zentriert|350x260pxAm 3. Oktober 1994 stirbt Heinz Rühmann im Alter von 92 Jahren. Dieser Artikel behandelt das Filmjahr 1994.

Ereignisse 22. März: Steven Spielbergs Holocaust-Drama Schindlers Liste wird mit sieben Academy Awards ausgezeichnet, unter anderem in der Kategorie Bester Film. 15. Juni: Uraufführung von Der König der Löwen (Regie: Roger Allers und Rob Minkoff). Mit einem Einspielergebnis von mehr als einer Milliarde US-Dollar (inflationsbereinigt) erweist sich diese Disney-Produktion in den Folgejahren als kommerziell erfolgreichster klassischer Zeichentrickfilm. George Lucas beginnt mit den Arbeiten zu den Prequels seiner Star Wars Saga. Steven Spielberg, Jeffrey Katzenberg und David Geffen gründen die Filmproduktionsfirma DreamWorks. Stefan Arndt, Wolfgang Becker, Dani Levy und Tom Tykwer gründen die Filmproduktionsfirma X Filme Creative Pool. Die Sieger der Bravo Otto Leserwahl 1994: Kategorie – männliche Filmstars: Gold Keanu Reeves, Silber Tom Hanks, Bronze Kevin Costner Kategorie – weibliche Filmstars: Gold Whoopi Goldberg, Silber Julia Roberts, Bronze Winona Ryder

Top 10 der erfolgreichsten Filme In Deutschland Die zehn erfolgreichsten Filme an den deutschen Kinokassen nach Besucherzahlen (Stand: 25. Mai 2010):Box Office DEU Die erfolgreichsten Filme in Deutschland 1995, insidekino.com. Abgerufen am 25. Mai 2010

Platz Filmtitel Besucher 1. Der König der Löwen 11.333.217 2. Forrest Gump 7.615.026 3. Der bewegte Mann 6.565.342 4. Flintstones – Die Familie Feuerstein 6.317.627 5. Schindlers Liste 6.096.689 6. Mrs. Doubtfire – Das stachelige Kindermädchen 5.553.302 7. Vier Hochzeiten und ein Todesfall 4.638.309 8. Free Willy – Ruf der Freiheit 3.460.526 9. Philadelphia 3.314.638 10. Die nackte Kanone 33⅓ 3.270.200

In Österreich Die zehn erfolgreichsten Filme an den österreichischen Kinokassen nach Besucherzahlen:[Kurier 29.12.1994 Seite 26]

Platz Filmtitel Besucher 1. Familie Feuerstein 760.000 2. Schindlers Liste 635.000 3. Der König der Löwen 630.000 4. Mrs. Doubtfire 609.202 5. Forrest Gump 495.000 6. Vier Hochzeiten und ein Todesfall 450.000 7. True Lies 370.000 8. Free Willy 341.618 9. Die nackte Kanone 33⅓ 330.000 10. Speed ca. 300.000

Die Zahl für den König der Löwen bezieht sich lediglich auf 1994.

In den Vereinigten Staaten

Platz Filmtitel Einnahmen 1. Forrest Gump 329.694.499 $ 2. Der König der Löwen 312.855.561 $ 3. True Lies – Wahre Lügen 146.282.411 $ 4. Santa Clause – Eine schöne Bescherung 144.833.357 $ 5. Flintstones – Die Familie Feuerstein 130.531.710 $ 6. Dumm und Dümmer 127.175.374 $ 7. Das Kartell 122.012.656 $ 8. Speed 121.248.145 $ 9. Die Maske 119.938.730 $ 10. Pulp Fiction 107.928.762 $

Filmpreise

Golden Globe Award

Am 22. Januar findet im Beverly Hilton Hotel in Los Angeles die Golden-Globe-Verleihung statt.

Bestes Drama: Schindlers Liste von Steven Spielberg Bestes Musical/Komödie: Mrs. Doubtfire – Das stachelige Kindermädchen von Chris Columbus Bester Schauspieler (Drama): Tom Hanks in Philadelphia Beste Schauspielerin (Drama): Holly Hunter in Das Piano Bester Schauspieler (Musical/Komödie): Robin Williams in Mrs. Doubtfire – Das stachelige Kindermädchen Beste Schauspielerin (Musical/Komödie): Angela Bassett in Tina – What’s Love Got to Do with It? Bester Nebendarsteller: Tommy Lee Jones in Auf der Flucht Beste Nebendarstellerin: Winona Ryder in Zeit der Unschuld Bester Regisseur: Steven Spielberg für Schindlers Liste Cecil B. DeMille Award: Robert Redford

Oscar

Die Oscarverleihung findet am 21. März im Dorothy Chandler Pavilion in Los Angeles statt. Moderatorin ist Whoopi Goldberg

