Leitelshain, eine ehemalige Landgemeinde, ist heute eine Ortslage der Kernstadt Crimmitschau der Großen Kreisstadt Crimmitschau im sächsischen Landkreis Zwickau. Es wurde bereits 1906 nach Crimmitschau eingemeindet.
Geografie Geografische Lage und Verkehr Leitelshain liegt im nördlichen Stadtgebiet von Crimmitschau beiderseits der Pleiße. Im Norden befindet sich die Autobahn 4. Durch den Ortsteil führt die Bahnstrecke Leipzig–Hof ohne Halt. Die Bebauung geht nahtlos in das Stadtgebiet von Crimmitschau über. Die Gemarkungsgrenze liegt südlich der „Donatstraße“.Historischer Stadtplan von Leitelshain. deutschefotothek.de
Nachbarorte
Geschichte mini|Textilmuseum Crimmitschau mini|Kunsteisstadion im Sahnpark
Das Dorf Leitelshain wurde im Jahr 1301 mit dem Namen „Lutoldishayn“ genannt. Die Grundherrschaft über den Ort lag bis ins 19. Jahrhundert anteilig bei den Rittergütern Gablenz, KitschergutDas Kitschergut. Archiv Sachsen. und Schweinsburg.
Leitelshain gehörte ursprünglich zur schönburgischen Pflege Crimmitschau, die 1413 wettinisch wurde und im 16. Jahrhundert im kursächsischen Amt Zwickau aufging. Leitelshain gehörte bis 1856 zum kursächsischen bzw. königlich-sächsischen Amt Zwickau.Karlheinz Blaschke, Uwe Ulrich Jäschke: Kursächsischer Ämteratlas. Leipzig 2009, ISBN 978-3-937386-14-0, S. 64 f. 1856 wurde der Ort dem Gerichtsamt Crimmitschau und 1875 der Amtshauptmannschaft Zwickau angegliedert.
Am 1. Juli 1906 erfolgte die Eingemeindung nach Crimmitschau. Zu dieser Zeit hatte Leitelshain 4036 Einwohner. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts wurden in Leitelshain etliche Betriebe der Textilindustrie gegründet. Der bekannteste ist die 1859 gegründete Tuchfabrik Gebr. Pfau. Das heutige Museum ist die größte mit beinahe vollständiger Ausstattung erhaltene Volltuchfabrik Mitteleuropas.
Durch die zweite Kreisreform in der DDR kam Leitelshain als Ortsteil der Stadt Crimmitschau im Jahr 1952 zum Kreis Werdau im Bezirk Chemnitz (1953 in Bezirk Karl-Marx-Stadt umbenannt), der ab 1990 als sächsischer Landkreis Werdau fortgeführt wurde und 1994 im Landkreis Zwickauer Land bzw. 2008 im Landkreis Zwickau aufging.
Öffentliche Einrichtungen mini|Sahnschule Crimmitschau
Sahnschule Oberschule, 1895 als Schule Leitelshain eröffnet, 1919 in „Sahnschule“ umbenanntWebseite der Sahnschule Crimmitschau Sahnpark mit Waldbad „Sahnbad“,Das Sahnbad. Website der Stadt Crimmitschau. KunsteisstadionDas Kunsteisstadion. Website der Stadt Crimmitschau. und TiergehegeDer Sahnpark. Website der Stadt Crimmitschau. Tuchfabrik Gebr. Pfau (ehemals Westsächsisches Textilmuseum)Die Tuchfabrik Gebr. Pfau. Website der Stadt Crimmitschau. Ev.-luth. Lutherkirche
Sehenswürdigkeiten Naturdenkmal Luther-Eiche am LutherplatzDie Luthereiche. Website des Landkreises Zwickau.
Weblinks
Website der Stadt Crimmitschau
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Landkreis Zwickau Kategorie:Geographie (Crimmitschau) Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Zwickau) Kategorie:Ersterwähnung 1301