Omak (Merriam (1997), S. 869.) ist eine Stadt (City) am Fuße der Okanogan Highlands im nördlichen zentralen US-Bundesstaat Washington. Das U.S. Census Bureau hat bei der Volkszählung 2020 eine Einwohnerzahl von 4860 ermittelt.
Omak ist die größte Gemeinde im Okanogan County und die größte Gemeinde in Zentral-Washington nördlich von Wenatchee. Die Region Greater Omak mit etwa 8229 Einwohnern (laut U.S. Census 2010) ist das größte Urban Area im Okanogan Country, welche die größten Anteile ihrer Zwillingsstadt Okanogan einschließt. Die Bevölkerung hat seit dem Census von 1910 bedeutend zugenommen, als 520 Einwohner unmittelbar vor der Eingliederung in das County (1911) registriert wurden.
Das Gebiet des heutigen Omak wurde vor der Ankunft nicht-indigener Siedler im frühen 19. Jahrhundert von verschiedenen Indianer-Stämmen besiedelt. Die Entwicklung der Stadt begann nach Abschluss des Okanogan Irrigation Project, einem großangelegten Bewässerungsprojekt, das sich auf den Grand Coulee Dam und weitere nahegelegene Elektrizitätswerke auswirkte. Der Aufbau der Wohn- und Kommunalinfrastruktur, welche zusammen mit der regionalen Infrastruktur die Planstadt mit anderen Gemeinden verbindet, wurde zeitgleich 1908 durch die Landwirtschaftsindustrie unterstützt. Der Name Omak stammt aus dem Okanagan für die Ortsbezeichnung [umák] beziehungsweise dem salishen Begriff Omache – welches „gute Medizin“ oder „reichhaltig“ bedeutet, was sich wiederum auf das günstige Klima bezieht, das eine Jahreshöchsttemperatur von 31 °C aufweist. Omak fungiert als Tor zum Okanogan National Forest und besteht aus einer zentralen geschäftsgeprägten Innenstadt und umgebenden Wohnvierteln.
Omak ist eine sogenannte Code City, im Bundesstaat Washington eine Stadt mit maximaler lokaler Kontrolle unter der Verfassung und der Gesetze des Bundesstaats, und wird von einem siebenköpfigen Verwaltungsrat und Washingtons viertem Kongresswahlbezirk regiert. Omaks Wirtschaft ist vom Primärsektor (Land- und Forstwirtschaft) dominiert, obwohl es durch Sägewerke und Tourismus eine gewisse ökonomische Diversifikation gegeben hat. Ziele der Naherholung bilden Wanderwege, State Parks wie der Conconully State Park oder der Bridgeport State Park und National Forests. In der Stadt wird eine Wochenzeitung, der Omak–Okanogan County Chronicle, herausgegeben. Ein Campus des Wenatchee Valley College befindet sich in Omak. Die Bildungsstandards sind in Omak höher als im Durchschnitt des Bundesstaates, obwohl Alkohol und andere Drogen ein Problem unter den Schülern bleiben. Die U.S. Route 97 führt durch die Stadt, während die Staatsstraßen Washington State Route 155 und Washington State Route 215 die Stadt mit Okanogan und Nespelem verbinden. In Straßenkilometern liegt Omak etwa 380 Kilometer (235 Meilen) von Seattle, 230 Kilometer (140 Meilen) von Spokane und 200 Kilometer (125 Meilen) von Kelowna (British Columbia) entfernt.
Geschichte Anfänge Das Okanogan Valley war die angestammte Heimat der Syilx (auch Okanogan genannt), deren Territorium sich nach Norden in das heutige Kanada hinein ausdehnte. Die Syilx nahmen an Handelsmessen in Kettle Falls und an der Mündung des Fraser River teil. Die Handelsnetz gewannen Mitte des 18. Jahrhunderts nach dem Erwerb von Pferden an Stärke.
1811 wurde Fort Okanogan durch die Pacific Fur Company am Zusammenfluss von Okanogan und Columbia River gebaut. Das Fort ging zunächst in das Eigentum der North West Company, später in das der Hudson’s Bay Company über. Fort Colvile, nahe Kettle Falls gelegen, war ein weiterer wichtiger Außenposten des Handels. Der Okanogan River wurde von Pelzhändlern für die Fahrten zwischen Fort Okanogan und Kamloops genutzt. In den späten 1850er Jahren wurde diese Route als Okanagan Trail bekannt und ausgiebig als Landverbindung zum Fraser-Canyon-Goldrausch genutzt.