Bester Film: Schindlers Liste von Steven Spielberg, Gerald R. Molen, Branko Lustig Bester Hauptdarsteller: Tom Hanks in Philadelphia Beste Hauptdarstellerin: Holly Hunter in Das Piano Bester Regisseur: Steven Spielberg für Schindlers Liste Bester Nebendarsteller: Tommy Lee Jones in Auf der Flucht Beste Nebendarstellerin: Anna Paquin in Das Piano Beste Kamera: Janusz Kamiński für Schindlers Liste Beste Filmmusik: John Williams für Schindlers Liste Bester fremdsprachiger Film: Belle Epoque von Fernando Trueba Ehrenoscar: Deborah Kerr

Vollständige Liste der Preisträger

Internationale Filmfestspiele von Cannes 1994

Das Festival beginnt am 12. Mai und endet am 23. Mai. Die Jury unter Präsident Clint Eastwood vergibt folgende Preise:

Goldene Palme: Pulp Fiction von Quentin Tarantino Bester Schauspieler: Ge You in Leben! Beste Schauspielerin: Virna Lisi in Die Bartholomäusnacht Beste Regie: Nanni Moretti für Liebes Tagebuch… Goldene Kamera: Pascale Ferran für Die Sandburg Großer Preis der Jury: Leben! von Zhang Yimou und Die Sonne, die uns täuscht von Nikita Michalkow

Internationale Filmfestspiele Berlin 1994

Das Festival beginnt am 10. Februar und endet am 21. Februar. Die Jury unter Präsident Jeremy Thomas vergibt folgende Preise:

Goldener Bär: Im Namen des Vaters von Jim Sheridan Bester Schauspieler: Tom Hanks in Philadelphia Beste Schauspielerin: Crissy Rock in Ladybird, Ladybird Bester Regisseur: Krzysztof Kieślowski für Drei Farben: Weiß

Filmfestspiele von Venedig

Das Festival beginnt am 1. September und endet am 12. September. Die Jury unter Präsident David Lynch vergibt folgende Preise:

Goldener Löwe: Vive l’Amour – Es lebe die Liebe von Ming-liang Tsai und Vor dem Regen von Milčo Mančevski Bester Schauspieler: Yu Xia in Yangguang Canlan de Rizi Beste Schauspielerin: Maria de Medeiros in Geschwister

Deutscher Filmpreis

Bester Film: Kaspar Hauser von Peter Sehr Beste Regie: Peter Sehr für Kaspar Hauser Beste Hauptdarstellerin: Christiane Hörbiger für Alles auf Anfang und Tafelspitz Bester Hauptdarsteller: André Eisermann für Kaspar Hauser

César

Bester Film: Smoking / No Smoking von Alain Resnais Beste Regie: Alain Resnais für Smoking / No smoking Bester Hauptdarsteller: Pierre Arditi für Smoking / No smoking Beste Hauptdarstellerin: Juliette Binoche für Drei Farben: Blau Bester Nebendarsteller: Fabrice Luchini für Alles für die Liebe Beste Nebendarstellerin: Valérie Lemercier für Die Besucher Bester ausländischer Film: Das Piano von Jane Campion

British Academy Film Award

Bester Film: Schindlers Liste von Steven Spielberg Beste Regie: Steven Spielberg für Schindlers Liste Bester Hauptdarsteller: Anthony Hopkins für Was vom Tage übrig blieb Beste Hauptdarstellerin: Holly Hunter für Das Piano Bester Nebendarsteller: Ralph Fiennes für Schindlers Liste Beste Nebendarstellerin: Miriam Margolyes für Zeit der Unschuld Bester nicht-englischsprachiger Film: Lebewohl, meine Konkubine von Chen Kaige

New York Film Critics Circle Award

Bester Film: Quiz Show von Robert Redford Beste Regie: Quentin Tarantino für Pulp Fiction Bester Hauptdarsteller: Paul Newman in Nobody’s Fool – Auf Dauer unwiderstehlich Beste Hauptdarstellerin: Linda Fiorentino in Die letzte Verführung Bester Nebendarsteller: Martin Landau in Ed Wood Beste Nebendarstellerin: Dianne Wiest in Bullets Over Broadway Beste Kamera: Stefan Czapsky für Ed Wood Bester ausländischer Film: Drei Farben: Rot von Krzysztof Kieślowski

National Board of Review

Bester Film: Forrest Gump von Robert Zemeckis und Pulp Fiction von Quentin Tarantino Beste Regie: Quentin Tarantino für Pulp Fiction Bester Hauptdarsteller: Tom Hanks in Forrest Gump Beste Hauptdarstellerin: Miranda Richardson in Tom & Viv Bester Nebendarsteller: Gary Sinise in Forrest Gump Beste Nebendarstellerin: Rosemary Harris in Tom & Viv Beste Schauspielensemble: Prêt-à-Porter von Robert Altman Bester fremdsprachiger Film: Eat Drink Man Woman von Ang Lee

