mini|Kay Johnson Catherine „Kay“ Townsend Johnson (* 29. November 1904 in Mount Vernon, New York; † 17. November 1975 in Waterford, Connecticut) war eine US-amerikanische Schauspielerin.
Leben und Karriere Kay Johnson, die Tochter eines Architekten aus Michigan, studierte Schauspiel an der American Academy of Dramatic Arts. Sie gab bereits mit 19 Jahren ihr Debüt am Broadway in der Komödie Go West, Young Man, in den folgenden sechs Jahren bis 1928 spielte sie in neun weiteren Broadway-Produktionen. Mit Beginn des Tonfilmes Ende der 1920er Jahre wechselte Johnson nach Hollywood, wo sie ihr Filmdebüt gleich als Hauptdarstellerin einer Prestigeproduktion machen konnte: Im Filmdrama Dynamit (1929) von Cecil B. DeMille, wo sie eine Millionenerbin spielte. Auch in den meisten ihrer 22 weiteren Filme wurde Johnson fortan als elegante und stilbewusste Dame aus besserer Gesellschaft besetzt.
Ihr vielbeschäftigstes Jahr als Filmschauspielerin war 1930, wo sie in gleich sieben Filmen größere Rollen hatte, darunter erneut unter DeMilles Regie in Madam Satan sowie in King Vidors Western Billy the Kid. Insgesamt konnte sich Johnson jedoch nicht als Top-Star etablieren, weshalb sie im weiteren Verlauf der 1930er Jahre meist nur Nebendarstellerin blieb. Sie war unter anderem in Frank Capras Filmdrama Der Tag, an dem die Bank gestürmt wurde (1932) als untreue Ehefrau von Walter Huston zu sehen und spielte in der Komödie This Man Is Mine (1934) neben Irene Dunne. Kay Johnson begann sich vermehrt ihrem Privatleben zu widmen: Bereits 1928 hatte sie den Filmregisseur John Cromwell geheiratet. In den 1930er Jahren spielte sie in mehreren Filmen ihres Mannes, am nennenswertesten ist wohl ihr Auftritt in der Somerset-Maugham-Verfilmung Of Human Bondage neben Bette Davis und Leslie Howard. Das Ehepaar bekam zwei Kinder, darunter den bekannten Schauspieler James Cromwell.
Ihre Scheidung von Cromwell erfolgte im Jahr 1946, während dieser Zeit war sie am Broadway in der Hitkomödie State of the Union (später als Der beste Mann verfilmt) zu sehen. Danach zog sich Johnson weitgehend ins Privatleben zurück, nur 1954 spielte sie nochmals nach zehn Jahren ohne Filmauftritt eine Nebenrolle im Western Der Schatz der Jivaro an der Seite von Rhonda Fleming. Kay Johnson starb 1975, knapp zwei Wochen vor ihrem 71. Geburtstag, in Connecticut.
Filmografie 1929: Dynamit (Dynamite) 1930: The Ship from Shanghai 1930: This Mad World 1930: The Spoilers 1930: Madam Satan 1930: Billy the Kid 1930: Passion Flower 1931: The Single Sin 1931: The Spy 1932: Der Tag, an dem die Bank gestürmt wurde (American Madness) 1932: Thirteen Women 1934: Eight Girls in a Boat 1934: This Man Is Mine 1934: Of Human Bondage 1934: Their Big Moment 1935: Village Tale 1935: Jalna 1938: White Banners 1939: Verrat im Dschungel (The Real Glory) 1942: Abenteuer in der Südsee (Son of Fury) 1943: Mr. Lucky 1944: Die Abenteuer Mark Twains (The Adventures of Mark Twain) 1954: Der Schatz der Jivaro (Jivaro)
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