Genderkingen ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Donau-Ries. Sie liegt 37,6 km nördlich von Augsburg und nahe der Mündung des Lechs in die Donau.
Geografie Gemeindegliederung Die Gemeinde hat acht Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben). Der frühere Gemeindeteil Genderkingen Bahnhof wurde zum 18. Januar 1991 aufgehoben:Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987, München 1991 (S. XXII)
Es gibt auf dem Gemeindegebiet nur die Gemarkung Genderkingen. Sie hat eine Fläche von 11,665 km² und ist in 1739 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 6708,03 m² haben.
Orte in der Umgebung Donauwörth Rain Niederschönenfeld Neuburg an der Donau Asbach-Bäumenheim Mertingen Wemding Oberndorf am Lech mini|links|Genderkingen
Geschichte Die Gründung des Ortes fällt vermutlich in die Zeit zwischen dem 5. und 7. Jahrhundert und das Dorf selbst entwickelte sich rasch zu einem Grenzort zu Altbayern. Am 29. April 1478 kam das Dorf in den Besitz des Zisterzienserklosters Kaisheim. 1803 wurde die Gemeinde im Zuge der Säkularisation des Klosters Kaisheim dem Königreich Bayern eingegliedert.
Das Ende des Zweiten Weltkrieges wurde in Genderkingen durch den Einmarsch amerikanischer Soldaten am 25. April 1945 markiert.
Einwohnerentwicklung Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 1058 auf 1198 um 140 Einwohner bzw. um 13,2 %.
Religion Die katholische Pfarrei Sankt Peter und Paul gehört zur Pfarreiengemeinschaft Rain im Dekanat Donauwörth im Bistum Augsburg. Zusätzlich gehört der Weiler Wörthen, im Gebiet der Gemeinde Niederschönenfeld liegend, kirchlich zu Genderkingen.
Politik Die Gemeinde ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Rain. Bürgermeister 1900–1930 Johann B. Wanner 1930–1933 Michael Liedl 1933–1945 Franz Xaver Königsdorfer 1945–1948 Michael Liedl 1948–1972 Andreas Voag 1972–1978 Reinhold Hofmann 1978–2008 Johann Schilke 2008–2020 Roland Dietz (CSU) seit 1. Mai 2020: Leonhard Schwab (Freie Bürger Genderkingen). Er wurde am 8. März 2026 für eine weitere Amtszeit wiedergewählt.
Gemeinderat Sitzverteilung nach den Kommunalwahlen 2026, 2020 und 2014 Besetzung ab 1. Mai 2026 Freie Bürger Genderkingen: 8 Sitze CSU: 4 Sitze
Besetzung ab 1. Mai 2020 Freie Bürger Genderkingen: 9 Sitze Wir für Genderkingen: 3 Sitze Kommunalwahl am 16. März 2014 Freie Bürger Genderkingen: 6 Sitze Wir für Genderkingen: 6 Sitze
Wappen
Kultur und Sehenswürdigkeiten Katholische Pfarrkirche St. Peter und Paul, Stätte des frühen Wirkens des Rokokomalers Johann Baptist Enderle. Mit einem „Wasserband“ neu gestalteter Dorfplatz zwischen Kirche und Rathaus.
Baudenkmäler
Bodendenkmäler
Wirtschaft und Infrastruktur Arbeitsplätze Am 30. Juni 2019 gab es am Ort 403 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze. Von den Einwohnern standen 557 in einem sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis, so dass 154 Personen mehr aus- wie einpendelten.
Verkehr Der Hauptort hat eine Direktanbindung an die B 16 und ist ca. 3 km von der B 2 entfernt. Am Ort befindet sich ein Haltepunkt an der Bahnstrecke Ingolstadt–Neuoffingen und der Sonderlandeplatz Flugplatz Donauwörth-Genderkingen.
Bildung Im Hauptort gibt es einen Kindergarten mit 50 Plätzen, die am 1. März 2020 alle belegt waren; der neue Kindergarten mit Krippengruppe steht vor der Fertigstellung (Stand: August 2021). Weiter gibt es eine Außenstelle der Johannes-Bayer-Grundschule Rain.
Öffentliche Einrichtungen Im Hauptort gibt es eine Freiwillige Feuerwehr.
Persönlichkeiten Franz Anton Bieger (* 27. November 1833 in Burgebrach; † 23. April 1907 in Genderkingen), Dorfpfarrer und Komponist kirchlicher Werke
Literatur Richard Dertsch: Die deutsche Besiedlung des östlichen bayerischen Mittelschwabens in ihren geschichtlichen Zügen dargestellt, in: Archiv für die Geschichte des Hochstifts Augsburg Bd. VI (1929), S. 297–432, hier besonders S. 383 ff. bezüglich der Einöden bei Genderkingen (Schwaighöfe). Gabriele Schwab, Kurt Latzel und Werner Geillinger: Genderkingen – Aus dem Leben eines Dorfes, Rain 1995 (Herausgeber: Raiffeisenbank)
Weblinks
Gemeinde Genderkingen
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Landkreis Donau-Ries Kategorie:Ort an der Donau Kategorie:Bayerisches Alpenvorland
Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp) Kategorie:Gemarkung im Landkreis Donau-Ries