In den 1850er Jahren siedelten sich zunehmend Weiße im Gebiet des heutigen Omak an, gründeten Siedlungen und führten Bergbau, Forst- und Landwirtschaft ein. Als immer mehr weiße Siedler kamen, ergaben sich zwischen ihnen und den indianischen Eingeborenen Streitigkeiten um den Landbesitz.
mini|links|Hütte von Ben Ross
Als Ergebnis wurde ein Vertrag über die Einrichtung eines Indianerreservats auf einem Teil des umstrittenen Landes geschlossen, während den Weißen das restliche Land übereignet wurde. Das Gebiet der Reservation wurde später auf 20.000 Quadratkilometer (5 Millionen Acre) verkleinert. Um 1872 wurde die Colville Reservation während der Präsidentschaft von Ulysses S. Grant entwickelt. Mit dem General Allotment Act of 1887 wurde die Confederated Tribes of the Colville Reservation, ein durch Bundesgesetz anerkannter Indianerstamm durch einen Verwaltungsakt aus 12 einzelnen Bands gebildet. Die Bundesregierung der Vereinigten Staaten beschloss eine Verlagerung der Colville Reservation in Gebiete westlich der Columbia River sowie eine gleichzeitige Reduktion des Gebiets auf 11.000 Quadratkilometer (2,8 Millionen Acre). Es sollte auch in den folgenden 60 Jahren fortwährend Reduktionen dieses Gebiets geben.
Um 1886 wurde Alma in der Nähe als Unincorporated Community parzelliert. Zur Ehrung des Obstbauern J. I. Pogue wurde Alma in Pogue umbenannt, später in Okanogan – den heutigen Namen. J. I. Pogue war über die Tilgung seines Namens aufgebracht und ersuchte den Entdecker, Bauingenieur und Siedler Ben Ross, eine neue Stadt etwa 6,5 Kilometer (4 Meilen) nördlich zu errichten. Geboren im Bureau County in Illinois, arbeitete Ross für die Great Northern Railroad kurz bevor er ins Okanogan County zog. Er entschied sich 1907 zur Gründung einer neuen Gemeinde am von Pogue vorgeschlagenen Ort. Sie wurde Omak genannt. Ross verkaufte verschiedene Objekte im heutigen Stadtgebiet und rang um Anerkennung seiner Stadt. Er baute 1907 eine Hütte als Unterkunft für seine Tochter, seinen Sohn und seine Enkelkinder – und wurde so zum ersten weißen Siedler in diesem Gebiet.
Fortschritt mini|Schule in Omak, 1910
Die Stadt begann sich nach Abschluss des Okanogan Irrigation Project zu entwickeln, welches zur Unterstützung der Landwirtschaft konzipiert war. Zu dieser Zeit kamen viele Landwirte auf der Suche nach einer Heimat nach Omak. Obst wie Äpfel, Beeren, Pfirsiche, Pflaumen und Wassermelonen wurde ab 1910 angebaut. Omak diente 1910 als Census-designated place (CDP) und wurde am 11. Februar 1911 als Gebietskörperschaft anerkannt. Omak und Okanogan rivalisierten im Highschool-Sport. Während der Weltwirtschaftskrise 1933 waren viele Einwohner von Omak gezwungen, in den umliegenden Städten und Gemeinden zu arbeiten. Als Reaktion bot das Bureau of Reclamation Arbeit an, die Teil eines Entwicklungsprojekts am Grand Coulee Damm im nahen Coulee Dam war und zwischen 1933 und 1951, als das Megaprojekt abgeschlossen wurde, schätzungsweise 5000 Arbeiter beschäftigte. Bis 1950 gab es in der Stadt zahlreiche Gebäude und Einrichtungen wie die St. Mary Mission Church, die die Bedürfnisse der Einwohner befriedigten.
