Das Hotel de Rome Berlin ist ein luxuriöses Hotel im Berliner Ortsteil Mitte des gleichnamigen Bezirks. Es steht in der Behrenstraße 37 am Bebelplatz und wurde im Oktober 2006 eröffnet. Bei: hochtief.de
Der Name des Hotels erinnert an das Grand Hotel de Rome, das ab 1912 rund 400 Meter entfernt stand und 1943 zerstört wurde. In unmittelbarer Nähe befinden sich die St.-Hedwigs-Kathedrale und die Staatsoper Unter den Linden.
Geschichte Ein Bankgebäude entsteht mini|links|Dresdner Bank, 1926 mini|Hotel (rechts) und St.-Hedwigs-Kathedrale (links) Das zwischen 1887 und 1889 nach Plänen des Architekten Ludwig Heim gebaute Gebäude an der Behrenstraße 36–39 wurde kurz nach Inbetriebnahme mehrfach erweitert, unter anderem fügte Ludwig Hoffmann im Jahr 1923 drei weitere Etagen über den Neurenaissance-Fassaden und deren Attika hinzu. Das Haus diente bis 1945 als Hauptsitz der Dresdner Bank.
Bei den Endkämpfen des Zweiten Weltkriegs wurden die Gebäudeteile an der Ecke des Bebelplatzes bis auf das Erdgeschoss zerstört.
Als im Jahr 1952 die Kriegsschäden beseitigt wurden, ließ der beauftragte Bauleiter und Architekt Richard Paulick die verbliebenen Attikageschosse abtragen, weil sie nach damaliger Auffassung die beabsichtigte Harmonisierung der Größenverhältnisse am Platz störten.
In der DDR-Zeit diente das Bankgebäude kurzzeitig als Kino, dann als Sitz der Bezirksleitung der SED und schließlich als Staatsbank der DDR und Sitz des Berliner Stadtkontors.
Nach der deutschen Wiedervereinigung 1990 stand der Gebäudekomplex wegen Abwicklung der Staatsbank in weiten Teilen für mehr als ein Jahrzehnt leer. Das Gebäude ist ein gelistetes Baudenkmal.
Umbau zum Hotel 2003 Im Jahr 2003 erwarb die Commerz Grundbesitz Investmentgesellschaft den Ostteil der ehemaligen Geschäftszentrale der Dresdner Bank. Er umfasst den vollständig erhaltenen Teil an der Französischen Straße und den Zwischenteil an der Hedwigskirchgasse. Der neue Eigentümer vermietete das Grundstück für 20 Jahre an den Hotelier Rocco Forte.
2019 erwarb Caleus Capital Investors die Immobilie.
Die eichenvertäfelten ehemaligen Büros der Bankdirektoren werden als Suiten genutzt. Im Terrazzofußboden der einstigen Schalterhalle – des heutigen Ballsaals – stehen die Namen der Hauptgeschäftsstellen der Bank: Dresden, Bremen, London und Berlin.
Das Spa des Hotels befindet sich im früheren Tresor der Bank. Die 15 Zentimeter dicken Stahltüren führen heute in ein Behandlungszimmer. Blattgold-Mosaike an den Wänden sollen an die Goldreserven der Bank erinnern, die hier aufbewahrt waren. Im früheren Tresorraum der Schließfächer befindet sich das Hotelschwimmbad.
Das Hotel Das Hotel hat 108 Zimmer und 37 Suiten, die von Olga Polizzi (* 1946) gestaltet wurden, der Tochter des Firmengründers Charles Forte.
Das Hotel de Rome wurde bis Herbst 2025 von der Hotelgruppe Rocco Forte betrieben und gehörte zum Hotelverbund The Leading Hotels of the World. Im Oktober 2025 übernahm die Eigentümerin der Immobilie, die italienische Gruppe Statuto, selbst den Betrieb.Maxima Tribull: Fünf Sterne im Abwärtstrend?. Berliner Zeitung, Printausgabe vom 28. August 2025, S. 5. Ab 2027 soll das Haus als Four Seasons Hotel Berlin durch Four Seasons betrieben werden.
Im Hotel befinden sich das italienische De Rome Restaurant die De Rome Bar und eine Dachterrasse.
Architektur Es handelt sich um einen Monumentalbau im Stil der römischen Hochrenaissance mit drei Hauptgeschossen und einem zu Beginn der 1920er Jahre aufgesetzten zurückspringenden Attikageschoss. Die mit Werkstein verkleidete Hauptfassade erstreckt sich an der Behrenstraße und bildet mit zwei fünfachsigen Risaliten die Südseite des Forum Fridericianum. Ursprünglich befand sich nur ein Risalit symmetrisch in der Mitte des Gebäudes, bevor dieses nach Westen um neun Achsen verlängert wurde. Ebenfalls nachträglich erhielt der Seitenflügel an der Hedwigkirchstraße seine endgültige Form. Die Rückseite des Bauwerks an der Französischen Straße ist neunachsig, alle Risalite sind jeweils durch kolossale Halbsäulen monumental betont. Das Erdgeschoss ist als rustiziertes Sockelgeschoss mit Rundbogenstern und -portalen ausgeformt.
Hotel-Auszeichnungen 2013: European Finest Hotels: Eines der 70 besten Hotels in Europa 2013: Der Feinschmecker: Restaurant Parioli ist eines der besten italienischen Restaurants in Berlin 2017: Forbes Travel Guide: Five-Star Hotel Rating Award 2018: Busche Gala Awards: Hotel des Jahres 2019 2022: Forbes Travel Guide: Five Star Award
Weblinks
Hotel de Rome Berlin
Einzelnachweise Georg Dehio: Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler. Berlin, Deutscher Kunstverlag, 2006, ISBN 3-422-03111-1, S. 122.
Rome Kategorie:Baudenkmal in Berlin Kategorie:Neorenaissancebauwerk in Berlin Kategorie:Erbaut 1889 Kategorie:Berlin-Mitte Kategorie:Bebelplatz Kategorie:Behrenstraße Kategorie:Unternehmensgründung 2006 Kategorie:Umgenutztes Bauwerk in Berlin