Annika Kahrs (* 1984 in Achim) ist eine deutsche Installations-, Video- und Performancekünstlerin.
Ausbildung Annika Kahrs studierte an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg bei Andreas Slominski, an der Akademie der bildenden Künste in Wien bei Harun Farocki und an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig in Braunschweig freie Kunst. Sie schloss 2012 ihr Studium an der Hochschule für bildende Künste Hamburg ab.
Annika Kahrs lebt in Hamburg.
Künstlerisches Werk (Auswahl) Einführung In Videos, Filmen und Performances erforscht Annika Kahrs die Übergänge zur Musik. Sie untersucht die kulturellen, kommunikativen und sozialen Funktionen von Musik KasselerKunstVerein (Hg.) Jörn Schafaff in Annika Kahrs Infra Voice, Kassel 2018 ISBN 978-3-927941-53-3.
Die Vogelpredigt des Heiligen Franz von Assisi 2010 ließ sie Franz Liszts Klavierstück Die Vogelpredigt des Heiligen Franz von Assisi vor einer Kulisse aus pfeifenden, in Käfigen domestizierten Wellensittichen, Zebrafinken und Kanarienvögeln spielen.
Strings In der Hamburger Kunsthalle wurde 2010 ihre Arbeit Strings aufgeführt, bei der vier Profimusiker Beethoven spielten, jedoch nach jedem Satz ihr Instrument mit dem Sitznachbarn tauschen mussten, wodurch dilettantische und disharmonische Musik entstand.
Hanoi view In der Arbeit Hanoi view verarbeitete sie 2014 den wiedererwachten traditionellen Singvogel-Kult in Vietnam.
Infra Voice Giraffen können im Infraschall-Bereich ebensolche Töne wie der von Jean-Baptiste Vuillaume erbaute Oktobass erzeugen. Die Norwegische Musikerin Guro Skumsnes Moe schuf eine Komposition für Oktobass für Giraffen. Moes Stück wurde audiovisuell aufgezeichnet und Giraffen im Tierpark Hagenbeck vorgespielt. Im Video Infra Voice bleibt ungewiss, ob die Giraffe die Musik wahrnimmt. Untersucht wird von Kahrs die Verbindung zwischen Mensch, Tier und Musik.
Ausstellungen 2006: Altonaer Museum, Hamburg 2008: Hinterconti (mit Tina Kaempen), Hamburg 2011: Bundeskunsthalle Bonn 2012: One on One, Kunst-Werke Berlin 2013: Galerie Vera Munro, Hamburg 2013: The Unanswered Question. Iskele2, Neuer Berliner Kunstverein 2013: Besser scheitern. Hamburger Kunsthalle 2013: Playing to the Birds. Kunstraum München, Kunstraum München 2014: Galerie Juliette Jongsma, Amsterdam 2014: On the Road. Las actitudes contemporáneas de San Francisco, San FranciscoMontse Dopico: On The Road, El Cultural, 27. Juni 2014 2014: Hanoi view mit Nguyen Phuong-Dan. Neue Kunst in Hamburg e.V. in der Galerie Katharina Bitte, HamburgAnnika Kahrs & Nguyen Phuong-Dan: HANOI VIEW, Textem, 2014 2014: Im Frühling, Darling, Kunstverein in HamburgAusstellungen: Im Frühling, Darling. 28.6. - 14.9.2014, Kunstverein in Hamburg 2015: lines, Kunsthalle BremerhavenRadek Krolczyk: Ausstellung im Kunstverein Bremerhaven: Heimat aus Seemannsgarn, Die Tageszeitung, 17. Februar 2015Annika Kahrs: lines | 18. Januar bis 1. März 2015, Kunsthalle Bremerhaven 2015: Sound in Motion, Kunstmuseum StuttgartSound in Motion. Internationale Video- und Performancekunst | 4. März 2015 - Januar 2017, Kunstmuseum Stuttgart 2015: Dazwischengetreten, Künstlerhaus BremenDazwischentreten | 6. Juni – 10. Juli 2015, Künstlerhaus Bremen 2015: Playing to the Birds, Kunsthal 44 Møen, AskebyMikkel Rosengaard: Kunstens centrum er der, hvor vi er, Atlas Magazin, 3. August 2015 2016: Internationale Tage Ingelheim 2016Dominic Schreiner: Internationale Tage Ingelheim: Scheitern als Umweg zum Erfolg, Rhein-Zeitung, 18. Juni 2016 2017: 250 Jahre HFBK-Künstlerausbildung, Hamburg 2017: Re/Treats of the contemporary VG Award 2017. Kestnergesellschaft, Hannover, Pressemitteilung der Kestnergesellschaft, 24. März 2017 2017/18: wieder und wider, Gruppenausstellung. Hamburger Kunsthalle (Galerie der Gegenwart)wieder und wider, hamburger-kunsthalle.de, abgerufen am 14. Februar 2018 2018: Infra Voice. Kasseler Kunstverein, Kassel08.02.2018 – 25.03.2018: Annika Kahrs – Infra Voice, Kunsthochschule Kassel 2026: Off score, Hamburger Bahnhof (Berlin)
Preise und Auszeichnungen Annika Kahrs erhielt 2011 beim 20. Bundeswettbewerb des Bundesministeriums für Bildung und Forschung „Kunststudentinnen und Kunststudenten stellen aus“ in der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland in Bonn den Bundeskunstpreis.Annika Kahrs erhält Bundeskunstpreis. HfbK Hamburg, 20. Mai 2011. Im gleichen Jahr erhielt sie ein Stipendium der Hochschule für Bildende Künste, Hamburg.
2012 erhielt sie in Wiesbaden den George-Maciunas-Förderpreis, gestiftet von René Block, für den Videofilm Strings.Annika Kahrs erhält George-Maciunas-Förderpreis, Hochschule für bildende Künste Hamburg, 19. November 2012
2017 wurde sie mit dem Förderpreis der Vordemberge-Gildewart-Stiftung für ihre Videoarbeit Sea-Pool mit drei Zeichnungen, die von Seemännern in Bremerhaven stammen, ausgezeichnet.Die Videokünstlerin Annika Kahrs gewinnt das VG Stipendium, Monopol, 6. März 2017
2019 erhielt sie das Stipendium des Max-Pechstein-Förderpreises.
2020 wurde Kahrs mit dem „Heitland Honneur“ der Heitland Foundation ausgezeichnet.Heitland Honneur 2020. Annika Kahrs heitland-foundation.com. Abgerufen am 10. Oktober 2020.
Für 2022 erhielt sie ein Stipendium der Villa Aurora.
Arbeiten in Museen Strings 2010, Kunsthalle Hamburg (Videokunst) Kunstmuseum Kloster Unser Lieben Frauen MagdeburgNinja Elisa Felske in: kunst:art. Atelier Verlag Ursula Fritzsche KG, Köln 2019 S. 8
Weblinks
Annika Kahrs 1984, DE, ArtFacts.Net
Einzelnachweise
Kategorie:Videokünstler (Deutschland) Kategorie:Stipendiat der Villa Aurora Kategorie:Klangkünstler Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1984 Kategorie:Frau