mini|links|Ansicht von Omak, 1909
In den 1910er Jahren wurde Omak als Standort eines Sägewerkes ausgewählt, um das Wirtschaftswachstum auszuweiten. Die Omak Fruit Growers kontrollierten das Werk und eine nahegelegene Fabrik zur Obstverarbeitung. Die Biles-Coleman Lumber Company übernahm die Organisation und baute 1924 ein Sägewerk außerhalb der Stadtgrenzen auf dem nahegelegenen Omak Mountain. Ein zweites Sägewerk wurde im Gebiet von Omak errichtet. Die Firma und ihre Werke wurden 1975 von Crown Zellerbach, einem ehemals in San Francisco ansässigen Papier- und Zellstoff-produzierenden Großkonzern, aufgekauft und auf diese Weise durch die assoziierte Cavenham Forest Industries übernommen. Die Firma ging schließlich bankrott; die Angestellten kauften das Werk für 45 Millionen US-Dollar und benannten es in Omak Wood Products um, um ihre Jobs zu erhalten. Die Beschäftigtenzahl von Omak Woods Products sank auf 480 in den frühen 1990er Jahren und ging später selbst bankrott, gemeinsam mit Quality Veneer, welche die Liegenschaften für 19 Millionen US-Dollar bis zum Jahr 2000 besaß. Die Confederated Tribes of the Colville Reservation kauften das Werk für 6,6 Millionen US-Dollar, mussten aber 2009 aufgrund geringer Nachfrage schließen und entließen 130 Beschäftigte. Seit 2013 gibt es Bestrebungen, die Werke während der Sommersaison erneut zu öffnen.
Geographie Topographie mini|350px|Karte der Stadtgrenzen von Omak (lila)
Die Grenze zwischen Kanada und den Vereinigten Staaten – mit einem offiziellen Grenzübergang zwischen Osoyoos, British Columbia und Oroville – liegt etwa 70 Kilometer (45 Meilen) nördlich von Omak. Die Grenze zu Idaho liegt etwa 260 Kilometer (160 Meilen) südöstlich. Die größte Stadt des Bundesstaates Washington, Seattle, befindet sich etwa 380 Kilometer (237 Meilen) südwestlich von Omak. Der Okanogan River, aus der Stadt Riverside kommend, definiert die nördliche Grenze der Stadt, während die südliche Grenze durch die Stadt Okanogan gebildet wird. Das Gelände ist bergig und bewaldet.
Das nächstgelegene Primary Statistical Area, in den USA eine zu statistischen Zwecken zusammengefasste Metropolregion, ist die von Wenatchee–East Wenatchee. Ein CDP im Nordosten der Stadt wurde wegen seiner Nachbarschaft North Omak genannt. Omak ist Teil von zwei Census County Divisions: Omak (die Westhälfte) und Colville Reservation (Osthälfte).United States Census Bureau (2002), S. 166 (englisch).
Omak, am Fuß der Okanogan Highlands im zentralen Okanogan County gelegen, ist Teil der Region Okanogan Country, die sich bis nach British Columbia erstreckt und dort Okanagan Country heißt. Omak liegt auch im Inland Northwest, dessen Zentrum sich in Spokane befindet, und auf dem Columbia Plateau beziehungsweise in der Ökoregion Columbia Plateau nahe den Okanogan Drift Hills. Der Okanogan River, ein 185 Kilometer (115 Meilen) langer Nebenfluss des Columbia River, fließt durch das Zentrum der Stadt und nimmt den Omak Creek von Osten gerade außerhalb der Stadtgrenzen auf. Der für seinen „schwebenden“ Omak Rock bekannte 1313 Hektar (3244 Acre) große Omak Lake – 290 Meter (950 Fuß) über dem Meeresspiegel liegend – ist der größte abflusslose Salzsee im Bundesstaat Washington. Der 32 Hektar (80 Acre) große Crawfish Lake liegt etwa 24 Kilometer (15 Meilen) nordöstlich von Omak an der Grenze zwischen der Colville Reservation und dem Okanogan National Forest. Der über 6000 Quadratkilometer (etwa 1,5 Millionen Acre) große Forest vereint vielfältiges Gelände und verschiedene Berggipfel.
mini|Omak Lake
Die Höhenlagen in der Umgebung reichen von 240 Meter (780 Fuß) über dem Meeresspiegel an der Mündung des Okanogan River bis 2065 Meter (6774 Fuß) am Moses Mountain. Die durchschnittliche Höhe beträgt laut United States Geological Survey (USGS) 257 Meter (843 Fuß). Der Moses Mountain mit seinem Gipfel befindet sich östlich der StadtCushman (1918), S. 14., wogegen der Little Moses Mountain (1818 Meter beziehungsweise 5963 Fuß) und der Omak Mountain (1752 Meter beziehungsweise 5749 Fuß) sich in der Nachbarschaft des Moses Mountain befinden. Westlich der Stadt befindet sich die Nördliche Kaskadenkette, ein Teil des Kaskadengebirges. Die Gipfel im Westen des Gebietes von Omak reichen von 1800 bis 2400 Meter (6000 bis 8000 Fuß). Der Gipfel des Coleman Butte Mountain – 440 Meter (1450 Fuß) – liegt direkt an der Stadtgrenze.