mini|St. Maria in Köchstedt St. Maria und zum Heiligen Kreuz ist eine denkmalgeschützte, evangelische Kirche der evangelischen Kirchengemeinde Köchstedt im Ortsteil Köchstedt der Gemeinde Teutschenthal in Sachsen-Anhalt. Im örtlichen Denkmalverzeichnis ist sie unter der Erfassungsnummer 094 55040 als Baudenkmal verzeichnet.Denkmalverzeichnis des Landes Sachsen-Anhalt. (PDF; 9,9 MB) – Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage zur schriftlichen Beantwortung (der Abgeordneten Olaf Meister und Prof. Dr. Claudia Dalbert; Bündnis 90/Die Grünen) – Drucksache 6/3905 vom 19. März 2015 (KA 6/8670), PDF. Stand 16. Februar 2023.

Kirche Das der Maria geweihte Sakralgebäude ist eine romanische Ostturmkirche. An der Ostseite wurde an Stelle der romanischen Apsis ein gotischer Chor gebaut. Dadurch befindet sich der Kirchturm heute in der Mitte des Gebäudes.Denkmalverzeichnis Sachsen-Anhalt, Band 5, Haale/Saale 1997, S. 129. Die Kirche ist ein verputztes Bruchsteinbauwerk, das im Kern aus der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts stammt; der Chor ist im 14. Jahrhundert, das Schiff wohl im 18. Jahrhundert erhöht worden. Im Innern ist das Bauwerk durch eine Holztonne geschlossen und mit einer zweiseitigen Empore versehen.Georg Dehio-Nachfolge (Hrsg.), Berlin/München 1999, S. 372.

Die Kirche wurde zuletzt im Jahr 2002 saniert, wobei sie frisch verputzt und das Dach neu gedeckt wurde. Zuvor war sie beim Gebirgsschlag von Teutschenthal im Jahr 1996 leicht beschädigt worden, wobei Risse entstanden, die man in den Jahren 1998 und 1999 reparierte. Der Chor weist eine spitzbogige Öffnung zum Turm hin auf, das Schiff eine rundbogige.

Kriegerdenkmal Das aus zwei Gedenktafeln und einer Sitzbank bestehende Kriegerdenkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs befindet sich an der Westseite der Kirche. Auf beiden Tafeln befindet sich die gleiche Inschrift: Es starben für ihr Vaterland, es folgt die Nennung der sieben Gefallen mit Sterbedatum und Todesort, sowie Den Toten in Treue – die dankbare Heimat. Vermutlich wurde die Gedenkstätte von Paul Horn in den 1930er Jahren geschaffen.

Ob die zweite Gedenktafel eine Kopie der älteren aufgrund der Verwitterung ist oder ob diese zur Gedenkanlage an der ehemaligen Kaserne gehörte, ist ungeklärt.

Ausstattung Die Orgel stammt von August Apel aus Querfurt. Sie wurde fälschlicherweise lange Zeit Johann Gottfried Kurtze zugeschrieben. 2006 wurde sie durch Thomas Schildt (Halle) restauriert. Die Kanzel wird in das 17. Jahrhundert datiert. Ebenso soll die zweiseitige Empore vor dem Jahr 1700 entstanden sein. Der Altaraufsatz stammt aus dem frühen 18. Jahrhundert. Taufgestell und Lesepult entstanden um das Jahr 1720, die Patronatsempore an der Nordwand des Chores um 1750.

Literatur Georg Dehio Nachfolge/Dehio-Vereinigung e. V. (Hrsg.): Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler. Sachsen Anhalt II. Regierungsbezirke Dessau und Halle. Deutscher Kunstverlag, München/Berlin 1999, ISBN 3-422-03065-4. Saalkreis. In: Denkmalverzeichnis Sachsen-Anhalt, Band 5, erarbeitet von Sabine Meinel und Birthe Rüdiger, Fliegenkopf Verlag, Halle (Saale) 1997. Hermann Grössler, Adolf Brinkmann, Gustav Sommer: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler der Provinz Sachsen und angrenzender Gebiete. XIX. Heft: Der Mansfelder Seekreis. Hrsg. Historische Commission der Provinz Sachsen, Verlag Otto Hendel, Halle a. d. S. 1885, S. 285 f.

Einzelnachweise

Weblinks

Beitrag zur Orgel, In Orgel-Verzeichnis.de, Stand 23. Januar 2025

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