Los Angeles Film Critics Association Awards

Bester Film: Pulp Fiction von Quentin Tarantino Beste Regie: Quentin Tarantino für Pulp Fiction Bester Hauptdarsteller: John Travolta in Pulp Fiction Beste Hauptdarstellerin: Jessica Lange in Operation Blue Sky Bester Nebendarsteller: Martin Landau in Ed Wood Beste Nebendarstellerin: Dianne Wiest in Bullets Over Broadway Bester fremdsprachiger Film: Drei Farben: Rot von Krzysztof Kieślowski

Jupiter

Bester Film international: Jurassic Park von Steven Spielberg Bester deutscher Film: Stalingrad von Joseph Vilsmaier Bester Regisseur: Steven Spielberg für Jurassic Park Bester Darsteller: Clint Eastwood in In the Line of Fire – Die zweite Chance Beste Darstellerin: Winona Ryder in Das Geisterhaus und Zeit der Unschuld

Sundance

Großer Preis der Jury: What Happened Was... von Tom Noonan Publikumspreis (Drama): David O. Russell für Spanking the Monkey

Weitere Filmpreise und Auszeichnungen AFI Life Achievement Award: Jack Nicholson Amanda: Ferien mit einer Leiche von Nils Gaup (Bester norwegischer Film), Schindlers Liste von Steven Spielberg (Bester ausländischer Film) American Comedy Awards: Robin Williams in Mrs. Doubtfire – Das stachelige Kindermädchen (Lustigster Hauptdarsteller), Meg Ryan in Schlaflos in Seattle (Lustigste Hauptdarstellerin), Charles Grodin in Dave (Lustiger Nebendarsteller), Lily Tomlin in Short Cuts (Lustigste Nebendarstellerin) American Society of Cinematographers Award: Roger Deakins für Die Verurteilten Australian Film Institute Award: Muriels Hochzeit von P. J. Hogan (Bester australischer Film), Vier Hochzeiten und ein Todesfall von Mike Newell (Bester ausländischer Film) Brussels International Fantastic Film Festival: Ein schräger Vogel von Stephan Elliott David di Donatello: Liebes Tagebuch… (Bester italienischer Film) und Im Namen des Vaters (Bester ausländischer Film) Deutscher Kritikerpreis: Corinna Harfouch Directors Guild of America Award: Steven Spielberg für Schindlers Liste, Robert Altman (Lebenswerk) Ernst-Lubitsch-Preis: Katja von Garnier für Abgeschminkt! Europäischer Filmpreis: Lamerica von Gianni Amelio Evening Standard British Film Award: Raining Stones von Ken Loach Genie Award: Exotica von Atom Egoyan Gilde-Filmpreis: Drei Farben: Blau von Krzysztof Kieślowski (Gold ausländischer Film), Das Geisterhaus von Bille August (Gold deutscher Film), Viel Lärm um nichts von Kenneth Branagh (Silber ausländischer Film), Kaspar Hauser von Peter Sehr (Silber deutscher Film) Independent Spirit Awards 1994: Short Cuts von Robert Altman (Bester Film) und Das Piano von Jane Campion (Bester ausländischer Film) Louis-Delluc-Preis: Wilde Herzen von André Téchiné MTV Movie Awards: Menace II Society von Allen Hughes und Albert Hughes Nastro d’Argento: Liebes Tagebuch… von Nanni Moretti und Short Cuts von Robert Altman National Society of Film Critics Award: Schindlers Liste von Steven Spielberg People’s Choice Award: Jurassic Park von Steven Spielberg (Bester Film), Die Firma von Sydney Pollack (Bestes Filmdrama), Mrs. Doubtfire von Chris Columbus (Beste Filmkomödie), Tom Cruise (Populärster dramatischer Schauspieler), Robin Williams (Populärster komödiantischer Schauspieler), Julia Roberts (Populärste dramatische Schauspielerin), Whoopi Goldberg (Populärste komödiantische Schauspielerin) Political Film Society Award für Demokratie: Rapa Nui – Rebellion im Paradies von Kevin Reynolds Political Film Society Award für Frieden: Das Baumhaus von Jon Avnet Political Film Society Award für Menschenrechte: Go Fish von Rose Troche Preis der deutschen Filmkritik: Paul Bowles – Halbmond von Irene von Alberti und Frieder Schlaich Robert: Das Geisterhaus von Bille August (Bester dänischer Film), Das Piano von Jane Campion (Bester ausländischer Film) Festival Internacional de Cine de Donostia-San Sebastián: Deine Zeit läuft ab, Killer von Imanol Uribe (Goldene Muschel) Toronto International Film Festival: Der Priester von Antonia Bird (Publikumspreis) Vancouver International Film Festival: Drei Farben: Rot von Krzysztof Kieślowski Verleihförderpreis des Internationalen Filmfestivals Freiburg: Neues Spiel, neues Glück (Kosh ba kosh) von Bachtijor Chudoinasarow Internationales Filmfestival Warschau: Arizona Dream von Emir Kusturica (Publikumspreis)