittag und am Abend erfolgt manuell. Der Glöckner stellt sich hierfür auf einer Leiter und schlägt die Glocke mit zwei Kieselsteinen in einem Rhythmus, der sein Geheimnis ist. Eine kleine Vorhalle mit einem Eingang auf der Nordseite in an das Kirchengebäude gebaut. Fünf Glasfenster sind Werke des Glasmalers Jacques Leuzy aus Moissac (Département Tarn-et-Garonne) aus dem Jahr 1963. Sie stellen den leidenden Christus, die Unbefleckte Empfängnis sowie christliche Symbole und geometrische Motive dar. Die Arbeiten, die in jüngster Zeit durchgeführt wurden, haben im Chor in der Längsachse eine frühere Fensteröffnung aus der mittelalterlichen Zeit entdeckt.

mini|Schloss Beyries Schloss Beyries. Es handelt sich um ein kleines Adelshaus aus dem 17. Jahrhundert mit einem zweigeschossigen Wohntrakt, der von zwei Pavillons eingerahmt wird. Neun Kamine aus dem 17. Jahrhundert konnten bewahrt werden, die zur Eintragung des Schlosses als Monument historique seit dem 12. April 2001 beigetragen haben.

Wirtschaft und Infrastruktur Ackerbau, Viehzucht und Bienenzucht sind traditionell die Schwerpunkte der Wirtschaft der Gemeinde.

mini|100x100px|Logo des Jakobswegs

Sport und Freizeit Der Fernwanderweg GR 654 von Namur in Belgien über Vézelay nach Saint-Jean-Pied-de-Port durchquert das Zentrum der Gemeinde. Er folgt der Via Lemovicensis, einem der vier historischen „Wege der Jakobspilger in Frankreich“.

Verkehr Beyries wird durchquert von der Route départementale 458.

Weblinks

Beyries auf der Website des Gemeindeverbands (französisch)

Einzelnachweise

Kategorie:Ort in Nouvelle-Aquitaine