Ernest Helmut Sanders (geb. 4. Dezember 1918 in Hamburg als Ernst Helmut Salomon; gest. 13. Januar 2018 in New York City) war ein US-amerikanischer Musikhistoriker deutsch-jüdischer Herkunft, der sich insbesondere mit Mehrstimmigkeit in der englischen und französischen Musik des 13. und 14. Jahrhunderts befasste.

Leben Als Sohn des Bankiers Paul Salomon und dessen Ehefrau Lucie in eine großbürgerliche, jüdischstämmige Familie hineingeboren, besuchte Sanders ab 1929 das Hamburger Johanneum, wo u. a. der spätere Physiker Wolfgang Panofsky zu seinen Mitschülern gehörte. Trotz wachsender Widerstände im nationalsozialistischen Staat legte er 1937 die Abiturprüfung ab. Sanders emigrierte 1938 in die Vereinigten Staaten und nahm 1943 die US-amerikanische Staatsbürgerschaft an. Seine Eltern, die in Deutschland verblieben waren, begingen 1941 gemeinsam Selbstmord. Nach Ende seines Militärdienstes studierte Sanders ab 1947 Klavier an der New Yorker Juilliard School bei Irwin Freundlich. Für ein weiterführendes musikwissenschaftliches Studium wechselte er 1950 an die Columbia University, wo er 1963 promovierte und von 1972 bis 1986 eine Professur innehatte. 1965 erhielt Sanders ein Guggenheim-Stipendium. Mit seiner Ehefrau Marion (ursprünglich Marianne) hatte er zwei Kinder.

Schriften (Auswahl) Monographien

Musikdrucke

Aufsätze

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Musikhistoriker Kategorie:Hochschullehrer (Columbia University) Kategorie:Sachbuchautor (Musik) Kategorie:Emigrant aus dem Deutschen Reich zur Zeit des Nationalsozialismus Kategorie:Deutscher Emigrant in den Vereinigten Staaten Kategorie:Deutscher Kategorie:US-Amerikaner Kategorie:Geboren 1918 Kategorie:Gestorben 2018 Kategorie:Mann