Das Naturschutzgebiet Langenbach-Trubelsbach befindet sich auf der Gemarkung des Todtnauer Stadtteils Muggenbrunn im Landkreis Lörrach.

Kenndaten Das Naturschutzgebiet wurde mit Verordnung des Regierungspräsidiums Freiburg vom 16. Mai 1995 ausgewiesen und hat eine Größe von 35,9906 Hektar. Es wird unter der Schutzgebietsnummer 3.207 geführt. Der CDDA-Code für das Naturschutzgebiet lautet 164349 und entspricht der WDPA-ID.

Lage und Beschreibung Das Naturschutzgebiet Langenbach-Trubelsbach befindet sich südwestlich des Notschrei, dem Gebirgspass über den die Verbindungsstraße zwischen Wiesental und Dreisamtal führt. Die Gesamtgröße beläuft sich auf rund 36 Hektar. Das Naturschutzgebiet besteht aus zwei Teilstücken, jeweils entlang der beiden Bäche Langenbach und Trubelsbach, die ein vielfältiges Mosaik aus Hoch- und Übergangsmooren, Flachmooren, Naßwiesen, Borstgrasrasen und anderen Biotopen ergeben. Insbesondere sind die Moore in ihrer spezifischen Ausprägung von hoher wissenschaftlicher Bedeutung. Das Naturschutzgebiet ist Teil des europäischen Netzwerks Natura 2000, da es auch im Vogelschutzgebiet Südschwarzwald liegt.

Schutzzweck Wesentlicher Schutzzweck ist die Erhaltung der beiden Teilbereiche des Gebietes als vielfältiges Mosaik aus Hoch- und Übergangsmooren, Flachmooren, Naßwiesen, Borstgrasrasen und anderen Biotopen; als Lebensräume zahlreicher seltener und gefährdeter Tier- und Pflanzenarten; als für die Wissenschaft – insbesondere die Moorforschung – bedeutende Objekte.

Arteninventar Im Naturschutzgebiet Langenbach-Trubelsbach wurden folgende Arten erfasst:Datenauswertebogen NSG 3.207 - Langenbach-Trubelsbach LUBW

Amphibien Rana temporaria (Grasfrosch)

Höhere Pflanzen/Farne Andromeda polifolia (Rosmarinheide), Arnica montana (Berg-Wohlverleih), Carex canescens agg. (Artengruppe Grau-Segge), Carex echinata (Stern-Segge), Carex nigra agg. (Artengruppe Braune Segge), Carex pauciflora (Wenigblütige Segge), Carex rostrata (Schnabel-Segge), Cicerbita alpina (Alpen-Milchlattich), Dactylorhiza maculata agg. (Artengruppe Geflecktes Knabenkraut), Dactylorhiza majalis (agg. Artengruppe Breitblättriges Knabenkraut), Danthonia decumbens (Dreizahn), Drosera rotundifolia (Rundblättriger Sonnentau), Epilobium palustre (Sumpf-Weidenröschen), Eriophorum angustifolium (Schmalblättriges Wollgras), Eriophorum vaginatum (Moor-Wollgras), Galium uliginosum (Moor-Labkraut), Juncus filiformis (Faden-Binse), Juncus squarrosus (Sparrige Binse), Leontodon helveticus (Schweizer Löwenzahn), Lycopodium clavatum (Keulen-Bärlapp), Montia fontana (Quellkraut), Nardus stricta (Borstgras), Parnassia palustris (Herzblatt), Pedicularis sylvatica (Wald-Läusekraut), Pinguicula vulgaris (Gewöhnliches Fettkraut), Pseudorchis albida (Weißzüngel), Ranunculus aconitifolius (Eisenhutblättriger Hahnenfuß), Trichophorum cespitosum agg. (Artengruppe Rasenbinse), Vaccinium oxycoccos agg. (Artengruppe Moosbeere), Vaccinium uliginosum (Gewöhnliche Moorbeere), Vaccinium vitis-idaea (Preiselbeere), Viola palustris (Sumpf-Veilchen)

Reptilien Lacerta vivipara (Waldeidechse)

Schmetterlinge Nymphalis antiopa (Trauermantel), Syngrapha interrogationis (Heidelbeeren-Silbereule)

Vögel Tetrao urogallus (Auerhuhn)

Siehe auch Liste der Naturschutzgebiete in Baden-Württemberg Liste der Naturschutzgebiete im Landkreis Lörrach

Literatur Regierungspräsidium Freiburg (Hrsg.): Die Naturschutzgebiete im Regierungsbezirk Freiburg. Thorbecke, Stuttgart 2011, ISBN 978-3-7995-5177-9, S. 462–463

Weblinks

Karte des Naturschutzgebietes Langenbach-Trubelsbach auf:

Einzelnachweise

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